A ritual of jet-black sonic occultism inside an imaginary subterranean temple.
A mental trip to the minimalist galaxies of suffocatingly slow and heavy nekroambiences.
A ground-breaking bi-polar exploration. A droner´s delight and headbanger´s holiday.
A rave of deranged militarist dance beats.
A celebration of psychosexual isolation.
Essential and easy-to-listen-to fear music for unbalanced and self-hating youth.
Kutu-vibrations for sweatshirt-sporting rillirillos.
A message »from beyond«.
Uncontrolled emotional outbursts to cheer up those with the long faces.
Something just for you, who »have heard it all« and »really could not care less«.
Quality time for a suicidal inner-space astrodoomonaut.
(Opium Warlords - Live At Colonia Dignidad)
  VORWORT
   GESCHICHTE
   BEGRIFFE
   GOTTBEGNADETE
   FILME
   RITUALE
   GRUSSWORT
 
.:: VORWORT ::.
Reden über Doom ist wie Tanzen am Abgrund. Haß oder Liebe. Nichts dazwischen. Dies ist der Versuch einer Erklärung... Doom Metal ist eine Unterabteilung der Subkultur Heavy Metal. Doom ist die dunkle und langsame Stilart des Metal. Heavy Metal? Lange Haare, kreischende Gitarren, harte Trommeln, rüder Gesang? Doom ist mehr. Doom ist die Seele des Metal! Seine Ursprünge liegen in Mittelengland 1967. Die von Lärm, Schloten und Ruß am Himmel gegrägte Trostlosigkeit Birminghams gab alles her, um Doom zu zelebrieren. Etwa wenn Osbourne, Iommi, Butler und Ward ihre erste Schallrille mit Sturm, Regen, Donner, einer Totenglocke und dem unheilvollen Spiel einer schaurig-schönen Gitarre, bedrohlichen Bässen und einer Stimme mit Botschaften aus dem Jenseits beginnen, und damit eine Welt offenbaren, die der Masse den Zugang versperrt. Denn Black Sabbath kamen aus dem Untergrund... Tausend Anhänger zählt der Doom in Deutschland. Konzerte finden oft im Verborgenen vor fünfzig Leuten statt. Die Keller der Stadt halten für Rituale her. Während die Verehrten fünf Millionen Tonträger vertreiben, gehen sie bei Doomgruppen in Kleinstauflage über den Tisch. Der Doom ist eine äußerst kleine, aber umso verschworenere Gemeinschaft. Hinter den meisten Projekten steckt dieselbe Handvoll Leute. Im Doom geht´s weder um Geld, noch um Ruhm oder Ehre. Es geht darum, aus wenig noch das Beste zu machen, und um Werte. Doomer leben ihre Musik. Es gibt Leute, die haben ihr ganzes Erdendasein dem Doom vermacht...
 
.:: GESCHICHTE ::.
Die 1960er: Love & Peace und harte Drogen
 
Die Wurzeln sind in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zu finden. 1964 rotteten sich die ersten Gitarrenrocker zu Gruppen mit Namen wie The Kinks, The Who, Cream, MC5 und The Stooges zusammen. Während die Genannten mit primitivem, wildem und schmutzigem Krach um die Ecke kamen, und später zu Vorlagen des Punk wurden, sorgten Pink Floyd, Jefferson Airplane, Grateful Dead und Quicksilver Messenger Service mit ihren psychedelischen Frühstücken und surrealen Lichtschauen eher für die Erweiterung des Bewußtseins. Mit 'Vincebus Eruptum' öffneten Blue Cheer 1967 dem Heavy Metal die Türen - und Led Zeppelin stießen sie zwei Jahre später mit »Whole Lotta Love« laut krachend auf. Nicht zu vergessen sei Iron Butterflys »In-A-Gadda-Da-Vida«. Das waren eigentlich die ersten harten Klänge der Musikwelt. Monterey und Woodstock waren große Sausen - mit tragischen Folgen. In den späten Sechzigern endeten die Leben von Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix und Jim Morrison. Alle nach 27 Jahren. Alkohol, Heroin, Pillen, LSD. Zu viel davon... Andere blieben für immer auf einem Trip hängen, allen voran Syd Barret. Mit dem Tod ihrer charismatischen Köpfe und dem im blutigen Chaos endenden Altamont-Festival waren im Dezember 1969 alle Hippieträume ausgeträumt.
 
Und wie stand´s um den Doom? Man schrieb das Jahr 1967. Viele waren da noch nicht geboren, die Musik rein analog, sie lief von Tonbändern und Vinylschallplatten, sogar stereo! Die Akteure hießen Ozzy Osbourne, Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward. Der Name ihrer anfangs dem Jazz und Blues zugetanen Combo lautete Earth. Aus Earth wurden die nach einem Boris-Karloff-Horrorfilm benannten Pre-Doomer Black Sabbath. Jene waren ihrer Zeit und dem trügerischen Blumenkinderidyll um Lichtjahre voraus. Alles andere ist Geschichte...
 
