30. FRANKFURT-MARATHON, 30. Oktober 2011
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AUFBAUKÄMPFE
Obertshausener Halbmarathon, 31.7.11
Koberstädter Waldmarathon (Halbmarathon), 28.8.11
Karlsruhe-Marathon, 18.9.11
Lauf gegen das Vergessen Frankfurt (15 km), 3.10.11
Offenbacher Mainuferlauf (10 km), 16.10.11
STRECKE ¤ VORBEREITUNG ¤ MARATHON ¤ STATISTIK ¤ BILDER
Marathon-Manie in Mainhattan Vol. IX - »Sag niemals nie!«
 
 
... »Uns geht die Sonne nicht unter« ... oder auch »Man muß die Feste feiern wie sie fallen«: Jede dieser Redensarten traf für den letzten großen Sturmlauf im Jahr ins Schwarze. 1. konnte ich mir nach einer Kette unliebsamer Erfahrungen - die letzte 2006 - keinen weiteren Start in der Bankenstadt vorstellen. 2. schnürten Laufkameradin Peanut und ich auch nach dem zigsten inneren Rücktritt noch immer die Laufschuhe. Und 3. feierte Frankfurt seinen 30. Geburtstag (und da wurden Geschenke verteilt). Nach viermaliger Verweigerung kehrte man 2011 reumütig zu den Anfängen zurück. Wobei für Peanut mit der Zielankunft in der Festhalle S-c-h-l-u-ß sein sollte...
 
Frankfurt zählt zur ersten Generation der City-Marathons und ist der älteste existierende Stadtmarathon Deutschlands. Zwischenzeitlich hinter die später entstandenen Läufe von Berlin, Hamburg, Köln und München zurückgefallen, brachten Änderungen an der Strecke, die Rekrutierung schneller Kenianer und guter Pacemaker, das günstige Herbstwetter und die Unterstützung der Zuschauer, Frankfurt wieder nach vorn. Man ist die zweite Kraft im Lande. Seit 2009 wird Frankfurt vom internationalen Weltverband mit dem höchsten Prädikat für Straßenläufe ausgezeichnet und gehört als »Gold Road Race« zum Kreis von 16 Marathons auf diesem Niveau (Kriterien sind die Gesamtteilnehmerzahl, die Organisation, Medienarbeit und Fernsehpräsenz, die medizinische Versorgung und die Zeiten der Spitzenathleten). Von einem bayrischen Autotycoon aufgepumpt, standen zum Jubiläum drei Millionen Euro bereit. Ein halbes Milliönchen ging an die Elite. Es sollte ein Angriff auf den Weltrekord gestartet werden. Vorjahressieger Kipsang wollte seinem kenianischen Landsmann Makau Musyoki die in Berlin aufgestellte Bestmarke von 2:03:38 Stunden entreißen. Mit 15
 000 Marathonläufern war erstmals die Kapazitätsgrenze erreicht. Der letzte Sonntag im Oktober 2011 sollte neue Maßstäbe setzen!...
 
.:: DIE STRECKE ::.
Mit 30 Höhenmetern war die Jubiläumsausgabe nicht nur brettflach, sondern auch äußerst rasant. Sie verlief über asphaltierte Hauptverkehrsstraßen mit weiten Kurven und war wegen dem Zeitpunkt im Herbst wie gemacht für Rekordjagden. Nach dem Start an der Messe führte das erste Drittel durchs Frankfurter Westend und die Straßenschluchten des Bankenviertels. Über den Anlagenring ging es auf die linke Mainseite. Auf der langen Achse entlang des Mains führte die Route nun durch die Wohnviertel Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim, und zurück über den Main zur Wende im alten Vorort Höchst. Danach ging es über die Mainzer Landstraße durch Griesheim und den Gallus zuürck, und mit einer letzten Schlinge durch die Innenstadt wieder zur Messe. Um die 400 000 Zuschauer sollten für eine grandiose Stimmung sorgen. Ein besonderes Spektakel versprach die Zielarena in der Festhalle. Wilson Kipsangs Siegerzeit von 2:04:57 Stunden hatte Frankfurt im Vorjahr bereits zum viertschnellsten Marathon der Welt katapultiert. Neben Berlin, Rotterdam und Dubai konnte nur die Laufsportmetropole am Main einen Streckenrekord unter 2:05 Stunden vorweisen. Aber 2011 sollte noch deutlich schneller werden......
 
Interaktive Streckenführung
...... Streckenkarte
Eine weitere virtuelle Führung
...... Streckenvideo
 
.:: DIE VORBEREITUNG ::.
Ich war lange verletzt. Nach einem Bahntraining auf Asche wachte ich am 3. Juni mit einem tauben Sprunggelenk und Schmerzen in der Achillessehne auf. Die Wunde zwang mich zwei Wochen später auch zur Aufgabe beim Hessentagsmarathon. Selbstverarztung durch Schmerzmittel über vier Wochen - erst Ibu, dann Diclo - brachte keine Heilung und der früheste Termin beim Fachmediziner war Anfang August. Die Suche nach einer neuen Existenz und einer Zukunft machte die Sache auch nicht leichter. Kein Gedanke an einen flinken Kilometer. Gewichtsreduktion, Selbstheilungskräfte, aufgeschnittene Socken und die sogenannte Marathonschnürung in den Schuhen, brachten etwas Linderung. So daß ich am Ende der sechsten Verletzungswoche mit vernarbten Sehnen und unter anhaltenden S c h m e r z e n die Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon aufgenommen habe. - Peanut probierte eine verkürzte Vorbereitung von zwölf Wochen mit je fünf Laufeinheiten.
 
 
Ein Trainingsbeispiel - die 6. Woche vom 15. bis 21. August 2011
 
Mo.: 15-km-Tempodauerlauf mit 2 km Ein- und Auslaufen
Di.: VM: 6 km Auflockerung
Di.: NM: Mördereinheit mit Spiridon Frankfurt auf der Sportanlage Babenhäuser Landstraße:
Di.: 30 Min. Erwärmung und Koordination,
Di.: danach 5 x 1000 m mit Tempowechsel alle 200 m, 1 x 600 m, 3 x 400 m und 1 x 200 m,
Di.: anschließend 15 km Mountainbike
Mi.: 16 km Wiederherstellung
Do.: VM: 20 km mit 3 x 3000 m
Do.: NM: 11 km als Tempoarbeiter für Peanut (10-km-Test)
Fr.: 18 km Steigerungslauf
Sa.:
Ausdauer-Lauf bei Nachttau, Morgennebel und Sonne mit der Äthiopierin Haile
Sa.: von Rödelheim an der Nidda nach Dortelweil und über die »Gammachustraße« zurück.
Sa.: Start: 7.20 Uhr, Distanz: 40 km, Zeit: 3:09 Stunden (Trainingsrekord).
Sa.: (Haimanot b e k r e u z i g t e sich danach. Es war deren erster Lauf über 40 km.
Sa.: Gleichzeitig auf derselben Route ein übler Sturz von Peanut!)
Sa.: Nach dem Lauf noch 28 km Rad
So.: 20 km aktive Erholung
Täglich: 20 Min.
Kraft (Rücken, Bauch, seitlicher Rumpf sowie vordere und hintere Oberschenkel), dazu Beweglichkeit und die Frequenzübung »Tapping«
 
 
Nachfolgend die bestrittenen AUFBAUKÄMPFE:
 
.:: DER 1. AUFBAUKAMPF ::.
 
35. HAUSENER VOLKS-WALDLAUF, 31.7.11
(Halbmarathon)
Der Wald trug uns immer weiter
 
Nach meiner schmerzhaften Erfahrung von Oberursel und zwölfwöchiger Abstinenz - sieben für Laufpartnerin Peanut - haben wir einen Wettkampf zu Ende gebracht. Unausgeschlafen, mit Verdacht auf T e i l r i ß der Achillessehne, mit schlechter Form und fünf Pfund über Kampfgewicht bin ich in Obertshausen-Hausen angetreten. Ich habe mich wie 100 gefühlt.
 
Anders als beim Hitzerennen vor drei Jahren mit 30 Grad schon am frühen Morgen, waren die Läufer heute am Frösteln. 14 Grad vermeldete das Rhein-Main-Gebiet für Ende Juli. Der Regen der letzten Tage hatte Matsch auf der Strecke hinterlassen, und mit etwas über Tausend standen deutlich weniger am Start. Für den Halbmarathon waren die gewohnten zwei Runden im Wald zwischen Mühlheim und Offenbach-Bieber abzureißen. Eine Ellipse auf Asche zum Anfang, zwei zum Schluß, dazwischen Schneisen ins Nichts, und Bäume, Bäume, nichts als Bäume auf flachem Boden...
 
