DUTCH DOOM DAYS VI
 
FORSAKEN, OFFICIUM TRISTE, MIRROR OF DECEPTION, MAEL MÓRDHA, IMINDAIN, THE RIVER, AUTUMNAL, HEAVY LORD
NL-Rotterdam, Baroeg - 3. November 2007
Prolog
 
Mit seiner Erstausrichtung am 13. Oktober 2002 ist der Dutch Doom Day die älteste Doomserie weltweit. Es war Pim Blankenstein, der im Rotterdammer Klub „Baroeg“ ursprünglich nur einen Auftritt für seine Formation Officium Triste organisieren wollte. Der damalige Booker des Baroeg, René Veerkamp, schlug eine größere Veranstaltung über einen ganzen Tag vor. Es wurden die Gruppen Pantheist, Jack Frost, Thee Plague Of Gentlemen und Whispering Forest verpflichtet, dazu als DJ der frühere Anathema-Bassist Duncan Patterson. Da die erste Edition sehr erfolgreich verlief, beschloß man eine Fortführung. 2007 war das Festival bei Nummer sechs angelangt...
 
Freitag, 2. November
 
Frau Peanuts und meine Expedition ins Land der Mühlen, Kanäle, Holzschuhe und Rauschdrogen begann für mich äußerst schmerzreich. Nach einigen Bieren hatte ich mir am Vorabend einen Zehennagel abgerissen und konnte mich nur noch unter großen Stahlkappen bewegen. Ferner wurden aus den planmäßigen 4 ¾ Stunden Überfahrt 5 ½ und ebenso viele neue kühle Blonde. Über Utrecht hatten wir schließlich nachmittags um kurz vor vier Uhr mit dem Pendelzug Nederlandse Spoorwegen NS und der Rotterdamsche Electrische Tramway zum gebuchten Quartier im „Zeemanshuis“ hingefunden. Dort waren das Rotlichtviertel und die Maas unsere neue Umgebung, und Good-Time-Girls und echte Seebären die neuen Nachbarn. Ein Rundgang durch das historische „Scheepvaartkwartier“ beschloß den Tag: Nach Biertje, Pannenkoek und Uitsmijter in der Hafenkneipe „Ballentent“ haben wir über eine Außentreppe in kribbeliger Höhe erst Hollands höchsten Aussichtspunkt, das „Krähennest“ des 185 Meter hohen Euromasts erklommen, und sind zu später Stunde auf der im Fußweg eingebetteten Brandgrenze von 1940 (Pflastersteinleuchten mit roten Flammen) noch zur Bar „Maritime“ geführt wurden - wo wir beim kapverdischen Schankburschen Johnny in einer wilden Stimmung aus rüpelnden Angelsachsen und zwielichtigen Italienern bis in die Nacht unser Kennenlernjubiläum gefeiert haben!
 
Sonnabend, 3. November (1. Tag)
 