Die 1970er:
Paten mit ungestümen Phantasien, Psychedelika und Hard Rock - Proto-Doom
 
Das Ende von »Flower Power« bewirkte eine Trotzreaktion in Form noch lauter, noch riffbetonter gespielter Instrumente. Im Februar 1970, an einem Freitag, den 13., ließen Black Sabbath ihr Erstwerk auf die Menschheit los. Einen Rundling, der sich in schwarzmagischer Unheimlichkeit dahinwälzt, um schließlich in lautem Klirren zu erstarren. Man fröstelt und zugleich brausen einem heiße Wellen durch den Leib. 'Black Sabbath' war der Ursprung von Heavy Metal und Doom in einem, und die im Jahresabstand folgenden 'Paranoid', 'Master Of Reality' und 'Vol. 4' blieben auf Jahre an Finsternis unerreicht. Der bleierne »Iron Man« gilt als erster Doom-Titel der Geschichte, und noch heute übt das Vinyl aus der Ozzy-Ära einen kolossalen Einfluß auf den Doom aus. Der Early Metal von Led Zeppelin und Deep Purple inspirierte ganze Heerscharen von Gruppen mit illustren Namen wie Kiss, ZZ Top, AC/DC, Hawkwind, Judas Priest, Rainbow und Van Halen. Doch nicht nur jaulende Stromgitarren prägten die Siebziger: auch der Urknall des Punk lag in jener Dekade. 1974 im New Yorker East Village aufgemacht, wurde das »CBGB« zur Keimzelle der Clubs weltweit. Die Hausgäste The Ramones und The Stooges wiesen mit ihrem einfachen und direkten Krawall den Weg - der 1977 in England im Zorn aufs Establishment und dem Haß auf alle Welt explodierte. Von den Sex Pistols in Londons King´s Road angestiftet, rollte der Punk über Europa - bis er sich zwei Jahre weiter durch Rauschgifte selbst zerstörte. Doch die Rebellion war nun nicht mehr aufzuhalten. 1978 als Abgrenzung gegen die spuckenden Punker entstanden, verwandelte die New Wave Of British Heavy Metal den kommerziellen Hard Rock binnen fünf Jahren in ein neues welterschütterndes Spektakel - den Heavy Metal.
 
Neben Sabbath allenfalls marginale Bedeutung genoß der doomige Untergrund. Doch sie war bereit, die Altvorderen um die Acidrocker Blue Cheer, die Gruselrocker Atomic Rooster, sowie die »Invocators to Doom« um Stone Bunny, die 1971 in Virginia formierten Early Doomer Pentagram und die okkulten Bedemon mit 'Child Of Darkness' von 1973. Und da war noch eine Gruppe in Amerika. In Los Angeles ansäßig, erst Tyrant mit Namen, später zu Saint Vitus erhoben, Scott Reagers, Dave Chandler, Mark Adams und Armando Acosta ihre Gründer. Jene inszenierten mit ihren Pilotaufnahmen 1979 den ersten reinrassig überschallenden Doom Metal. Diese im tiefen und oft vernebelten Untergrund operierenden Prototypen waren es, die mit ein paar genialen Düsterriffs den Weg für die Söhne der Zeitlupe bereiteten.
 
Die 1980er:
Speed, Thrash und Death im Zenith - Höllenhunde des Doom, die 1. Generation
 
Motörhead, Venom, Samson und Angel Witch hießen sie, und Iron Maiden war das Flaggschiff für alle Eisenfresser. Vier Jahre später war die NWOBHM tot. Haarspray, Schminke, exzentrische Klamotten und bunte Gitarren in Zackenform waren die Utensilien des florierenden Glam Metal. Die sexy Posierer aus Los Angeles sollten von San Franciscos »Bay Area Scene« vernichtet werden. Doublebass-Trommeln und die messerscharfen Gitarren der NWOBHM gekreuzt mit der Energie des Punk ergaben den neuen grellen Cocktail namens Thrash Metal. Thrash war zorniger und noch schneller als der ohnehin extreme Speed Metal. Metallica, Exodus - und die wahrscheinlich beste Metalband aller Zeiten - Slayer - waren 1981 seine Vorreiter. Megadeth komplettierten die großen Vier, und Anthrax und Overkill vergolten es mit raserischen Granaten aus Neu-York. Die Bewegung schwappte auf die Alte Welt über. In Deutschland thrashten Sodom, Destruction und Kreator, in der Schweiz Hellhammer und Celtic Frost, und in Brasilien waren es Sepultura. Ende der Achtziger explodierte nicht nur der Absatz der kleinen silbernen Audio-CDs, sondern auch die von Possessed und Death losgetretene Invasion des Death Metal. Aus den Sümpfen der Everglades krochen sich in Brutalität und Geschwindigkeit übertreffende Berserker wie Autopsy, Morbid Angel und Obituary. In Schweden röchelten Bathory und Entombed, in England Napalm Death, Bolt Thrower und Carcass, und auf dem Asphyx.
 
Auf dem Höhepunkt des Metal wuchs auch der Doom heran: in USA durch Saint Vitus, Death Row und Chikagos Trouble; in UK durch Witchfinder General und die Pagandoomer Pagan Altar (1981). Jene nahmen das Vermächtnis von Sabbath auf, die sich nach ihrem vierten Album immer weiter von ihren Wurzeln entfernten und letztlich jedes Maß verloren. Trouble frönten mit 'Psalm 9' (1984) und 'The Skull' (1985) sehr düsteren Stimmungen, erhielten aufgrund ihres Glaubens aber das Signum Christian Doom. Mitte bis Ende der Achtziger erreichte die erste Generation des Doom Metal den Gipfel. Massivste Influenzen verbrachen neben Trouble vor allem Saint Vitus mit den metallisch-krachigen 'St. Vitus' (1984) und 'Hallow´s Victim' (1985). Einer der führenden Köpfe wurde Scott »Wino« Weinrich. Mit 'Born Too Late', 'Mournful Cries' und 'V' sang er zwischen 1986 und 1989 die gewaltigsten Doomwerke aller Zeiten ein - bevor es nach Frust und Desillusionierung zum Bruch kam. Mit Lord Chritus wurde 1992 'C.O.D.' produziert. Vitus´ finales Lebenszeichen gab es 1995 in der Urbesetzung mit 'Die Healing'. 1985 setzten Pentagram ('Relentless') und 1986 die Schweden Candlemass mit 'Epicus Doomicus Metallicus' finstere Schlaglichter von höchster Qualität. Mönchskuttenkoloss Messiah Marcolin bestach mit seinem ungeheuren, engelsreinem Stimmvolumen. Unter den Plattenfirmen stach die legendäre Berliner Doomschmiede Hellhound hervor. Jene brachte alte verkannte oder noch unbekannte Gruppen heraus, darunter die Doom-Metaller Count Raven, Saint Vitus und Blood Farmers, die Psych-Rocker The Obsessed, Internal Void, Lost Breed, Iron Man und Year Zero, sowie die Progressive-Doomer Revelation, Unorthodox und Wretched. Die Werke von Hellhound waren wie Erscheinungen aus einem nur von Feuer und Schwefel erhellten Schattenreich - faszinierend, doch zu schwach gegen den allgewaltigen Speed, Thrash und Death anzukämpfen. Mit den ausgehenden Achtzigern zog sich der Doom zurück...
Die 1990er: Niemandsland aus Gothic, Black Metal und Stoner Rock - 2. Generation des Doom
 