Auch in Äthiopien gibt es Bäume. Und in jenen wächst sie in Scharen: die kleine und leichte Rasse der Langstreckenkämpfer mit dem lockeren, ungekünstelten Schritt. Alles Naturbegabte, nicht wenige potentielle Jahrhunderttalente. Darüber entscheiden der Wille, der Fleiß - und die notwendige Unterstützung. Mit Haimanot Haile ist eine von ihnen in meiner Trainingsgruppe. Schon als kleines Mädchen morgens ein Schulweg von 20 Kilometern, mittags dann 20 zurück: Sie hat das in der Heimat, eine Tagesreise von Addis Abeba entfernt, alles mitgemacht. - Nach einem am Dienstag vage beredeten Start, trieb sich die junge Afrikanerin heute im Busch bei Hausen rum - und hatte nicht nur alle Frauen lang gemacht, sondern auch Hessens Männer blamiert. Nur acht waren schneller. Des Deutschen kaum mächtig, wäre die Kleinste im ganzen Feld dabei fast um ihren Preis gebracht worden: Die Datenbank der Zeitonkels hatte dem Namen »Haile« das Geschlecht »M« zugeordnet und Haimanot als 8. Mann und 2. der M20 gewertet. Doch Haile ist nicht gleich Gebrselassie. Es war meine größte Tat am heutigen Tage, daß ich das Endresultat korrigieren konnte und Haimanot als Siegerin mit einer Ledertasche des Sponsors belohnt wurde.
 
Für Peanut und mich war der Tag ernüchternd. Der körperliche Zerfall und Sorgen um ein Morgen geben keine guten Zeiten und auch keinen Treppchenplatz mehr her. Es waren glückliche Fügungen, die den Abgang erträglich machten. Das Wichtigste war ohnehin, daß organisch alles gehalten hatte. Den Ärger über die verpaßte Rückfahrt - an Sonntagen fährt zwischen Rödermark und Wiesbaden nur alle Stunde eine S1 - habe ich mit drei Bindings und einem zwielichtigen Itaker vorm Bahnhofskiosk heruntergespült. Dabei trugen die Lungen noch den Atem des Waldes.
 
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
bedeckt, 14ºC, Windstille
 
Teilnehmer gemeldet:
1059 (Halbmarathon, 10 km, 5000 m, Walking, 1000 m, 400 m, 200 m)
Teilnehmer im Ziel:
919
Halbmarathonläufer im Ziel:
321 (M: 252 / W: 69)
 
Männer
1. Benjamin Klinkert (Frankfurt) 1:18:21
2. Uwe Bernd (LG Rüsselsheim) 1:18:50
3. Marcel Martin (-) 1:19:04
18. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:27:25 (4. M50, 19. Gesamt)
 
Frauen
1. Haimanot Haile (Spiridon Frankfurt) 1:24:25
1. Regina Blatz (TV Salmünster) 1:29:30
3. Kerstin Engelmann-Pilger (Frankfurt) 1:31:48
41. Peanut (Spiridon Frankfurt) 1:57:41 (8. W45, 250. Gesamt)
 
Ergebnisse

Team Endzeit
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Pressemitteilung PM 11/2011, 22. August
 
Sensationelle Rekordzahlen beim BMW Frankfurt Marathon:
Bereits 10000 Meldungen für den Laufklassiker am Main

 
Der BMW Frankfurt Marathon sprengt alle bislang bekannten Dimensionen: 70 Tage vor dem Laufklassiker am 30. Oktober ist die Schallmauer von 10000 Meldungen für das Rennen über 42,195 Kilometer durchbrochen worden. Die Stadt Frankfurt am Main steht damit vor ihrem größten Marathonlauf in der 30-jährigen Geschichte seit 1981. »Was sich hier tut, ist einfach sensationell. Die bisherigen Zahlen übertreffen selbst meine kühnsten Erwartungen«, sagt Renndirektor Jo Schindler. Zum Vergleichszeitraum 2010 hat der BMW Frankfurt Marathon bei den Meldezahlen um knapp 30 Prozent zugelegt, und daß der Veranstaltungsrekord aus dem Jahr 2009 (12614) deutlich übertroffen wird, ist schon längst keine Frage mehr. [...]
 
Daß alle Marathonläufer/innen in diesem Jahr anläßlich des Jubiläums einen Asics-Rucksack geschenkt bekommen, ist sicher nur ein Grund für den Boom beim BMW Frankfurt Marathon. Die vielfach gelobte Organisation der Sportagentur »motions events«, die nochmals leicht modifizierte schnelle Strecke für Top- und Breitensportler, der atmosphärisch dichte Zieleinlauf in der Festhalle, der umfangreich gefüllte Starterbeutel, die kostenfreie Nudelparty sowie die moderaten Meldegebühren sind weitere Argumente pro Frankfurt. Apropos: Bis einschließlich 31. August gilt noch die ermäßigte Startgebühr in Höhe von 65 Euro, vom 1. September bis 10. Oktober sind es dann 70 Euro. Nachmeldungen vor Ort können am 29./30. Oktober abgegeben werden und kosten 80 Euro. [...]
 

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.:: DER 2. AUFBAUKAMPF ::.
 
33. KOBERSTÄDTER WALDMARATHON, 28.8.11
(Halbmarathon)
Und ewig lockt der Wald
 
»Start am Rathaus. B3 überqueren. Asphaltweg bis Lauftreff. Brandschneise bis 1. Schneise (Speierhügel-Schneise). Rechts abbiegen bis Offenthaler Schneise. Links abbiegen auf Dammweg bis 1. Schneise rechts. Rechts abbiegen auf Falzenbornwiesen-Schneise. Schneise stößt auf Offenthaler Viehtrieb. Freies Feld, dann kleines Waldstück bis 1. Feldweg links. Feldweg nach Norden bis Kläranlage, dann links 100m. Dann rechts bis Baumschule Ehlert. Weiter bis Asphaltweg, dann links abbiegen. Dem Asphaltweg folgen bis Waldrand. Am Waldrand rechts, dann gleich wieder links auf Phillipseicher-Schneise abbiegen. Bis Brandschneise laufen, dann rechts abbiegen. Brandschneise westlich bis Speyerhügel-Schneise. Links auf Speyerhügel-Schneise bis Offenthaler-Schneise. An Offenthaler Schneise rechts abbiegen. Laufen bis erste Schneise rechts, dann über Krause Buche bis Brandschneise. Zurück zum Stadion.« ...... So spannend kann ein improvisiertes Blind Date bei Darmstadt sein...... Unter der Woche waren schwere Unwetter über Südhessen gezogen. Bäume waren umgeknickt, Äste locker. Am Donnerstag hatten die Forstämter Darmstadt und Langen die Genehmigung zur Laufveranstaltung zurückgezogen. Jedoch hatte der Langener Revierleiter tags darauf Ersatz in seinem Wald angeboten. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion entstand eine Notstrecke, die sich im Norden der Koberstadt mit einem Seitensprung nach Offenthal bewegte. Leider fehlten der Unbekannten zum Halbmarathon 300 Meter, und aus den 155 Höhenmetern der alten Schleife waren gefühlte 200 geworden. Neben Löchern und Pfützen warteten windanfällige Felder. Beim Marathon mußte die Route aus Sicherheitsgründen (Sturmschaden) noch während des Wettkampfs geändert werden. Manche wurden fehlgeleitet. Am Ende maß der Marathon nur 40 Kilometer, und die Veranstaltung war vom Straßen- zum Volkslauf degradiert.
 
Nach einer Nacht zwischen Frieren, Schwitzen und einer Stunde Ruhe hatte ich mit Peanut auf der Fahrt nach Südhessen Haimanot aufgesammelt. Eine Stunde vorm Start waren wir zu viert in Egelsbach angelangt. Bei ihrer Vorbereitung hatte die Äthiopierin im Zelt eine Tube gefunden und sich mit dem Inhalt die Beine eingecremt. Als sie mich nach einer Meinung frug, war der Hirschtalg schon eingezogen. Ferner hatte Haimanot mir mit zittrigen Händen einen afrikanischen Zopf geflochten und überm Nacken fixiert, so daß ich erstmals seit einer Ewigkeit wieder Wind im Rücken spürte.
 