Einer der Italiener war es auch, der mir am Morgen mit einem holprigen „I want to have a good breakfast“ die lapprigen „Broodjes“ schmackhaft machte. Und Johnnys Bar war auch schon wieder geöffnet... Drei Doomheads aus Utrecht trafen ein, und nach dem ersten Biertje (3,95 Euro fürs Pint) sah die Welt wieder ganz manierlich aus. Soweit man das von Rotterdam behaupten kann. Denn bei Licht besehen, haftet der Stadt ein ganz mieses Karma an! Nachdem Rotterdam durch die Luftwaffe in Schutt und Trümmer gelegt worden war - der Deutschenhaß ist in den Köpfen ständig präsent! -, hatten die damaligen Stadtväter einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit beschlossen. Zwei Wochen nach Kriegsende begann der Wiederaufbau als eine „neue bessere Stadt“. Man schuf trübselige Wohnkasernen aus Beton, postmoderne Geschäftsgebäude aus Stahl und Glas, zugige Autopisten ohne Leben und soziale Brennpunkte. Die Hälfte von R´dam sind keine gebürtigen Niederländer, jeder Vierte ein Muslim, die Kriminalität ist besonders im Hafengebiet sehr hoch. - Geradezu friedlich dagegen: die Lage des Venues in der südlichen Teilgemeinde Lombardijen. Das „Baroeg“ stand auf einer Wiese neben einem der tausenden das Land überziehenden Wassergräben. Zum Preis von 25 Euro für die Festivalkordel waren wir Gäste der niederländischen Doomtage in einem Klub, der bei seinem Bau 1981 nach dem Philosophen Spinoza benannt wurde. Nach einer schmalen Eingangshalle und einer Bar gelangte man in den vierhundert Leute fassenden Saal. Achtzig Doomster im nationenübergreifenden Schwarz waren anfangs da, später bezifferte die Kasse die Zahl auf 170. Broodjes wurden nicht gereicht, nur den Akteuren. Aber gegen den Durst gab´s was: „Munts“, an der Kasse zu erwerbende Plastemarken, die am Tresen gegen Stoff eingetauscht wurden. So kostete „Hertog Jan“ Nullzwei vom Faß eine „Munts“. Während ferner belgisches Hoegerd (Weißbier), Leffe (Trappisten) und Kriek (Kirschbier) gekühlt wurde, durften sich die Addikts von Mary Jane das Cannabis gleich tütenweise durch die Lungen ziehen.
Schlag 16 Uhr ging es im Hurrastil los. Eria d´Or, vier unbekannte, wahnsinnig fähige Knaben aus Oranjeland, zeigten keinen Respekt und gruben gleich zu Beginn den Helden den Ruhm ab. Mit einem unglaublich heftigen Sludge, besessenen Verrenkungen (mitunter auf dem Schlagzeug), mit am Mikro gekratzten Gitarren, einem dreckigen Mördergesang nebst originellen Einlassungen wie einem schneidigen „Eins - zwei, eins - zwei - drei - vier!“ auf Deutsch. Ein donnerndes „Fuck!“ wiederum besiegelte jene zweite Nummer... und „These are the Doom Days - No laughing!“ leitete die dritte Destruktion ein. Solch´ ein bombiges Geschwader hat man nicht oft im Doomladen. Und das bedurfte dringender Unterstützung über Veitstänze im ersten Sturm. Unter all den stocksteifen Holländern mußte ich das Eis brechen. Gleich die Ersten waren ein irre furioser Trip, der nach dreißig Minuten und einem schlichten „Dank u wel! Goedenavond!“ viel zu früh endete. Natürlich mußte Vitus um eine Devotionalie anwinseln - und bekam auch eine. Es ist mir unendlich peinlich, diesen Irrtum zuzugeben (aber die wenigsten werden es geahnt haben): Rotterdam hatte nicht ERIA D´OR erlebt - die hatten auf rätselhafte Weise abgesagt - nein, wir huldigten den berühmten HEAVY LORD! Erst der Blick auf die CD schuf Gewißheit. Mit Ausnahme von „Scorpion Sting“ hatten Steve, Wes-Lee, Jeff und Wout völlig neues Material abgefackelt. Zudem wurde ein Erkennungszeichen der Gruppe - Wes´ Rastazöpfe - Opfer der Schere (Wes zu mir: „It smelled like shit“). Neuer Stoff, neue Optik, alte Heißsporne: Heavy Curious Lord!!!