In den frühen Neunzigern lag der Metal im Umbruch. Mit der 'Clash Of The Titans'-Tour hatten Speed und Thrash ihren Zenit überschritten; die Schlachtrösser Priest, Motörhead und Maiden stürzten in schöpferische Löcher; Metallica wurden endgültig zu habgierigen Verrätern; und der Death Metal schaufelte sich mit seinem ruppigen Zwangskorsett das eigene Grab. Nur im Black Metal kämpfte die kleine Legion des Inneren Kreises mit Kirchenabfacklungen und Blutopfern um die Durchsetzung ihrer Werte. Mayhem, Darkthrone, Gorgoroth und Burzum waren die führenden Einsatzkommandos aus Norwegen. Aber Schnell und Böse reichten nicht mehr. Nachdem der Versuch der Elektrolurchen Ministry und Godflesh, den Karren mit dem zerrüttenden Militärtanz Industrial aus dem Dreck zu ziehen kläglich scheiterte, stiegen die Seattle-Grunger Melvins, Nirvana und Soundgarden mit ihrer Vermischung von Punk, Metal, Ringelpullis und »Smells like Teen Spirit« zu Zeitgeistern auf. Eine Rückbesinnung aufs Handgemachte setzte ein. Kaliforniens Kyuss waren die Urheber des Stoner Rock. Der Mammon entdeckte das Potenzial, Kyuss lösten sich auf. Nun schossen deren Ableger wie Kakteen aus dem Boden. Fu Manchu und Queens of the Stone Age galten fortan als Könige des Wüstenrocks.
 
Der Doom war tot, aber träumend über die Jahre. Die Zeit war also reif. Ausgerechnet der Death Metal sorgte für das Erwachen. Als Reaktion auf das extreme Raufen, Saufen und Metzeln gingen manche Gruppen den umgekehrten Weg - mit langsamen Gitarren, schleppenden Vokalen und trotzdem vollem Prozessionsbeschuß. Die Ersten waren Australiens disEMBOWELMENT und New Yorks Winter mit dem frostklirrenden 'Into Darkness' aus dem Jahre 1990. Ein weiteres Paradebeispiel ist Lee Dorrian, der sich von den Grindcorelern Napalm Death lossagte, um Cathedral zu gründen. Deren 'Forest Of Equilibrium' wurde ein ultrazäher und gruftestiefer Kriecher Made in England. Der scharfe Kontrast der Langsamkeit des Doom zum restlichen Metal ist übrigens ein weiteres typisches Merkmal des Doom. Doom wird als behäbig und unauffällig abgetan, als Angstmusik, in der wenig geschieht. Aber dieses Wenige spricht Bände. Denn gerade das Langsame und Schwere ist es, was jene Urgewalt und Kraft erzeugt, die nur der Doom besitzt, und die wie aus der Zeit gefallen scheint. Cathedral verloren später ihre Linie und zeigten sich wie ein Chamäleon in immer neuen Farben, etwa in durchgedrehtem Drogenrock. Ähnliche Wege gingen die Pittsburgher Death-Doomer Dream Death, die sich als Penance im Doom Metal neu erfanden. Neben Count Raven und Cathedral hielten auch Solitude Aeturnus ('Into The Depth Of Sorrow', 1991) und The Obsessed das Fähnlein des Doom hoch. Gespaltene Gefühle hinterließ die »NOLA« (New Orleans, Louisiana)-Szene mit ihrem abgrundtief boshaften Gekreuz aus Doom, Blues und Hardcore. Sludge nannte sich jener vulgäre, drastische und dreckige Drogenauswurf aus dem tiefen Süden der USA. Eyehategods 'In The Name Of Suffering' war 1990 das erste Album dazu; Crowbar folgten mit 'Obedience Thru Suffering'. Nicht zu vergessen sei Deutschland im Herbst 1990: ein Epic-Doom-Pflänzlein mit Namen Mirror of Deception erblickte das Licht. Die englische Firma Peaceville brachte unter Leitung von Lee Dorrian mit Paradise Losts 'Gothic' 1991 den Gothic Metal ins Spiel. Neue Unterstile wie der kettenrasselnde Avantgarde Doom von Type O Negative ('Slow, Deep & Hard', 1991) und von Synthesizern gesteuerter Orgelmetal mit Anathema und My Dying Bride trieben die Erneuerung des Doom voran. Andere legten die heile Doomrockwelt in Scherben. Finnlands Unholy und Barathrum gaben ihren harschen Black-Metal-Gitarren durch die Wucht des Doom mehr Tiefe. Trotzdem wird Black Doom immer schwer zugänglich bleiben. 1993 wollten Sleep mit ihrem vernebelten Stoner-Doomer 'Dopesmoker' in ein neues Doom-Zeitalter aufbrechen. Zu wirklich neuen Ufern brachen derweil die englischen Funeral-Doomer Esoteric mit ihren nihilistischen 'Esoteric Emotions' auf. Suomis Sinnesgenossen hießen Thergothon und Skepticism. Jene leiteten mit ihrem endbefreienden Doom die suizidale Doom-Serie der zweiten Doom-Generation ein, zu der Italiens Ras Algethi eine ewigliche Variante beisteuerten. Kaum noch Melodie waren Seattles Schallwellenreiter Earth, die mit 'Earth 2: Special Low-Frequency Version' die Abteilung Ambient - gerne auch Drone Doom - generierten. Später dran, aber nicht minder schöpferisch waren Sunn, die sich einfach nach dem Baßverstärker-Produzenten mit den symbolisierten Druckwellen O))) benannten. Sunn marschierten nur unter Kapuzen vermummt auf. 1994 beschritten Solstice mit 'Lamentations' stark folkloristische, keltisch angehauchte Wege. Die kurzlebige Zeit ersann Jazz- und Viking Doom. Auch etliche andere Phantome traten auf den Plan, die Experimentierfreude kannte keine Grenzen, die Übergänge waren fließend, alles schien möglich. Viele Projekte hatten nur einen Auftritt oder zerfielen nach einem Album schon wieder zu Asche - um in anderer Form aufzuerstehen. The Obsessed lösten sich ganz auf, während sich die Ahnen Pentagram und Saint Vitus auf unbestimmte Zeit auf Drogentrips verloren. Mit der Einstellung des schwäbischen Doom In Bloom sah es Ende der Neunziger obendrein auch an der Festivalfront finster aus. Doch die klapprigen Karren gehen oft am längsten...
 