Punkt 9.45 Uhr wurde der Halbmarathon freigegeben. Haimanot und ich liefen auf einem Niveau. Mal war der eine hundert Meter voraus, dann wieder der andere. So ging das hin und her. Am Ende lag ich eine Stadionkurve vorn und war trotz Achillessehnenproblemen eine Minute schneller als 2009, als die Koberstadt noch flacher und der Boden glatter war. Die kleine Frau aus Gamo-Gofa hatte ihre ärgste Gegnerin acht Minuten abgehängt. Neben einem hohen Pokal erhielt Haimanot einen Gutschein eines Egelsbacher Sportladens über 60 Euro. Helden waren heute der aus dem Ruhrgebiet gekommene Sieger des Halbmarathons, der die schweineharte Notrunde in 72 Minuten schaffte, dazu mein Mädel. Peanut war vor einer Woche auf ihrer 36-Kilometer-Runde gestürzt - und hatte dabei noch die Engel auf ihrer Seite gehabt! Trotz Schrammen am ganzen Körper war sie unverdrossen weitergelaufen, und hatte heute trotz zerschundener Lippe und Knieschmerzen, sowie Behinderungen auf der Strecke durch eine Feuerwehr und ein Pferdefuhrwerk, den Halbmarathon im Mittelfeld beendet. Jeder Ankommer wurde mit einem schwarzen Trikot aus der Koberstadt beschenkt.
 
Hilfswerk
Mit Laufschuhen kannst du helfen, die Notleidenden im Marathonland Äthiopien zu unterstützten. Die Sammlung geht bis Ende Oktober. Dann werden die Schuhe abgeholt und nach Afrika gebracht. Es wird alles gebraucht, auch Altkleider. Melde dich hier:
...... Ostafrika-Hilfswerk
 
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
Sonne und Wolken, 18ºC, schwacher bis mäßiger Wind
 
Teilnehmer im Ziel:
1125 (Marathon [40 km]: 178, Halbmarathon [20,9 km]: 793, 10 km: 154)
Halbmarathonläufer im Ziel: 793 (M: 560 / W: 233)
 
Männer
1. Marc-André Ocklenburg (Ayyo Team Essen) 1:12:20
2. Stefan Rauch (RV Viktoria Wombach) 1:16:16
3. Alexander Görzen (LG Steinlach) 1:17:41
17. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:24:11 (5. M50)
 
Frauen
1. Haimanot Haile (Spiridon Frankfurt) 1:24:37
2. Marion Peters-Karbstein (LT Egelsbach) 1:32:16
3. Christina Poetzsch (Kronberg) 1:33:06
90. Peanut (Spiridon Frankfurt) 1:56:40 (19. W45)
 
Ergebnisse

Championchip
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Pressemitteilung PM 12/2011, 7. September
 
Gipfeltreffen zum 30. Geburtstag: Beim BMW Frankfurt Marathon treffen Kipsang, Kirwa, Cheruiyot und Kigen aufeinander
Alle Gewinner der Jahre 2005 bis 2010 am Start / Auch Boston-Sieger Deriba Merga sagt zu / André Pollmächer und Susanne Hahn kämpfen um Olympia 2012
 
Das Elitefeld des BMW Frankfurt Marathon am 30. Oktober ist nahezu komplett - und es sind weitere große Namen hinzugekommen für die Jubiläumsveranstaltung. Nach Streckenrekordhalter und Vorjahressieger Wilson Kipsang (Kenia/2:04:57 Stunden) sowie dessen Vorgänger als Kursbester, Gilbert Kirwa (Kenia/2:06:14 Stunden/2009), hat nun auch der Sieger des Jahres 2008 seine Startzusage gegeben: Robert Kiprono Cheruiyot hatte das Traditionsrennen vor drei Jahren als Debütant gewonnen und sich damit für noch höhere Ziele empfohlen. Eines davon realisierte der mittlerweile 23-jährige Kenianer mit seinem Sieg beim Boston-Marathon 2010 in persönlicher Bestzeit von 2:05:52 Stunden. »Robert wollte unbedingt in Frankfurt dabei sein, obwohl sein Management auch andere, finanziell lukrativere Angebote hatte«, sagt Christoph Kopp, der Sportliche Leiter des BMW Frankfurt Marathon. »Und ich bin ganz sicher: Er wird vorne mitmischen, so lange ihn die Füße tragen.« Wie auch im Jahr 2009 in Frankfurt, als Cheruiyot beim Rekordlauf von Kirwa in 2:06:23 Stunden Zweiter wurde. Mit Kipsang, Kirwa und Cheruiyot treffen am 30. Oktober jene drei Kenianer aufeinander, die in den Jahren 2008 bis 2010 für absolute Weltklasseresultate gesorgt haben. Sportliche Sonderklasse garantiert das Trio ohnehin, ein Highlight in der Veranstaltungshistorie ist das Aufeinandertreffen obendrein.
 
Längst zur Legende geworden beim BMW Frankfurt Marathon ist der mittlerweile 36-jährige Wilfred Kigen. Der Seriensieger der Jahre 2005 bis 2007 wird in der Mainmetropole seinen wahrscheinlich letzten Marathonlauf absolvieren und sich noch einmal mit der Weltklasse messen. Siegchancen hat der Kenianer nicht - aber die mehreren hunderttausend Zuschauer entlang der Strecke werden dem Routinier bei seiner fünften Frankfurt-Teilnahme sicherlich einen gebührenden Abschied bereiten. Und dabei nicht vergessen haben, daß Kigen eines seiner vier Kinder auf den Namen Frank hat taufen lassen. »Daß wir die Gewinner der Jahre 2005 bis 2010 allesamt präsentieren können, paßt natürlich optimal zum 30. Geburtstag unseres Marathons«, sagt Renndirektor Jo Schindler.
 
Mächtig Druck machen wird in Frankfurt auch der 30-jährige Äthiopier Deriba Merga - und dabei zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten auf Kipsang treffen. Merga, Boston-Sieger des Jahres 2009, hatte den Kenianer bereits Anfang März beim Lake Biwa Marathon in Japan herausgefordert und erst nach 39 Kilometern abreißen lassen müssen. Kipsang gewann in Kursbestzeit von 2:06:13 Stunden, Merga kam als Zweiter genau drei Minuten später ins Ziel. Seinen persönlichen Rekord (2:06:38) ist der Äthiopier als Sechster des London-Marathons 2008 gelaufen. »Wenn er läuft, dann mit dem Kopf durch die Wand. Deriba ist ein Frontrunner, der als Pacemaker für Frankfurt allererste Wahl ist«, sagt Kopp. Wobei Pacemaker in diesem Zusammenhang nicht mit »Tempomacher« übersetzt werden darf; denn Merga will natürlich durchlaufen und seine Siegchance suchen. »Daß es beim BMW Frankfurt Marathon einmal zum Duell zweier Boston-Gewinner kommen wird, hätte ich vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten. Das ist ein Beleg für die sensationelle Entwicklung der Veranstaltung«, sagt Schindler. Die ewig junge Auseinandersetzung Kenia gegen Äthiopien verspricht auch in der Börsenmetropole Hochspannung. Und die internationale Extraklasse des Männerfelds dokumentiert die erweiterte Startliste: Acht Männer sind bereits unter 2:08 Stunden geblieben.
 
Traditionsgemäß wird beim BMW Frankfurt Marathon auch die deutsche Farbe gespielt. Neben der 2008er-Siegerin Sabrina Mockenhaupt und Jan Fitschen wollen sich am 30. Oktober auch Susanne Hahn und André Pollmächer für die Olympischen Spiele 2012 qualifizieren. Zu dem »deutschsprachigen Paket« gehört bereits seit dem Frühjahr zudem Günther Weidlinger, der seinen österreichischen Staatsrekord von 2:10:47 Stunden deutlich verbessern möchte. Für Pollmächer, der vor drei Jahren in Frankfurt als Debütant den 18. Platz (2:14:18) belegt hatte, ist es der vierte Karrierestart über die klassische Distanz von 42,195 Kilometern. Und das Ziel des 28-Jährigen ist klar definiert: Pollmächer greift in Frankfurt die Olympianorm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) von 2:12 Stunden an. »Er ist gut in Form und absolviert derzeit große Umfänge«, sagt Kopp. Bislang hat sich noch kein deutscher Marathonläufer das Olympiaticket gesichert, wobei Pollmächer als aussichtsreichster Kandidat gilt. [...]
 

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.:: DER 3. AUFBAUKAMPF ::.
 