Spaniens Herbstliche AUTUMNAL haben einen schönen Strauß melancholischem Dark Dooms ins Baroeg gezaubert. Klarer Gesang wechselte mit Grunzen und Keifen in einer sehr sinistren, sehr dramatischen Grundstimmung. Die Stücke waren dabei selten kürzer als sechs Minuten. „As Soon as You Die, Kill Me“ zum Beispiel, war solch ein überlanges Teil, das als reine Gothic-Nummer begann, um in der Mitte plötzlich zu kippen und als heftiger Doom-Deather zu enden. Die Madrilenen begeisterten ferner mit ihren sehr charismatischen Protagonisten, allen voran den beiden de Pablos, dem extrem eindringlichen Sänger (!) und Gitarristen Javier, sowie seinem trommelnden Bruder Ricardo, dessen arschlange Dreads für sich schon schwer beeindruckten. Jochen Fopps schwarzhaariges Ebenbild Gutiérrez am Bass sowie Fernández atmosphärische Gitarre komplettierten die großartige Formation. Halb sechs waren Autumnal und ihr 'Grey Universe' durch. Die anschließende Pausenuntermalung durch Paradise Losts 'Gothic' hätte kaum trefflicher sein können.
„High! THE RIVER!“ Es folgte die Gruppe mit den längsten Haaren, die mit dem fragilen Frontgirl Vicky als Maskottchen - Englands finest: The River. Jene taten sich nicht nur mit Äußerlichkeiten hervor - dazu zählte auch unermüdliches Headbanging und der originelle Fetzen von Trommler Ludwig mit dem gebrochenen V im Gruppennamen: Ri´V`er - nein, auch die beiden Demos 'Oneiric Dirges in Mono' und 'Different Ways to be Haunted' haben es in sich. Leitchs und Morrisseys exzellente Mollgitarren vereinten sich da mit der Stimme des schwachen Geschlechts. Aber was heißt denn schon schwach, wenn man so ein sonor weiches, komplett desillusionierendes Timbre hat wie Miss Walters? Die verzog keine Miens und war so cool, als könnte Eis in ihrem Mund nicht schmelzen. Das Resultat war ein Fluß aus phantastischen, volltönenden Melodien - ein tief dahin mäandernder Doom-River, der manche schwer mitriß. Eine der wenigen erlaubten Zugaben versilberte diese Performanz.
Endschwarz und endkrass ging die Serie weiter, mit den englischen Landsmännern IMINDAIN, die sich mit „Nausea“ in Stellung gebracht hatten. Erstmalig in ihrer sechsjährigen Geschichte auf dem Festland, kredenzten Imindain eine lebensverneinende Droge, die sie selbst in die Abteilung Funeral Doom steckten. Apokalyptische, humanoidenvernichtende Instrumente kreuzten sich mit eisig herausgeröcheltem und gekeiftem (Selbst-)Haß und expliziter Abscheu für alles und jeden. Besonders der mit einem Drudenkreuz behangene und erschütternderweise in einem Fetzen der freitodvorbelasteten Worship steckende Propagandaminister Lee Bullock schien bis zur letzten Konsequenz entschlossen. „Black Water“ hatte er einem unbekannten „good guy“ gewidmet. (Später sollte ich erfahren, daß es sich bei Selbigem um einen alten Weggefährten von Imindain handelt, der wegen zwangshaftem Pulsadernaufschneidens seit zehn Jahren stringent weggeschlossen ist.) Man muß in der Stimmung sein, endgültige MuSick wie sie Imindain machen, zu ertragen. Und in diesen Momenten war ich es leider nicht. Weil ich völlig unvorbereitet war. Später habe ich mich fürchterlich geärgert. Die Euthanasie-Elite Imindain sollte die Einzigartigste der gesamten Veranstaltung werden. Imindain forever!?
Eine Eröffnungszeremonie auf der Blockflöte. Kahle Köpfe und Lange Loden. Gewänder in Blutrot. Körperbemalung in leuchtendem Rot-Blau. Killernietenbesetzte Lederbänder auf muskelspielenden Armen. Schwere Stiefel am Fuß. Patriotische Posen. In die Luft gereckte Fäuste und Teufelshörner. Die kämpferischen Namen Roibeard O Bogail, Gerry Mael Mordha, Dave Murphy, Anthony Lindsay und Shane Cahill. Dies können nur die Irish Doom Metaller von MAEL MÓRDHA sein. Ab acht hämmerten die fünf Jünger der Kelten und Rächer der Enterbten ihre Klänge ins Volk. Mal folkig schwebend, mal heavy doomig, und dann plötzlich in einem metallischen Gewitter explodierend... Während für mein Mädel die Rotte von der grünen Insel mit ihrer prächtigen Schau die Besten waren, unterhielt ich mich in der kühlen Abendluft vorm Baroeg mit Jochen Fopp von Mirror of Deception - von instrumentalen Postrockern bis zu betrügerischen Versicherungsagenten - bis wenige Augenblicke vor deren großer Stunde...