Die 2000er:
Sag Nein zum Leben durch Ultra Doom
 
Heavy Metal, Shock Rock, Glam, Grunge, Power Metal, Prog: All die Zurschausteller und Kunstfiguren auf Zeit waren mit den Nullerjahren ein für alle Mal verblasen. Nu Metal und die sonstigen Post-Clowns hatten sich sowieso von Anfang an falsch angefühlt: Sie waren das Leben nicht wert.
 
Nur der Doom überlebte alle Zeiten. Weltenbrände, Überbevölkerung, Ausbeutung und Zerstörung der Erde, Naturkastrophen, Terror und Zerfall bestimmten den Beginn des neuen Jahrtausends. Das Dasein auf Erden wurde extremer, die Ideologien wurden extremer, die Gefühle wurden extremer. Was von dieser Welt zu halten ist, zeigte Worship-Stimme Fucked-up Mad Max, der zwanzig Jahre nach Joy Divisions Ian Curtis in die Tiefe sprang. Fast stringent schon strebt der Mensch seinem Ende entgegen - noch zu unseren Lebzeiten. Den passenden Sargnagel stiftet der Doom. Wie den körperlich fühlbaren Drone Doom von Sunn O))) und deren Projekten. Oder die im Ambient-Stil gehaltene, voller Depressionen und Misanthropie steckende zweite Welle des Black Doom. Auf der Startrampe standen die gottbegnadeten Reverend Bizarre mit ihrem vor makabrem Humor und ultimativer Dunkelheit strotzendem Debüt 'In The Rectory Of The Bizarre Reverend'. Oder harsche Sludge-Ungetüme wie Warhorse. Mit Dreaming, Mirror of Deception, Naevus, Spancer und Versus »Doom isst Hoffnung« The Stillborn-Minded stieg Germania zu den führenden Nation im Doom auf. Anfang des neuen Millenniums hatte der Doom auch in puncto Rituale seine beste Zeit. Eins der denkwürdigsten Jahre war 2003: Auf die Dutch Doom Days in Rotterdam 2002 stieg im folgenden Februar in Crailsheim das erste zweitägige Fest des Doom, Doom Shall Rise, und gleich darauf die Belgian Doom Night in Gent. Im Sommer kamen die wiedererwachten Saint Vitus zu ihrem »United-Ein-Time«-Blitzkrieg von Amerika extra nach Sachsen. (Ich durfte den Unberührbaren die Hände drücken und fiel ins Jenseits.) Weitere Legenden kehrten - unterschiedlich überzeugend! - an die Front zurück: Candlemass, Trouble, Pentagram, Eyehategod. Gruppen wie das Selbstmord-Service-Überkommando Bunkur hoben den Doom auf eine höhere Ebene. In Langenzenn 2005 entgeisterten die Tantra-Doomer Our Survival Depends on Us mit einer schlichten, aber tief spirituellen, ungeheuren Brachialität wie sie die Welt bis dahin noch nicht sah. Schnell wechselnde Gruppierungen aus dem Umfeld des Punk und Hardcore orientierten sich zum Sludge und Drone Doom hin. Viele trugen eine politische Note. - Nach dem Ende von Hellhound fand der Doom vor allem in Southern Lord eine neue Werkstatt. Ein großartiges Album folgte dem anderen. Neue, jährlich wiederkehrende Festivalserien mit vertrauten Dimensionen, ausgerichtet oftmals in kleinen Klubs, durchbrachen die Verhuschtheit der Freiluftkonzerte. So wie der jährlich in Franken steigende Low Frequency Assault. Oder die ungezählten »Doom Overs« in den Städten. Der Doom atmete, er lebte, und seine Klänge strahlten mächtiger, als sie es jemals taten!
 
Die 2010er:
No Metal und Entmenschlichung - Auf Lithium in die Endzeit - 3. Doom-Generation
 
Was zum Teufel war Heavy Metal? Im Grunde hat es die Bewegung nur zehn Jahre gegeben.
 