29. BADEN-MARATHON KARLSRUHE, 18.9.11
(Klick auf das Emblem öffnet separaten Bericht):
Streak, 21. September
 
Vom 26.12.08 bis 21.9.11 bin ich 1000 Tage ununterbrochen täglich gelaufen.
Buchempfehlung, 24. September
 
Am Tag der offenen Tür führte der Krimi-Autor Gerd Fischer zwischen 16 und 17 Uhr in der Sportfabrik der FTG Frankfurt eine Lesung zu seinem Buch »Lauf in den Tod« durch - quasi direkt am Tatort und voller Bezüge zum Frankfurt-Marathon! Fischer, Freiberufler und seit 1991 in Bockenheim lebend und arbeitend, hat selber zehn Marathons in den Knochen (Bestzeit: 3:30 Stunden). 2006 veröffentlichte er seinen ersten Krimi »Mord auf Bali«, zugleich Kommissar Rauschers erster Fall. Es folgten »Lauf in den Tod«, »Der Mann mit den zarten Händen« und »Robin Tod«. Zu kriegen ist »Lauf in den Tod« hier.
 
 
Weltrekord, 25. September
 
Am 25.9. verbesserte der Kenianer Patrick Makau Musyoki beim Berlin-Marathon den Weltrekord über die 42 Kilometer auf
2:03:38 Stunden.
Pressemitteilung PM 14/2011, 29. September
 
Schnelle Frauen für den BMW Frankfurt Marathon
Drei Äthiopierinnen fordern Agnes Kiprop (Kenia) und Sabrina Mockenhaupt

 
Vier Wochen vor dem Startschuß des BMW Frankfurt Marathon hat der Sportliche Leiter Christoph Kopp das komplette internationale Elitefeld der Frauen bekannt gegeben. »Zum 30. Geburtstag ist es uns gelungen, das bislang stärkste Feld in der langen Geschichte der Premium-Veranstaltung zusammenzustellen«, sagt Kopp. Insgesamt zehn Topläuferinnen mit Bestzeiten unter 2:30 Stunden werden am 30. Oktober um 10 Uhr vor dem Messeturm an der Startlinie stehen. Und nach Lage der Dinge dürfte es dabei zum ewig jungen Duell zwischen Kenia und Äthiopien kommen. Herausgefordert werden die schnellen Afrikanerinnen von europäischen Eliteläuferinnen. Unter anderen von der 32maligen deutschen Meisterin Sabrina Mockenhaupt (Bestzeit 2:26:21), der Britin Liz Yelling (2:28:33), der Ungarin Aniko Kalovics (2:29:04) sowie Kirsten Melkevik aus Norwegen (2:29:12). Wie die 2008er-Frankfurt-Siegerin Mockenhaupt werden auch Susanne Hahn (2:29:26) und die österreichische Staatsrekordhalterin Andrea Mayr (2:30:43) auf die Jagd nach der Olympianorm für London 2012 gehen.
 
Angeführt werden die Topathletinnen von der 19jährigen Merima Mohammed aus Äthiopien. In 2:23:06 Stunden gewann sie im Vorjahr den Toronto-Marathon, in diesem Jahr hat Mohammed zwei Marathonwettkämpfe absolviert. In Mumbai wurde sie Zweite (2:26:57), das Mai-Hitzerennen von Düsseldorf gewann sie in 2:28:15 Stunden. Mit Agnes Kiprop aus Kenia kehrt am 30. Oktober eine frühere Frankfurt-Siegerin zurück in die Mainmetropole. Die 32Jährige hatte im Jahr 2009 in 2:26:57 Stunden triumphiert, im Vorjahr wurde sie Dritte in persönlicher Bestzeit (2:24:07). Bei ihrem dritten BMW Frankfurt Marathon in Folge stehen zwei Zielsetzungen ganz klar im Vordergrund: der Sieg und ein neuer persönlicher Rekord unter 2:24 Stunden. Ihre sehr gute Form hat Kiprop bereits im Frühjahr als Zweite des Paris-Marathons (2:24:43) dokumentiert.
 
Mamitu Daska ist nur unwesentlich langsamer, die Bestzeit der 27jährigen Äthiopierin liegt bei 2:24:19 Stunden. Gelaufen im Januar 2010 als Siegerin des Dubai-Marathons. In diesem Jahr gewann Daska bereits den Houston-Marathon (2:26:33). Dritte Sieganwärterin aus Äthiopien ist Fate Tola. Die 23Jährige hatte sich im April als Überraschungssiegerin beim Wien-Marathon (2:26:21) sehr gut in Szene gesetzt. Trainiert wird sie von Alexander Mikitenko, dem Ehemann und Coach von Irina Mikitenko.
 
»Drei ganz schnelle Frauen aus Äthiopien gegen die Kenianerin Kiprop - das ist eine herausragende Konstellation«, sagt Renndirektor Jo Schindler. Einen äthiopischen Sieg gab es beim ältesten deutschen Stadtmarathon noch nie - weder bei den Frauen noch bei Männern. Aber bereits fünf Mal holten sich kenianische Läuferinnen den Sieg. Den Anfang machte Angelina Kanana 1998, es folgten Esther Barmasai (1999, 2000), Kiprop (2009) und im Vorjahr Caroline Kilel mit neuem Streckenrekord (2:23:25).
 

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8. LAUF GEGEN DAS VERGESSEN, FRANKFURT, 3.10.11
(15 km)
Lauf in den Tod...
 
war nicht die Losung des Volkslaufs am »Tag der Einheit«, sondern der Titel des Frankfurt-Krimis, dessen Tatorte im Niddatal liegen und dessen Figuren fiktive Mitglieder des Ginnheimer Lauftreffs sind, der wiederum den »Lauf gegen das Vergessen« ausrichtete. Im Abspann wurden auch Krimis von Gerd Fischer verlost. - Viele Stunden zuvor hatte unser Telefon geklingelt: Haimanot hatte in ihren Körper reingehorcht und sich für einen Wettkampf entschieden. Da waren´s aber nur noch zwei Stunden bis zum Start. Und wie ohne Auto von Dreieich in den Frankfurter Niddatalpark kommen? Zudem mußten Peanut und ich los, da unser eigener Wettkampf nahte. Ohne uns wollte Haimanot aber nicht laufen. Damit war ihr Sieg im 10-Kilometer-Lauf versiebt.
 
Rund 600 Menschen hatten sich an jenem Altweibersommertag im Frankfurter Westen eingefunden. Viele mit Wanderstöcken und lockerem Mundwerk bewaffnet, manche im Rollstuhl sitzend, einen ebensolchen schiebend, oder per Handrad unterwegs, andere locker trabend, manche auch laufend. Bubis, Hausfrauen, Tönnchen, rüstige Kranke, und auch paar Schnelle. Wer zu spät kam, erhielt kein Andenkenhemd mehr. Insgesamt waren 10
 000 Euro zugunsten der Alzheimerkranken zusammengekommen. Aber uns interessierten nur die sportlichen Zahlen: Treppchenplätze und Bestzeiten über 15 Kilometer.
 
Start und Ziel lagen vor der Kampfbahn von Blau-Gelb. Von dort führten weiße Mineralwege vorbei an der kleinen Thingstätte »Südbastion«, durch den Niddatalpark hinauf zur »Hausener Terrasse«, von dort durch das Praunheimer Wäldchen zur Nidda, entlang dem »Nachtigallenwäldchen« zum Ginnheimer Wäldchen, und an der »Nordbastion« vorbei zurück zum Startpunkt. Eine herrliche, noch unterm Rauhreif der Nacht liegende Runde - wäre sie nicht breitflächig von Menschen verstellt gewesen. Während ich mich nach 59 Minuten ins Ziel gepflügt hatte, brauchte Peanut für ihre 15 Kilometer mitten durch den Pöbel 77 Minuten. Dabei wurde sie nur wenige Meter vorm Zielstrich von einer Dame mit unerlaubtem Radbegleiter noch vom 1. Platz der Frauen verdrängt. Wir waren Dritter und Zweite über die Langdistanz geworden. Einige 10-Kilometer-Starter, die sich nach 32 Minuten ins Ziel trauten, wurden durch Videokontrollen als Betrüger entlarvt.
 