Ein heftiges Fest lieferten die Doom Metaller MIRROR OF DECEPTION aus Stuttgart ab. Ein heftiges Fest für die Sinne - und die Nackenwirbel! Ich hatte es meinen langhaarigen Freunden versprochen, und Wort gehalten. Ab „Bleak“ wurde durchgebangt. Die gute alte Zeit mußte wieder aufleben - und der Trupp vom Neckar beschenkte Rotterdoom und alle Unheiligen mit sieben seiner bittersüßen Meisterwerke, zusammengeballt in 35 Minuten. Darunter auch die Altigkeit „Entgleiten“. Deutsch zu Doom hört sich phantastisch an! Erst recht in der Fremde, im Reiche von Königin Beatrix. „Entgleiten“ wurde nicht mitgesungen - es wurde mitgeschrien! Gewiß auch von Holländern! Fopp, Siffermann, Taller und Müller steigen immer mehr zur „Supergroup“ des Doom weltweit auf. Das unorthodoxe „Ship of Fools“, das desillusionierende „Mirthless“ und das Fragen offen lassende „Vanished“ rundeten die allgewaltige Darbietung ab. „Weiss“ wäre gern noch zelebriert worden, mußte jedoch der Zeit geopfert werden. Trotzdem waren Mirror anschließend vollends aus dem Häuschen zu erleben. Siffi gestand, daß „der Bühnensound nahezu perfekt“ war, und das Barog Zeuge einer der „Top-5-Gigs in 18 Jahren Mirror of Deception“ wurde.
Den Werdegang von OFFICIUM TRISTE verfolge ich vom ersten Doom Shall Rise an, als uns die holländische Gefolgschaft im klirrenden Februar von 2003 auf dem Heimmarsch die Droschken vor der Nase wegschnappte. Damals noch ungemein schnell unterwegs, sind die Doom Deather um die Köpfe Martin und Pim heute wesentlich melodischer geworden und flirten zuweilen auch mit sphärischem Gotenstahl. Stets treu geblieben ist der Quinte indes ihr kohlenschwarz-verrotteter Charme, den sie in den Straßen ihrer Heimatstadt täglich erfahren. Während die Rotterdoomer im knackevollen Baroeg einen ungleich stärkeren Auftritt als vor einem halben Jahr in Göppingen hatten (selbst einige nicht nach Doom aussehende Rauschgoldfeen und andere offengeistige Wimps lauschten andächtig dem „Pathway of Broken Glass“), forderten gewisse Rauschnarkotika ihre ersten Opfer: Ein Jüngling mit langem Haar hatte sein Haupt in Peanuts Schoß gelegt, wo er den Rest des Abends süßen Träumen nachhing. Und ein bereits betagter Doomgenosse fiel wie vom Blitz getroffen rücklings aufs Kreuz. Betrunkene haben Schutzgeister. Ich richtete den Mann wieder auf, und nichts war passiert. Nach Officiums Hymne „This is Goodbye“ war Sense für die Helden von Holland. Der neue Gitarrist Bram war noch nicht richtig eingearbeitet.
Schlagartig nach Officium Triste leerte sich der Saal. Und dabei waren FORSAKEN vom fernen Mittelmeerarchipel Malta eingeschwebt. Enttäuschende vierzig harrten aus. Forsaken sind ein sensibles Thema. Der Fan ist hin- und hergerissen - zwischen großen Herzen und triefendem Pathos, zwischen Tragik und Theatralik, zwischen totaler Selbstaufgabe und plumpem Krawumm. Wohl keine andere Gruppe liebt (und lebt!) den Doom Metal wie die Gnome mit der Stiefelgröße 35. Forsaken kämpften anfangs gegen indifferente Röhrenverstärker und Stahlwerksgeschepper - und wandelten am Ende in den Spuren der Riesen. Black Sabbath haben sie gehuldigt. Und Candlemass´ „Solitude“ haben sie zelebriert. „Ashes to ashes, and dust to dust, and please let me die in solitude!“ Und alle, die sich schon in die Nacht verabschiedet hatten, sind zurückgekehrt - um diese Zeilen im Chor mit Forsaken zu singen. Das war Gänsehaut pur! Doch blieb auch das Unding von drei zugestanden Verlängerungen, während der Rest leer ausging. Und natürlich ein Power-Doom-Ereignis voller raserischer Metalgitarren, mächtigen Bässen und beschwörenden Vokalen durch Albert Bell, Sean Vukovic, Simeon Gatt und dem über der schwarzen Menge schwebenden Leo Stivala. Manche blieben aber auch mit einem Fragezeichen im Gesicht zurück......
 