Doch wie in einer traurigen Ironie hatte auch der Doom viel von seiner Ursprünglichkeit, seinem intensiven Feuer verloren. Zu viele Nachahmer, zu viele Geschäftemacher, zu viel Weltanschauung. Es war zu viel Fremdes, was mit der dritten Generation in den Doomladen einwanderte. Zu viel, was sich Doom nannte, aber nie Doom war. Man vermißte die großen Herzen, das Äußere, was man immer als Doom empfand. Unverrückbare Kodes wie lange Haare hatten plötzlich keine Bedeutung mehr. Leute trugen Hipsterfrisuren und schmückten sich mit Shirts von Konzerten, auf denen sie nie waren. Das Netz erlaubte das Kopieren ganzer Alben, die dann von fingergroßen Geräten abgehört werden konnten. Filmportale machten Konzertbesuche auf dem heimischen Bildschirm möglich. Klubs schlossen ihre Tore, kleine Feste endeten. Nur wer die notwendigen Scheine hatte, blieb konkurrenzfähig. Das Roadburn war das Woodstock der Niederlande, die Heavy Days In Doomtown das Desertfest Kopenhagens, das Desertfest das Roadburn Berlins: rasend schnell ausverkaufte Werbeveranstaltungen mit hoher Rockstardichte! Andererseits entmystifizierten sich die Helden von gestern und gaben sich durch Auferstehungen im Greisenalter und angeblich einmalige und letzte Shows im Zustand der Gebrechlichkeit der Lächerlichkeit preis. Die Glaubwürdigkeit litt, und wie jede Subkultur verkam der Doom zu einer Mode... Vielleicht ist Postrock der neue Doom?! Trifft das Bollwerk aus flirrenden Gitarren und überfallartig herausgeschrienen Gefühlen den Nerv der neuen Zeit mehr als die brütende Intensität von früher? Ist Postrock der Brückenschlag zum Ambient Doom (oder umgekehrt)? Ist es Black Doom? Albert Witchfinder, Peter Vicar und Earl of Void hatten 2007 ihre Mission als gescheitert erklärt, und Reverend Bizarre in den Freitod getrieben. Es war nur ein kleiner, unscheinbarer Aufkleber auf ihrem Schwanengesang 'So Long Suckers', der so viel besagte: DOOM METAL IS DEAD... Die Nachfahren heißen Lord Vicar, The Puritan und Opium Warlords. Opium hat die beiden Extreme von Reverend und Puritan: Humor und ultimative Dunkelheit - während der Puritaner nur dunkel und heruntergekommen war. Und: Reverend sind nie so weit in die schwarze Hölle gegangen. The Puritan und die Opium Warlords steigen auf neue Gipfel - in einem Land mit Bergen blau wie eine See, und einem Sonnenuntergang wie Blut.
 
.:: BEGRIFFE ::.
INHALTE ¤ STILE ¤ PRÄSENZ ¤ KLANGWERKE ¤ KLEIDUNG
 
INHALTE
In einer Zeit der Gleichförmigkeit wird alles was weht tut und schwer zu verstehen ist - wie der Doom - gebrandmarkt. Langhaarige geistern durch Presse, Funk und Fernsehen. Außenseitertum mit nihilistischer Haltung und antibürgerlicher Kleidung. Satanisten werden im Doom vermutet, von schwarzen Messen ist die Rede. So viel Phantasie, Angst und epische Dummheit. Doom ist die ganz reale Endzeit! Der Tod als unausweichliches Ende allen Lebens spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle, die Nichtigkeit allen Seins. Folglich werden Befindlichkeiten wie Trauer, Angst, Schmerz und Verzweiflung vermittelt. Die Texte erzählen von Fabelwesen und Sagenfiguren, aber auch von ganz alltäglichen Enttäuschungen und Drogen, und sie reichen von Umweltzerstörung und Kontrollverlust bis zur Selbstvernichtung. Die neue Generation verarbeitet eigene Erfahrungen, Gefühle, Gedanken und Philosophien. Verwundete Seelen, Einsamkeit und Ohnmacht sind wichtige Punkte. Aber auch Ablehnung und die Hoffnung auf ein Erwachen. Selten hat Doom religiöse Inhalte.
 
STILARTEN
Aufgrund verschiedener Weltsichten trennten sich in den Neunzigern auch die musikalischen Wege. Der Doom spaltete sich in Unterstile auf. Und die unterschieden sich deutlich. In der Reihenfolge ihrer Entstehung:
 
Doom Metal
Die Ahnväter. Der Kern des Doom Metal liegt in der Schwermut des Blues, dem Okkult der Siebziger sowie den headbangenden Heavys der Achtziger. Eine wichtige Rolle kommt dabei den langsamen, dunklen und erdigen Gitarren zu. Ferner lebt die Alte Garde von der meist klaren, beschwörenden Singstimme. Doom Metal gefällt mit tollen Kompositionen und altertümlichem Charme - moderne Technik kommt hier nicht zum Einsatz. Ohne diese Gruppen gäbe es keinen Doom: Cathedral, Cold Mourning, Count Raven, Internal Void, Iron Man, Pagan Altar, Penance, Pentagram, The Gates of Slumber, The Obsessed, Saint Vitus, Spirit Caravan, Trouble und Witchfinder General.
 
Epic Doom
Die Poeten. Glockenklare Stimmen zelebrieren voller Melancholie steckende Verlierergeschichten. Dabei gesellen sich zu schwebenden Riffs und majestätischen Melodien, manchmal auch folkloristische Verschnörkelungen, triumphales Schlachtengetümmel oder sakrale Mönchschöre. Stets zwischen Kitsch und Anspruch tänzelnd, strahlen die Lieder in ihrer Gesantheit jedoch eine unfassbare Mystik und Endgültigkeit aus, und unterschreiten niemals die Sechs-Minuten-Grenze. Populäre Epikdoomer sind Candlemass, Cold Embrace, Doomshine, Forsaken, Mirror of Deception, Sevenchurch, Solitude Aeturnus, Solstice, Thunderstorm, Warning und While Heaven Wept.
 