Ab 13 Uhr sollten die Ehrungen beginnen. Während ein Spiridoni mit englischen Wurzeln die Zeit mit Weizen und blauem Dunst killte, andere dem Gaudi und der Geselligkeit frönten und sich an Infoständen, Hüpfburg, Kaffeeklatsch, Livemusik, Tanzgruppen, Gymnastikgruppen, Gardekorps und einer Tombola ergötzten, wollten wir eigentlich nur unsere Urkunden und nichts wie weg. Biorunner Reinhardt W. nebst Gattin auch. So begann die Tombola. Gutscheine wurden verlost, kistenweise Schals, Nummernbänder, Apfelwein, Scheiße für den Pöbel... Das Fundbüro gab eine Sonnenbrille und einen Brustgurt zurück... Nachdem 2 ½ Stunden nach meinem Zieldurchlauf (um 14.15 Uhr) auch noch das Wochenende an der Müritz an den Mann gebracht war, haben wir unsere Ränzlein geschnürt und sind ohne Ehrung abgedampft. Für vieles hat es gereicht - nicht jedoch zu einem feuchten Händedruck für die Sportler. So kam´s aber auch nicht zum Eklat. Denn einer der Hundsaffen vor mir hatte meine Warnrufe beim Marsch durch die lebenden Toten moniert. Vermutlich hätte es bei der Ehrung aufs Maul gegegeben. Ein Tag zum Vergessen! P. sinnierte: »Warum sie den Lauf nicht gleich als Wanderlauf ohne Wettkampfcharakter freigeben ist mir ein Rätsel.«
 
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter: wolkenlos, 26ºC, leichter Wind
 
Teilnehmer im Ziel: 519 (15 km, 10 km, 5 km 3 km, Sportgehen, Rollstuhlfarer)
15-km-Läufer im Ziel: 56 (M: 41 / W: 15)
 
15 km Männer
1. Mackus Wanner (-) 57:52
2. Jan Annedijck (Bio-Runner Rhein-Main) 59:19
3. Mario Voland (Spiridon Frankfurt) 59:30 (PB / 1. M50 / 3. Gesamt)
 
15 km Frauen
1. Claudia Kissel (-) 1:17:20
2. Antie Tarant (Spiridon Frankfurt) 1:17:23 (PB / 2. W45 / 29. Gesamt)
3. Carmen Jäger (TV 1861 Bad Schwalbach) 1:18:37
 
Ergebnisse
Chipzeit
Der Kampf in einer BILDERTAFEL... anklicken............
Rundschreiben, 14. Oktober
 
BMW Frankfurt Marathon 2011 ausgebucht!
 
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der BMW Frankfurt Marathon ist ausgebucht! Für die Jubiläumsveranstaltung, der älteste deutsche Stadtmarathon feiert am 30. Oktober 2011 seinen 30. Geburtstag, liegen 15000 Meldungen vor. Die Kapazitätsgrenze ist somit erreicht. Gestrichen wurde deshalb die Nachmeldemöglichkeit vor Ort, geplant hierfür waren der 28. und 29. Oktober. Aus- bzw. überbucht war der älteste deutsche Stadtmarathon zuvor nur einmal: Im Jahr 1985 gingen 10300 Meldungen ein, akzeptiert wurden letztlich 8776. Im vergangenen Jahr verzeichnete der BMW Frankfurt Marathon 12500 Meldungen, der bisherige Höchststand wurde im Jahr 2009 mit 12614 Meldungen erreicht.
 

www.bmw-frankfurt-marathon.com
 
Vorsehung, 16. Oktober
 
Im letzten Augenblick sind wir nicht zum 19. OFFENBACHER MAINUFERLAUF gefahren. Wir waren dort für den 10-Kilometer-Lauf angemeldet. Das Schicksal wollte es anders.
Pressemitteilung PM 31/2011, 28. Oktober
 
Weltrekordjagd beim BMW Frankfurt Marathon

 
Ein Rekord-Teilnehmerfeld und eine Jagd auf den Weltrekord wird es am Sonntag beim 30. BMW Frankfurt Marathon geben: Für das Jubiläumsrennen, das um 10 Uhr am Messeturm gestartet wird, liegen 15000 Anmeldungen vor. Für das sportliche Highlight will der Kenianer Wilson Kipsang sorgen, der den Weltrekord von 2:03:38 Stunden angreifen möchte. Die Wettervorhersage für das Rennen ist ideal: Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius, kein Regen und kaum Wind sind zu erwarten. Der BMW Frankfurt Marathon ist ein IAAF Gold Label Race und gehört damit zur höchsten Kategorie der internationalen Straßenläufe.
 
»Wir wollen den BMW Frankfurt Marathon weiter zu einer starken internationalen Marke ausbauen«, erklärte Race-Direktor Jo Schindler, der deutliche Teilnehmerzuwächse verzeichnen konnte und erstmals seit 1985 das Teilnehmerlimit von 15000 Läufern erreichte. »Wir haben im Marathon einen Zuwachs von 25,55 Prozent - eine derartig starke Steigerung kam sehr überraschend«, erklärte Jo Schindler, der alle Wettbewerbe zusammengerechnet sogar auf 24960 Teilnehmer kommt.
 
Passend zum Jubiläumsrennen wird es erstmals in der Geschichte des BMW Frankfurt Marathon einen Weltrekordangriff geben. Der Kenianer Wilson Kipsang, der das Rennen vor einem Jahr mit einem famosen Streckenrekord von 2:04:57 Stunden gewann, will versuchen, die Bestmarke zu knacken. Erst vor fünf Wochen hatte sein Landsmann Patrick Makau in Berlin den Rekord auf 2:03:38 Stunden verbessert. »Ich bin zuversichtlich, daß ich den Streckenrekord brechen werde und wenn es geht, möchte ich auch den Weltrekord unterbieten. Ich will von Beginn an Zwischenzeiten laufen, die im Bereich des Weltrekordes liegen«, erklärte Wilson Kipsang.
 
Das Männer-Elitefeld des BMW Frankfurt Marathon ist das Beste in der Geschichte des Laufes. Gleich 16 Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden werden in das Rennen gehen. Drei von ihnen waren bereits schneller als 2:07, neun stehen mit Bestzeiten von unter 2:08 Stunden am Start. Neun Läufer unter 2:08 Stunden standen bisher erst einmal bei einem deutschen City-Marathon am Start: 2010 in Berlin. Die voraussichtlich schärfsten Konkurrenten von Wilson Kipsang werden sein Landsmann Robert Kiprono Cheruiyot (2:05:52) und der Äthiopier Deriba Merga (2:06:38) sein.
 
Auch aus deutscher Sicht wird es spannend beim BMW Frankfurt Marathon, denn André Pollmächer (Rhein-Marathon Düsseldorf/Bestzeit: 2:13:09) peilt die deutsche Olympia-Norm von 2:12:00 Stunden an. Außerdem sind Stefan Koch (LG Braunschweig/2:15:38) und Jan Fitschen (TV Wattenscheid/2:20:15) im Rennen.
 
Das Frauenfeld ist nicht ganz so spektakulär besetzt wie das Männerrennen, aber trotzdem hochkarätig. 13 Läuferinnen mit Bestzeiten von unter 2:30 Stunden wurden verpflichtet. Darunter sind vier, die bereits schneller als 2:25 waren: Merima Mohammed (Äthiopien/2:23:06), Rita Jeptoo (2:23:38), Agnes Kiprop (beide Kenia/2:24:07) und Mamitu Daska (Äthiopien/2:24:18). Ebenfalls vorne mitmischen wollen Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg/2:26:21), die in Frankfurt 2008 gewann, und Fate Tola (Äthiopien), die mit 2:26:21 bisher genauso schnell war wie die Deutsche. Sabrina Mockenhaupt strebt eine persönliche Bestzeit an, die Olympianorm von 2:30:00 Stunden sollte keine Hürde sein.
Diese Zeit strebt auch Susanne Hahn (SV schlau.com Saarbrücken) an, die erstmals seit ihrer Babypause wieder Marathon laufen wird.
 
www.bmw-frankfurt-marathon.com
Hier Vitus´ 16 TRAININGSWOCHEN vom 11. Juli bis 30. Oktober in der Übersicht:
 
01. Wo. (122 km): Training
02. Wo. (133 km): Training
03. Wo. (101 km): Halbmarathon (18. in 1:27:25)
04. Wo. (150 km): Training
05. Wo. (140 km): Training
06. Wo. (160 km): Training
07. Wo. (105 km): Halbmarathon (17. in 1:24:11)
08. Wo. (161 km): Training
09. Wo. (124 km): Training
10. Wo.
0(98 km): Angepaßte Erholung - KARLSRUHE-MARATHON (38. in 2:58:57)
11. Wo. (101 km):
Wiederherstellung
12. Wo. (151 km): Training
13. Wo. (130 km): 15-Kilometer-Lauf (3. in 59:30)
14. Wo. (153 km): Training
15. Wo. (123 km): Direkte Wettkampfvorbereitung
16. Wo.
0(99 km): Angepaßte Erholung - FRANKFURT-MARATHON (450. in 2:54:27)
Gesamt: 2051 km
 
.:: DAS RENNEN ::.
 
