In jene Nacht zurückversetzt,
sah ich die Bomben fallen,
die meine Stadt in Trümmer warf
und mein Leben sprach zu verhallen.
Ich spüre wie der Boden bebt,
es ist so heiß, alles nun voll Flammen steht
Schreie so qualvoll von Schmerzen und Leid
Wie es heute keiner mehr weiß
Niemals werde ich vergessen,
niemals mein Geist wieder ruhen
Ich habe überlebt aber meine Welt ist gestorben.
Bis an mein Ende, was nun bald erreicht,
gibt es kein Verzeihen,
haltlos die Flammen in mir brennen
(Deadwood - Dresden)
Den Luftangriffen im Februar 1945 Ehrenhain Heidefriedhof
Schloßkirche Lockwitz Marathonstartplatz Königstein
Rathen, Sächsische Schweiz Die Bastei
Eutschützer Mühle Bannewitz
Felsklamm in der Schweiz
Schloß Pillnitz Maria am Wasser in Hosterwitz
Blaues Wunder
Fernsehturm Wachwitz
Elbschloß Eckberg Altstadtpanorama
Hellendorf - Olympiadenkmal 1936 Weinberg in Diesbar-Seußlitz
Palais im Großen Garten Fürstenzug und Frauenkirche
Goldener Reiter Wiederaufbau Frauenkirche 2004
Kronentor, Zwinger Rudolf-Harbig-Kampfbahn
Semperoper mit König-Johann-Denkmal Hausmannsturm und Kathedrale
Blick von Brühlscher Terrasse auf Schloßplatz Dresdner Schloß
Dem Feuersturm getrotzt: Marienbrunnen Bogenschütze am Königsufer
Rockklub The Church Gorilla Monsoon - Doom!
Am 13. Februar 1945, einem Faschingsdienstag, heulten um 21.45 Uhr in der schönen alten Barockstadt Dresden die Sirenen auf. Um 22.03 Uhr leuchteten Feindflieger der britischen Royal Air Force die nachtklare Innenstadt mit »Christbäumen« aus; zwei Minuten später fielen im Ostragehege die ersten Markierungsbomben; und 22.11 Uhr gab der Masterbomber das Signal zum Angriff. Ab 22.13 Uhr gingen Bomben über Dresden nieder. Sprengbomben zerstörten zuerst Dächer und Fenster. Anschließend fielen Brandbomben. 244 Lancaster- und 9 Mosquito-Kampfflugzeuge warfen in 24 Minuten 900 Tonnen auf den Stadtkern. Der Opa und die Mutter haben das alles mit angesehen.
 
In der Nacht zum 14. Februar 1945, um 1.23 Uhr, kamen die Britenbomber wieder. Diesmal doppelt so viel: ein Verband aus 529 Fliegern mit 650
 000 Brandbomben (1500 Tonnen) an Bord. Phosphor und Brandgel wurden abgeregnet. Die 31 Minuten währende zweite Angriffswelle löste im wehrlosen Dresden einen alles vernichtenden Feuersturm aus. Allein die Innenstadt brannte auf fünfzehn Quadratkilometern. Die feuerroten Brandwolken über Dresden waren noch im 600 Kilometer entfernten Budweis zu sehen. In den Mittagsstunden, ab 12.17 Uhr, bombardierten 311 B-24 der United States Army Air Forces die in Trümmern liegende Stadt mit 1800 Spreng- und 136 800 Brandbomben.
 
Am 15. Februar 1945 wurde erneut Alarm ausgelöst. Ab 11.51 Uhr erfolgte der nächste Angriff durch Terrorflieger. Wieder die US-Luftwaffe. Nach dem Abwurf weiterer 3700 Sprengbomben (460 Tonnen) auf das westliche Stadtgebeiet war die Zerstörung vollständig. Im Elbtal Fliehende wurden von amerikanischen Tieffliegerstaffeln niedergemetzelt.
 
Dresden brannte vier Tage und Nächte. Als sich die Rauchschwaden über den ausgeglühten Ruinen verzogen hatten, war sein Antlitz von Grund aus verwandelt. Geist und Kultur und Erinnerungen waren vernichtet. Prachtbauten wie der Zwinger, das Schloß, die Semperoper und die Frauenkirche lagen in Trümmern. Freiflächen wie der Große Garten und die Elbwiesen wurden getroffen, 25
 000 Häsuer mit etwa 90 000 Wohnungen zerstört. Unzählige hatten alles verloren. Die Zahl der Toten bleibt ungewiß, da sich in der damals 630 000 Einwohner zählenden Stadt abertausende Fliehende aus den Ostgebieten aufhielten. Während erste Schätzungen 25 000 Opfer nannten, rechnete Propagandaminister Goebbels die Zahl auf 200 000 hoch. Die Alliierten behaupteten, daß die Operation »Thunderclap« nur elf Wochen vor Kriegsende notwendig war, weil Dresden »ein Haufen von Rüstungswerken, ein intaktes Verwaltungszentrum und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt« gewesen sei.
 
Jährlich am 13. Februar läuten in Dresden eine Viertelstunde lang die Glocken aller Kirchen.
 
 
(Die Zusammenstellung der Bilder aus der auferstandenen Heimatstadt besorgte Vitus in den Jahren 2000 bis 2005.)