Sludge
Terror. Ende. Aus. Gefangen im Schlammschlick zwischen Hardcore und Doom kommt die Destruktion durch tiefenverzerrte, dunkle Gitarren, fiese Rückkopplungen und unkontrolliert ausbrechendes, psychotisch-brutales Keifen und Knurren. Die Inhalte sind reich an Zynismus, Haß und zerstörerischem Selbsthaß. Sie haben den Charme von Groschenheften und streifen nicht selten die Grenzen des guten Geschmacks. Bemerkenswerte Vertreter sind Black Shape of Nexus, Burning Witch, Buzzoven, Church of Misery, Crowbar, Eyehategod, Fleshpress, Golden Gorilla, Grief, Heavy Lord, Iron Monkey, Our Survival Depends on Us, Spancer, Tephra, Thee Plague of Gentlemen, Versus The Stillborn-Minded und WarHorse.
 
Progressive Doom
Darf´s etwas komplizierter sein? Im Prog verschmilzt Doom mit Rock und Jazz. Die Stücke sind ähnlich lang wie im Epic Doom, jedoch detaillverliebter, finten- und facettenreicher. Prog ist ambitioniert, vielschichtig, die Texte verworren. Es wird konstruiert, experimentiert und improvisiert. Schwermut und Leichtigkeit werden wie ein Bild zerschnitten und als Klang- und Gedankengirlanden zu einem neuen Entwurf zusammengesetzt. Dabei wird das rockige Grundmuster mitunter von federleichtem Jazz zersetzt. Die Rätsel erschließen sich nur einer Minderheit. Erwähnenswert sind Midryasi, Revelation, Unorthodox, Veni Domine und Wretched.
 
Death Doom
Doom auf Überschall. Die Fusion der gegensätzlichen Deather und Doomer hauchte dem obsoleten Doom Rock in den Neunzigern neues Leben ein. Death Doom ist nervenzerfetzend zornig und trägt morbides Flair, manchmal auch etwas Romantisches. Der Gesang reicht von klaren Tonlagen über Gekrächze bis hin zu gutturalen Grunzlauten. Als Stilpräger gelten disEMBOWELMENT, Dream Death, Goatlord, Indesinence, Mourning Beloveth, My Dying Bride, Officium Triste, Ophis, Ramesses, Thorr´s Hammer und Winter.
 

Funeral Doom
Schwarzmalerei in Öl. Oder: Die Klänge für die letzte Reise gestiftet von den Meistern des Untergangs. Funeral ist verstörend, unheilsschwer und ausgesprochen depressiv bis selbstmörderisch drauf - andererseits aber auch schon wieder träumerisch. Zu eindringlichen Orgeln und unmenschlichen Grunzlauten gesellt sich zuweilen auch Black-Metal-Gekeif. Das ist nichts für Menschen mit Selbstmordgedanken! Diese Formationen zelebrieren die monotone Wucht eines Todesmarschs in Zeitlupe: Ahab, Esoteric, Evoken, Funeral, Mar de Grises, My Shameful, Pantheïst, Ras Algethi, Skepticism, Thergothon, Worship.
 

Stoner (Space) Doom
Starken Anteil an der Sogkraft des Stils haben die drückenden Bässe und der meditative Grundton, der den permanenten Schwebezustand des Stoner Doom perfekt überträgt. Traumartige Wiederholungen, mantraesker Ritualgesang, Fuzz, Wah-Wahs und eine saloppe Verbundenheit zu Rauschmitteln ergeben einen bewußtseinserweiternden bis durchgedrehten Trip. Die Inhalte sind sonniger und lebendiger als die ihrer Doomgenossen. Nicht selten werden die Vibrationen durch psychedelische Lichtspiele noch zusätzlich vertieft. Bekannte Astrodoomonauten sind Acid King, Acrimony, Conan, Dresden/Leningrad, Electric Wizard, Goatsnake, Obelyskkh, Om, Sleep, Sons Of Otis sowie Ufomammut.
 

Drone (Ambient) Doom
Die intellektuelle Variante und das Ende aller Musik! Im Unterschied zum restlichen Doom geht es beim Drone in erster Linie um Ideologie und Ästhetik. Drone sprengt die Grenzen des Abstrakten. Im Drone waltet ein Mahlstrom von traumatischem Dröhnen und Brummen, diffusen Klangverfremdungen, Rückkopplungen, verzerrter Übersteuerungsparanoia, und - wenn überhaupt - menschlichen Lauten: jedoch keinen Worten sondern subtilen Äußerungen. Die einzelnen Titel folgen absolut keiner Melodie, sie sind gestreckt bis zu einer Stunde, und die Lautstärke ist zu »fühlen«: Sie geht direkt durch Mark und Bein. Inhaliere Drone Doom mit allen Reglern nach rechts gedreht!)))))) Wichtige Gruppen sind Boris, Bunkur, Caldera, Earth, Khanate, Malasangre, Morasth, Moss, Nadja, Omega Massif, Ommadon, Sunn O))) und Switchblade.
 
Black Doom
Schmerz. Wahn. Entfesselung. Irrsinn. Bereit zum Tod durch Misanthropie bis in die letzte Konsequenz? Black Doom bedeutet einen pechschwarzen Beschuß aus flackernden Gitarren und wie am Spieß herausgeschriener Verzweiflung. Wer diesen Wahnsinn - gern auch Depressive Black Metal oder Ultra Doom genannt - versteht und überlebt, hat eine starke Seele und erlebt eine faszinierende Reise voller Auslegungsvarianten! Black Doom verkörpert das, was der Verfasser gern sein wollte. Die bevorzugten Todeskapseln liefern Barathrum, Gallhammer, Eibon, Forgotten Tomb, ODD, Rorcal, The Ruins of Beverast, Shining, Skitliv und Urfaust.
 