30. BMW FRANKFURT MARATHON, 30. Oktober 2011
Freitag, 28. Oktober
 
Mit einer Illusion meiner äthiopischen Schicksalskameradin fing der Marathon für mich an. Haimanot, die wegen allgemeiner Niedergeschlagenheit fehlen sollte, hatte mich angerufen und von ihrem Traum gesprochen... daß ich »den Marathon ganz schnell - in 2:40 Stunden - laufen würde.« - Startunterlagenausgabe, Abholung des Jubiläumsrucksacks mit Teilnehmertrikot sowie Frankfurtgutscheinen im Wert von 250 Euro, und ein Besuch zwischen den 45
 000 auf der Marathonmall in der Messehalle 1: Das hatten Peanut und ich Freitagnachmittag erledigt. Drei Stunden waren wir unterwegs. Zu bestaunen gab´s unter anderem eine historische Ausstellung mit zehn Vitrinen, in denen Streckenpläne, Startnummern, Zeitungen, Medaillen und sonstige Andenken aus drei Jahrzehnten Frankfurt-Marathon seit 1981 lagen. So erhielt etwa die 3. Siegerin der W45 beim DB-Marathon 1988 damals noch einen graublauen Apfelweinkrug, auch »Bembel« genannt. Ich selbst durfte heute beim Drehen des Rads vom Sportamt zwei Blusen von der Frauenfußball-WM abstauben.
 
Sonnabend, 29. Oktober
 
Für den Marathon drohte eher Unheil. Frankfurt war mein s e c h s t e r Marathon in diesem Kalenderjahr. Vier endeten unter der Drei-Stunden-Marke, einer als Aufgabe. Als Resultat hatte ich eine Krankenakte so dick wie das Frankfurter Telefonbuch. Neben einer seit Monaten vernarbten Achillessehne links und Ischiasproblemen rechts, hatte ich vor drei Wochen einen Muskelriß in der rechten Wade erlitten, acht Tage vorm Marathon war ich auf die Wirbelsäule gestürzt, tags darauf hatte ich mich durch 30 zu euphorische Kilometer kaputtgelaufen, und vier Tage vorm Marathon hatten sich auch noch unergründliche Muskelschmerzen im linken Oberschenkel eingestellt. Ein Nabelbruch und die drückenden Sorgen im Kopf waren sowieso ein Dauerzustand. Bei so viel Weh konnte auch der liebe Gott nicht mehr helfen. Eine halbe Stunde vor Mitternacht bin ich mich mit Peanut ins Bett gegangen. Durch die Umstellung der Uhren auf Winter wurde uns eine Stunde Schlaf geschenkt. Damit fand ich sechs Stunden Ruhe, P. kam auf sieben.
Hauptwache mit Commerzbank Tower (© Frankfurt-Marathon)
Sonntag, 31. Oktober
 
Gude FRANKFURT! Wir hatten uns diesmal in die individuelle Marathon-Lounge unserer Laufgruppe im Hotel »Maritim« an der Festhalle eingebucht, das früher auch das Haus der Stars war. Für das sportliche und gesellschaftliche Schlaglicht im Jahr hatte Spiridon Frankfurt im 1. Stock die Konferenzräume »Berlin«, »Köln«, »München« und »Hamburg« angemietet. Mit Blick auf den Marathonstartplatz konnten wir uns dort ungestört umziehen, die Taschen einlagern und hatten nur paar Meter zum Start. Als Verantwortliche waren ab 8 Uhr Kminek und Pfeiffer anwesend, halb 9 traf die schnelle Frauenabteilung ein, und schon früh am Morgen lag eine ganz besondere Stimmung über dem Marathonhauptquartier von Spiridon. Stammkraft Efendiew hatte mir zwar jeden Dienstag auf der Bahn die Hacken gezeigt - dann aber ganz vergessen sich für den Wettkampf anzumelden. Und dann war Frankfurt ausgebucht, da konnte ihm auch sein Job bei einem der großen Geldgeber nicht helfen. Der Aserbaidschaner hatte das Glück, für 160 Euro auf einer Auktionsplattform und 10 Euro Ummeldegebühr noch eine Nummer zu ergattern. Ein Mannschaftsfoto wurde gemacht, und nach einem Handschlag mit Kurt Stenzel folgten wir dem Übungsleiter um 9.40 Uhr über die Rolltreppe zum Startplatz.
 
Frankfurt war klamm, alles verschwamm in einem himmelhohen frischen Weiß, auf den Straßen lag noch etwas Nässe von der Nacht, die Temperaturen bewegten sich um 12 Grad, dazu herrschte fast Windstille, die Stirn fühlte sich kühl an - beste Bedingungen. Peanut wäre mit einstelligen Werten und trockener Luft jedoch besser zurecht gekommen. Aber Marathon ist eine Sache in der Natur. Peanut sollte aus dem dritten Block anlaufen (Stadt Frankfurt), ich ganz vorn (Asics). Fast 13
 000 Mararthonläufer und an die 7000 Staffelläufer und 3000 Pimpfe gingen beim 30. Frankfurt-Marathon an den START. Kurz vor 10 Uhr wurden 87 Luftballone in den Himmel abgelassen - für jede angetretene Nation einer - und zur vollen Stunde feuerte Frankfurts Sportminister Frank zusammen mit Rennleiter Schindler die Pistole ab.
 
Kilometer 0 bis 10:
Start in »Mainhattan«
 
Auf dem ersten Kilometer hatte sich nichts geändert. Vom Messeturm bewegte sich das Feld zum Bankenviertel und knickte nach knapp einem Kilometer nach links weg. Straßenbahnschienen waren zu überlaufen - völlig obsolet und vielleicht schon morgen wegsaniert. Großer Jubel setzte ein, als die Spitze auf die Mainzer Landstraße einbog. Heerscharen von Menschen sorgten unter den Wolkenkratzern für ein riesiges Remmidemmi. Beim »Silberturm« bog die Route nach rechts in die Taunusanlage ein, gelangte dann wieder auf die Mainzer, und führte entlang des südlichen Westends zurück zur Messe. Kurz strömte die Erinnerung an eine Eckkneipe am Zimmerweg herbei: »Red Red Wine« schon am Mittag. Der Sturm und Drang der Achtziger. Doch heute trieb ein völlig anderes Phantom an: hochaufgeschossen, spindeldürr, schwarzer Schopf, strenge Brille, Trainingsanzug - ein Läufer wie Stenzel oder Baumann. Erst an der »Mainzer«, und dann noch dreimal über die gesamte Rennstrecke bis wieder dorthin... Nach vier Kilometern war ich wieder am Messekreisel. Irgendwo hier stand Haimanot. Wir haben uns das ganze Wochenende nicht gesehen. Sie mußte zu ihren Landsleuten im Athletenhotel. Über die Senckenberganlage und die Bockenheimer Landstraße war am 5. Kilometer die erste Richtmarke erreicht. Mit 20 Minuten lag ich im Plan für eine Marathonzeit von 2:49 Stunden. Gleich darauf ging es durch die menschenbedrängten Zäune auf dem Opernplatz - und weiter über die Goethestraße und den Kaiserplatz zur Hauptwache mit der Shopping-Valhalla Zeil zur Rechten. Wer hier rechts lief, war um sechs Euro ärmer. Die Caritas hatte ein Spendentor für die Kinderhilfe aufgestellt, das auf dem 8. und 39. Kilometer passiert werden konnte. Der Pfälzer Karl, der mit mir vor sechs Wochen in Karlsruhe unterwegs war, überholte mich. Damals trennte uns nur eine Minute im Ziel - heute sollte Dirk fünf verlieren. Hinterm Eschenheimer Turm - frankforderisch auch »Törmsche« - beschritt der Marathon Neuland. Erstmals führte die Route über die Börsenstraße und dann über das Pflaster der Freßgass´ zur Alten Oper. Unmittelbar auf den Hexenkessel kamen wieder Erinnerungen für mich hoch: Es ging durchs Westend. Dort war lange mein Wohnsitz. Mit dem von der Vergangenheit reingewaschenen I.G.-Farben-Haus war auch die 10-Kilometer-Marke erreicht. 40 Min.: makellos auf Linie zur ersehnten Endzeit!
 