„Dein Haar ist sehr wohlriechend.“ Diese Blumen aus dem Mund von Doomgott Fopp bedeuteten die letzte Nettigkeit der Nacht. Denn beim Abzug traf Not auf Elend. Die letzte Tram war um acht gefahren, Nachtbusse verkehrten nur in den Köpfen der Einheimischen, und zum Haltepunkt Lombardijen war es eine Viertelstunde über eine nekrophile Autopiste. Zwei junge Burschen lotsten uns ein Stück und berichteten von einem befreundeten Punk aus Polen, der im Juni im Baroeg von zwei Leuten mit einem Barhocker erschlagen wurde... worauf der Klub geschlossen, und erst letzten Monat neu eröffnet worden war. Puh... Ein Zug in Richtung Innenstadt ist nicht gefahren. Stattdessen fuhr uns ein Inder für 19 Euro in einem Taxi zurück ins Hotel. Frau Peanut wünschte mir um zwei eine gute Nacht: „Träum was Schönes - von Rotterdam.
 
 
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Text und Bilder: ((((((Heiliger Vitus)))))), 10. November 2007
.:: ABSPIELLISTEN ::.
 
HEAVY LORD
(16.00-16.36)
1. Chained to the World
2. Waiting to Die
3. Eternal Crawl
4. Low on Ice
5. Scorpion Sting
 
AUTUMNAL
(16.57-17.32)
Unbekannt
 
THE RIVER
(17.51-18.35)
Unbekannt
 
IMINDAIN
(19.00-19.35)
1. Nausea
2. The Buried Room
3. Black Water
4. New/Unreleased (God failed)
 
MAEL MÓRDHA
(19.52-20.35)
1. + 2. Unbekannt
3. Winds of 1000 Winters
4. A Window of Madness
5. Unbekannt
6. Atlas of Sorrow
 
MIRROR OF DECEPTION
(20.50-21.30)
1. Bleak
2. Haunted
3. Ghost
4. Entgleiten
5. The Ship of Fools
6. Mirthless
7. Vanished
 
OFFICIUM TRISTE
(21.52-22.37)
1. This Inner Twist
2. On The Crossroad of Souls
3. In Pouring Rain
4. My Charcoal Heart
5. Pathway (of Broken Glass)
6. This is Goodbye
 
FORSAKEN
(22.58-0.30)
1. Doominaeon
2. Wretched of the Earth
3. Aidenn Falls
4. Kenosis
5. Daylight Dies
6. Kindred Veil
7. Solitude [Candlemass]
8. Carpe Diem
9. Where Angels Have Fallen
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10. Via Crucis (The way of the cross)
11. N.I.B. [Black Sabbath]
12. Unbekannt [Black Sabbath]
No sleep ´til Baroeg