PRÄSENZ
Bis Mitte der Achtziger fristete der Heavy Metal ein Randgruppendasein. Die Presse schwieg sich aus, renommierte Szeneblätter trugen Scheuklappen, und der Funk ignorierte den Metal vollständig. Im goldenen Zeitalter traten im deutschen Fernsehen Privatsender auf den Plan: RTL mit »Mosh«, Tele5 mit »Hard´n´Heavy«, MTV mit dem »Headbangers Ball«, und VIVA mit »Hard´n´Heavy«, »Metalla« und »Virus«. Ende der Neunziger war Schluß mit Fernsehsendungen. Kaum besser ist die Lage im Äther. Gerade Doom hört man nicht so nebenbei. Viele Stücke entfalten sich erst nach sechs Minuten so richtig. Überlänge hat aber keine Chance im leicht zu hörenden Dudelfunk. Dazu kommt die ungemütliche Natur des Doom. Doch im Untergrund existiert eine Bewegung, die den Doom auch ohne hintersinniges Trachten am Leben hält. Das bedeutendste Mittel bleiben die Tonträger. Idealisten stellen mit einfachsten Mitteln Szenehefte und Fanzines her. Und durch das Netz können Gruppen und Anhänger schnell und kostenlos Informationen über Platten, Konzerte und sonstige Neuigkeiten tauschen.
 
KLANGWERKE
Den Inhalten entsprechend sind die Aufmachungen düster. Plattenhüllen sind nicht selten in grobkörnigem Schwarz-Weiß oder fahlen Grautönen gehalten. Darauf können Kreuze, Kirchen oder Engel gesenkten Blickes zu sehen sein. Aber auch Phantasiemotive, gedankenverbiegende Graphiken, animierte Pornos oder Perversionen. Genauso Militärgerät oder apokalyptische Landschaften. Die Begleithefte enthalten oft Einblicke zu den Musikern und deren Freunde. Manche Gruppen geben sich mystische Namen, andere philosophische, wieder andere martialische oder kämpferische. Die Namenszüge - vor allem die der Extremdoomer - können bis zur Unleserlichkeit verfremdet sein.
 
KLEIDUNG
Woran ist ein Doomer erkennbar? Einen Kleiderkodex gibt es nicht. Stattdessen galten bis in die Neunziger lange Haare als selbstverständlich. Obwohl sich im neuen Jahrtausend vermehrt rasierte Köpfe und umso längere Bärte ausmachen lassen, sind Doom-Konzerte nach wie vor die mit den meisten Langhaarigen. Das Textil ist tendenziell schwarz. Schwarz verbindet! Ein Muß ist das bedruckte Hemd, bevorzugt mit dem Namen oder Album einer Gruppe. Man trägt Drillich, aber auch Denim oder Glockenhosen, und in der Regel schweres Schuhwerk. Außer Kreuzen, Pentagrammen, Eisernen Kreuzen, Thorshämmern, Totenköpfen und individuellen Talismanen ist der bei Metallern beliebte Schmuck eher Nebensache, genauso wie Tätowierungen und Tarnschminke. Akteure und Sympathisanten haben außerdem das gleiche an. Beim Headbangen sind alle rituell vereint.
 
.:: GOTTBEGNADETE ::.
DOOM METAL EPIK
 
Cathedral - Forest Of Equilibrium
Count Raven - High On Infinity
The Gates of Slumber - The Awakening
Mirror of Deception - Mirrorsoil
Opium Warlords - III
Reverend Bizarre - II
Saint Vitus - V
Solitude Aeturnus - Into The Depth...
Warning - The Strength To Dream
While Heaven Wept - Sorrow Of...
BLACK DRONE FUNERAL
 
Bunkur - Bludgeon
Esoteric - Epistemological...
Iron Monkey - Our Problem
Nocturnal Depression - Four Seasons...
Ophis - Stream Of Misery
Skepticism - Lead And Aether
Spancer - Countdown To Victory
Thergothon - Stream From The Heavens
VTS-M - Audibly Bleeding
Winter - Into Darkness
 
.:: LICHTSPIELE ::.
  Bunkur ... Belgian Doom Night - BE-Gent, Frontline, 9.4.04
   Caskets Open ... Live - FIN-Helsinki, 3, 27.3.14
   Eye of Solitude ... Doom Over Edinburgh, GB-Edinburgh, Bannermans, 12.3.16
   Iron Void ... Doom Over Edinburgh, GB-Edinburgh, Bannermans, 15.3.15
   Mirror of Deception ... Doom Shall Rise - D-Craislheim, Triensbach, 7.2.03
   Ophis ... Doom Shall Rise - D-Göppingen, Chapel, 27.4.13
   Our Survival Depends On Us ... Doom Shall Rise - D-Göppingen, Chapel, 28.4.07
   Reverend Bizarre ... Doom Over The World, Studio 2005
   Saint Vitus ... Reunion, USA-Chicago, Double Door, 1.7.03
   Warhorse ... Live - USA-Raleigh, NC, Kings, 8.3.01
 
.:: RITUALE ::.
Konzerte und Festivals (in chronologischer Reihenfolge)
LITTLE DEVIL DOOM DAYS III
tba
NL-Tilburg, Little Devil Bar, Mai 2018
 