Kilometer 11 bis 20:
Durch die Wohngebiete südlich des Mains
 
Mental rannte ich etwas zu schnell, als die Strecke zum zweitenmal vorbei am »Törmsche« auf die historische Wallanlage einbog. Aber nur wer wagt, gewinnt. Mitten durch die Staffelübergabe an der Konstablerwache war der Main erreicht. Vor der Alten Brücke wartete erneut das Phantom: »Schön locker die Steigung hinauf!« Erstmals lief ich im Rahmen des Marathons nun auch über die »Ebbelweipromenade« Schaumainkai direkt auf dem Sachsenhäuser Mainufer entlang. Kopf an Kopf war der Schweizer Platz umsäumt, und die Villen der Kennedyallee verschwanden unter dem angenehmen Herbstbraun der Blätter. Mit einem ziemlichen Schreck registrierte ich, daß es einem unserer Spiridoner gar nicht gut ging: Der muskulöse Saatweber ließ sich im Sankra behandeln. Eine Fußverletzung. Darauf wieder Neuland: Wegen einer Baustelle in Niederrad mußte die Strecke kurzfristig von der Kelsterbacher in die Bruchfeldstraße verlegt werden. Das betraf den Abschnitt zwischen Kilometer 17 und 19, und hatte wiederum eine Änderung der Streckenführung in der ersten Innenstadtrunde zwischen Kilometer 6 und 9 zum Ausgleich der Gesamtdistanz verursacht (die Hochstraße fiel der Börsenstraße zum Opfer). Dem einzigen Schandfleck auf der gesamten Strecke, dem Klärwerk Niederrad, folgten zwei Schlüsselmomente. Erst hatte ich meinen kleinen Zeh blutig gerieben (was mich aber eher antrieb als behindete). Und dann kam auf dem 20. Kilometer, in der Morgenzeile, eine drahtige Läufergestalt in blauer Kleidung und mit Spiridon-Emblem stark aus dem Hintergrund auf. Memberger! Memberger und ich machten gemeinsame Sache und schritten als Tandem über die lange, schmale Asphaltachse Zur Frankenfurt voran. Eine Musikgruppe brachte Black Sabbath´ »N.I.B.«. Ich möchte dazu nichts sagen.
 
Kilometer 21 bis 30:
Zurück auf die Nordseite mit einem Gruß an die Wiege des Marathons
 
Den ersten Halbmarathon hatte ich in teuflischen 1:25:50 Stunden zurückgelegt. Und weiter ging´s, Schulter an Schulter mit Memberger durchs ehemalige Chemiearbeiterviertel Schwanheim. Dann war die Schwanheimer Brücke erreicht. Die Kurve dort hinauf hatte in den Jahren 1999 bis 2006 stets meinen Niedergang eingeläutet. Diesmal war es Memberger, der den Löffel abgab. Zurück auf der rechten Mainseite und das unscheinbare Nied überrannt, gab es an der sogenannten »Klingelbrücke« über die Nidda wieder einen Zuruf des Phantoms: »Heute bist du gut drauf!« Auf der Höchster Siegesmeile aus den Anfangsjahren - hinauf zum Bolongaropalast - rollte ich das mambagrüne Trikot der Kenianerin Susan Nyakeriga auf. Das nennt man einen inneren Reichsparteitag! So ging es der westlichen Wende in Höchst zu. Die Strecke führte über den sanierten Andreasplatz und über die Alte Niddabrücke auf die Nieder Christuskirche zu. Vor fünf Jahren hatte im dortigen Glockenturm die Todesschützin des Frankfurt-Tatorts »Das letzte Rennen« gelauert. Über die Oeserstraße ging es nun zurück nach »Mainhattan«. Vorbei am Nieder Kerbplatz mit der dritten und letzten Staffelzone war der Bahnhof Nied zu unterlaufen. Früher ein Totschläger, heute ein Treppenwitz für mich. Und wenig später - vis-à-vis der Niddahalle - feuerten mich die früheren Arbeitskollegen Heinrich (selber jedes Jahr Ironman in Regensburg) und seine Rita an. Gleich darauf mußte einer aus meiner Gruppe mit einem verzweifelten »Sch...« die Waffen strecken - ein Krampf! Die 30-Kilometer-Marke passierte ich in einer Zwischenzeit von knapp über 2:02 Stunden.
 
Kilometer 31 bis 40:
Über die Mainzer Landstraße zurück nach Mainhattan
 
Nun mußten die fünf zähen Kilometer der Mainzer Landstraße und Frankenallee durchgehalten werden. Im aufkommenden Erschöpfungszustand wurde mir erst durch Spiridona Wagner geholfen, die verletzungsbedingt passen mußte, und mir als Helferin an einem Verpflegungspunkt die Daumen drückte. Und dann konnte ich mich auch noch in den Rücken eines straff und ruhig Vorwärtsstrebenden hängen. Dazu leisteten die Zuschauer große Unterstützung. Gefühlt hatte es so viele wie in Rotterdam auf die Bordsteine verschlagen. Selbst das Schandviertel G-heim hatte sich rausgeputzt. Die amtlich genannten 350
 000 waren untertrieben. Es wird eine halbe Million gewesen sein! Ausgangs der Ost-West-Achse war meine Kraft aufgebraucht, das Leben in 4:04 Min. pro Kilometer vorbei. Und auf dem Güterplatz gab es eine dramatische Zuspitzung: ein Krampf in der Wade! Nach 35 Kilometern war die alte Wunde aufgerissen. Nun war ich froh, mich überhaupt noch vorwärts bewegen zu können. Die restlichen sieben Kilometer würden alle zwischen 4:15 und 4:30 Min. liegen. Am 38. Kilometer mußte noch ein heikler Punkt überwunden werden. Anhänger der »Occupy«-Bewegung hatten vor der Europäischen Zentralbank in der Taunusanlage ein Zeltlager errichtet, um gegen System und Kapital zu demonstrieren. Die Marathonmacher hatten deswegen im Vorfeld Bauchschmerzen, jedoch verlief die Aktion friedlich und ohne Störung ab. Damit war »Mainhattan« abgetan. Die Strecke führte noch mal über die Hauptwache, ums »Törmsche« herum, und bog in die Freßgass´. Dort stand das Schild für den 40. Kilometer.
 
Kilometer 41 bis 42,195:
Die Hexenkessel zwischen den Wolkenkratzern
 
Durchs Spalier vorm Opernhaus war zum letzten Mal die »Mainzer« erreicht. Derweil sich die breite Masse auf der Gegenspur zum 37. Kilometer wälzte, hatte ich das Ziel schon in Greifweite. Ein viertes und letztes Mal feuerte das Phantom an, das mich rund um den Marathonkurs verfolgt hatte: »Toll, du hast es geschafft!« Hinter den blauglitzernden Zwillingstürmen ein letzter Hexenkessel im Freien, dann die weitgestreckte Via Triumphalis auf Asphalt, der Vorbeilauf am »Hammering Man«, und der beifallübeschüttete Zickzack in die Festhalle hinein. Es war diesmal nicht der grelle Glitzer von früher. Oh, nein! Heute herrschte auf dem Endstück gediegenes Schwarz; Scheinwerfer jagten Lichtbündel in Weiß auf den Roten Teppich, der über die finalen zweihundert Meter ausgerollt war. Nur zu erahnen blieben die Siebentausend auf den Rängen unter der Glaskuppel. Ein sehr stimmungsvolles ZIEL! Mit 2:54:27 Stunden war ich nicht nur zwei Stunden schneller als bei meinem Frankfurt-Debüt 1999 mit zarten 38. Nein, das war meine zweitbeste Marathonzeit überhaupt, die 450. Stelle beim Marathon mit den meisten deutschen Spitzenläufern, der 15. Platz in der Altersklasse und der 6. von 118 Spiridonis. Ein langer Heimfluch war beendet. Womöglich war das auch mein e m o t i o n a l größter Erfolg bisher. - Im Versorgungsbereich traf ich wie üblich auf den langhaarigen Lipecki, der es mit Kreuzschmerzen gerade noch unter 2:50 Stunden geschafft hatte. Mit den Jahren werden wir immer gleicher.
 
Völlig gegensätzlich war es für Peanut gelaufen. Im Kopf hatte sie schon vorher vom Marathonlaufen Abschied genommen. Auf dem Weg zur S-Bahn haderte sie mit dem Wetter. Dazu fehlte der spezielle Kitzel, den man nur bei Auslandseinsätzen kriegt. Als Frankfurter sind wir zigmal über die Rennstrecke gelaufen. Die Runde war also kein Geheimnis, sondern eine aufgebrauchte Dirne. Schon früh war Peanut klar, daß das nicht ihr Tag wird. Sie hat alles versucht. Bis zur Hälfte lief es auf die erhoffte Marathonzeit unter vier Stunden hinaus. Aber es ist eine uralte Weisheit, daß sich Marathonläufe im letzten Drittel der Strecke entscheiden. Peanuts Stern sank, als sie ein weiteres Mal vom 30. Kilometer an die vorgegebenen 5:40 Min. pro Kilometer nicht halten konnte. Beeinträchtigungen durch die aus dem Hintergrund aufrückenden (schnelleren) Staffelteilnehmer taten ein Übriges. In der Innenstadt verdichtete sich das Mittelfeld immer mehr, Fouls inbegriffen. Peanut litt auf den Schlußkilometern unter Energielosigkeit und Schwächeanfällen. Ihr ist regelrecht schwarz vor Augen geworden. In der Festhalle war sie mit 4:10:01 Stunden um eine Sekunde langsamer als im Frühling in Kandel.
 