ST. HELENA DOOMFEST VIII
tba
D-München, Feierwerk-Kranhalle, Juli 2018
 
FUNERAL NOON VI
tba
BE-Mechelen, Club Kamikaze, Juli 2018
 
Boris
D-Frankfurt, Das Bett, 11.8.17
 
FROM DUSK TILL DOOM III
Esoteric, Throes Of Dawn, Monolithe, Abyssic, Insanity Reigns Surpreme, Fading Bliss, Treurwilg
BE-Saint Georges, Centre culturel, 16.9.17
 
Saint Vitus (Tour) + Mos Generator
01 Oct 17 London (UK) Underworld
02 Oct 17 Coventry (UK) Phoenix
03 Oct 17 Glasgow (UK) Audio
04 Oct 17 Manchester (UK) Rebellion
09 Oct 17 Wien (AT) Viper Room
10 Oct 17 Bologna (IT) Freakout Club
11 Oct 17 Roma (IT) Traffic Live
12 Oct 17 Mezaggo (IT) Bloom
17 Oct 17 Frankfurt (DE) Zoom
19 Oct 17 Chemnitz (DE) Talschock
23 Oct 17 Berlin (DE) Lido
 
Saint Vitus (Festivals)
08 Sep 17 Torcy (FR) Fall of Summer
30 Sep 17 Sheffield (UK) Academy (HRH Doom & Stoner)
07 Oct 17 Pratteln (CH) Z7 (Up in Smoke Festival 2017)
08 Oct 17 Athens (GR) Lera Odos (Desertfest 2017)
14 Oct 17 Helsinki (FI) Korjaamo (Blowup Vol. 3)
15 Oct 17 Antwerpen (BE) Trix (Desertfest 2017)
20 Oct 17 Leeuwarden (NL) Neushoorn (Into the Void Festival)
22 Oct 17 München (DE) Feierwerk (Keep It Low Festival)
 
DAY OF DOOM BARCELONA VI

tba
ES-Barcelona, Rambla de Prim 2, Oktober 2016
 
DOOM IN BLOOM VI

tba
D-Esslingen, Komma, Oktober 2017
 
MALTA DOOM METAL FEST VIII
tba
MT-Is-Siggiewi, Chateau Buskett, Oktober 2017
 
DUTCH DOOM DAYS XVI
Sa.: Albez Duz, Doomed, Urza u.v.a.
So.: Saturnus, Hour Of 13, Clouds, Hooded Priest, Lone Wanderer, Venus Sleeps, Abigail u.v.a.
NL-Rotterdam, Baroeg, 28. & 29.10.17
 
HALLOWEEN OF DOOM VI

tba
D-Darmstadt, Bessunger Knabenschule, 31.10.17
 
DOOM OVER VIENNA XII
tba
AUT-Wien, Viper Room, November 2017
 
HAMMER OF DOOM XII

Cirith Ungol, Lucifer´s Friend, Count Raven, Naevus, Witchwood, The Temple u.v.a.
D-Würzburg, Posthalle, 17. & 18.11.17
 
DARKEN THE MOON IX
Novembers Doom, Marche Funèbre, Decemberance, Drawn Into Descent + 1 Co-Headliner
BE-Wien, Vosselaar, Biebob Concerts, 3.12.17
 
LOW FREQUENCY ASSAULT XI
tba
D-Nürnberg, Z-Bau (Kunstverein), Dezember 2017
 
.:: HAILS (AUCH NACH DRÜBEN IN DIE ANDERE WELT) ::.
A Dream Of Poe
Ahab
Autumn Of Doom (R.I.P.)
Belgian Doom Night (R.I.P.)
Black Shape of Nexus (R.I.P.)
Bunkur
Caldera
Caskets Open
Condemned To Suffer (R.I.P.)
Count Raven
Darken The Moon
Dead Heart Bleeding (R.I.P.)
Debris Inc.
Doom Over Edinburgh
Doom Over Nuernberg
Doom Shall Rise (R.I.P.)
Doomed
Doomshine
Dreaming (R.I.P.)
Drecksau
Dust
Dutch Doom Days
Earth Flight (R.I.P.)
Ephemerol
Esoteric
Excruciation
Extorian
Eyehategod
Forsaken
From Dusk Till Doom
Gallons Of Mud
Golden Gorilla
Gorilla Monsoon
Halloween of Doom
Heavy Lord (R.I.P.)
Hemelbestormer
Hessaja
Horns of Domination
Imindain
Iron Void
Lord of the Grave
Lord Vicar
Low Frequency Assault
Low Man´s Tune (R.I.P.)
Magma Rise
Malasangre
Marche Funèbre
Mirror of Deception
Möse (R.I.P.)
Morasth
Moss
My Shameful (R.I.P.)
November´s Doomsday (R.I.P.)
Obelyskkh
Of Spire & Throne
Officium Triste
Omega Massif (R.I.P.)
Ophis
Opium Warlords
Our Survival Depends On Us
Panteïst
Penance
Petrified
Pÿlon
Radare
Reverend Bizarre (R.I.P.)
Rorcal
Saint Vitus
Semlah
Shepherd (R.I.P.)
Sinistra (R.I.P.)
Skitliv
Soulpreacher
Space Pilgrim (R.I.P.)
Spancer
Surtr
Tekhton
Tephra
The Atlas Moth
The Gates of Slumber (R.I.P.)
The Puritan (R.I.P.)
The Walruz (R.I.P.)
Thee Plague Of Gentlemen (R.I.P.)
Thunderstorm (R.I.P.)
Tollwuet (R.I.P.)
Ufomammut
Uncoffined
Versus The Stillborn-Minded
Victims of Creation
Voodooshock (R.I.P.)
Wall Of Sleep
Warhorse (R.I.P.)
Warning (R.I.P.)
Well Of Souls (R.I.P.)
Wight
Witch Charmer
Witchfucker (R.I.P.)
Worship
 
Verdammt, verflucht und verloren...
Heiliger Vitus
Stand: 1. August MMXVII