Zum Triumphator stieg Wilson Kipsang auf. Der Farmersohn aus Iten hatte erst abwartend seine Bahn gezogen und später auf der langen Mainzer Landstraße seine Wegbegleiter aufgerieben. Mit Weltmeister Kirui war der letzte abgeschüttelt. So mußte er allerdings auch das Finale aus fast zehn Kilometern allein bestreiten. Dabei rannte der Kenianer um das ganz große Geld. Für einen Weltrekord winkten zusätzlich 50
 000 Euro. Am Ende fehlten unfaßbare v i e r Sekunden. Die glitschigen Straßen des Vormittags, die Haken im Stadtkern, das Pflaster der Freßgass´, allein im Wind (mutmaßlich weil Kirui nicht mehr als Hase arbeiten mußte, sondern selbst auf Sieg, also taktisch laufen durfte): vier Sekunden.... Damit war für Frankfurt auch der Ruf »Weltrekordstrecke« futsch. Einen Koffer voller Geld erhielt Kipsang trotzdem. 2:03:42 Stunden waren Streckenrekord und die zweitbeste Zeit der Geschichte! Die weiteren Treppchenplätze sicherte sich ebenfalls Kenia in absoluten Weltklassezeiten. Als 39. lief der Äthiopier Ybekal Berye über den Strich. Berye - vor acht Monaten nach Deutschland geflohen, kein Wort Deutsch redend, und allein in einem Heim nahe Fulda lebend - lief 2:18:26 Stunden. Haimanot konnte am Sonntag paar Worte mit ihrem Landsmann wechseln. Bei den Frauen siegte Äthiopien. Mamitu Daska kassierte die 95 000 Euro für Sieg und Streckenrekord. Wobei die lange wie die Siegerin aussehende Mohammed unmittelbar vor der Festhalle noch von zwei Kenianerinnen niedergezwungen wurde. - Wie war es Deutschlands Olympia-Aspiranten ergangen? Der amtierende Meister Koch stieg zur Halbzeit aus. Pollmächer - lange unter der Vorgabe für London (2:12:00) liegend - wurde vorm 35. Kilometer vom Österreicher Weidlinger überholt und starb mangels Unterstützung einen halben Kilometer weiter (am Güterplatz) den Memmentod. Rund zehn Minuten nach dem Sieger erreichte Fitschen auf dem 32. Rang als Erster deutscher Herkunft das Ziel. Damit war die Norm für London verpaßt. Beckmann war mit 2:22 Stunden noch weiter von der Weltspitze entfernt. Tickets für die Spiele löste dagegen der Damenbereich. Mockenhaupt und Hahn knackten die Vorgabe (2:30:00) mit 2:28 Stunden (wobei Helfer »Mocki« nach einem Schwächeanfall auf einer Trage in die Katakomben fahren mußten).
Der Kampf in einer BILDERTAFEL... anklicken............
AFTER RACE PARTY
 
Nachdem sich Peanut in einem Windfang an der Festhalle umgezogen hatte, waren wir zuerst beim Andenkenverkauf in der Messehalle 1, wir haben uns Voraburkunden ausdrucken lassen, und uns eine Medaillengravur besorgt. Herr Wricke von »interAir« hatte uns schon am Freitag auf ein »Bierchen danach« eingeladen. Der Chef persönlich zapfte uns Helles vom Licherfäßchen. Wir haben die Reisen nach London, Boston, New York, Paris und Chicago aufleben lassen. Händeschütteln hier, Händeschütteln da. - - Ab 14 Uhr hatte Spiridon in der Marathon-Lounge ein Nudelbuffet angeboten. Alle wieder beisammen, haben wir uns die Bäuche vollgeschlagen, Gefühle ausgetauscht und das Rennen nachbereitet. 118 Blauhemden erreichten beim Marathonlauf das Ziel. Ungezählt blieben die Staffetten und die Jungen und Mädeln des Mini-Marathons. Die schnellsten waren Neuzugang Frank (2:29:45 Stunden) bei den Männern und Dr. Schenk (2:56:56) bei den Frauen, die damit jeweils Dritte der Hessenmeisterschaft wurden. Den Sieg in der Mannschaftsmeisterschaft eroberten sowohl die Männer wie auch die Frauen von Spiridon Frankfurt. Unterschiedlich waren die Resultate der Trainingskameraden aus der Leistungsgruppe. Während Gutenstein (2:39:18) und Behnke (2:43:45) vor mir landeten, ging für viele die Blickrichtung eher nach unten. Tränen in den Augen hatte der Ire Hutchinson, der um hundert Sekunden an der Drei-Stunden-Marke vorbeischrammte. Der eisenharte Koberstadt-Sieger Saatweber brauchte mit gebrochenem Mittelfuß 3:41 Stunden. Efendiew mußte nach einem Zuckergel dreimal kotzen und stieg mit Magenproblemen aus. Für Berlinstarter August kam der zweite Marathon in fünf Wochen zu früh. Aus der starken Frauenabteilung fehlten die jungen, heißen Himmelstürmerinnen Haile und Uphoff sowie das alte »Meedche« Wagner. Uli hatte sich eine Woche vorm Höhepunkt bei Strandläufen eine höllisch schmerzende Sehnenentzündung auf dem Fuß eingefangen. Nur Dr. Schenk knackte die Drei-Stunden-Marke. Dr. Böhler scheiterte knapp, Dr. Sattler, Dr. Martens, Dr. Pamuk und Dr. Spiess hingegen deutlich. Neben der Doktorensparte feierte Bohr mit uns zusammen. Für den Titel Hessischer Seniorenmeister M60 erhielt Werner lediglich einen feuchten Händedruck auf der Bühne in der Festhalle. Statistikminister Krien kam mit Oberschenkelkrämpfen nur eine Minute vor Peanut ins Ziel. Der schöne Tag in Frankfurt klang bei Kuchen und einem Feiertrunk aus. Um 17 Uhr haben wir mit den Organisatoren das Maritim verlassen. Unmittelbar danach gab Peanut ihren ABSCHIED von den Rennschlachten dieser Welt bekannt. Marathon kostet sie zuviel Kraft.
 
 
FAZIT
 

Die Ausstrahlung war einmalig, die Organisation wie immer Extraklasse, und die Strecke vorbildlich präpariert und schnell. Nur einige Hakler in der Innenstadt und die Rumpelpiste »Freßgass´« verhagelten den Weltrekord. Darüber wird sich der Streckenarchitekt schwarzgeärgert haben. Jedoch ist Frankfurt aufgrund der Weltklassezeiten in der Liste der schnellsten Marathonläufe aller Zeiten (basierend auf dem Durchschnitt der zehn schnellsten Männer-Zeiten) auf die fünfte Stelle vorgerückt. Frankfurts neue Durchschnittszeit steht jetzt bei 2:05:45 Stunden. Schneller waren bisher nur Rotterdam, Berlin, Boston und London. Damit hat Frankfurt sogar Chicago verdrängt. - Für die Materialinteressierten: Peanut trug Asics Gel-3010, Vitus Adidas adiZero Boston 2. Wirkung: Frankfurt 2011 war unglaublich schön, das Marathon-Wochenende von A bis Z ein Knüller. Erst die vielen Treffs auf der Messe. Dann im Wettkampf die Leute in Schlangen am Straßenrand. Überstrahlt noch von der Zielankunft in Frankfurts »Gud Stubb«. Darauf gleich noch ein Marathon durch den Abklatsch-Marathon. Und das alles tags darauf gleich noch mal in der aufgezeichneten Direktübertragung des Hessischen Rundfunks... Ich hab Frankfurt immer gehaßt - jedesmal auf der Schwanheimer Brücke kam der Einbruch. Aber mit der Zeit von 2:54 Stunden erfüllte sich 2011 in meiner Westheimat ein T r a u m. Seit diesem Jahr liebe ich den Marathon regelrecht. Um nicht zu sagen: Es hat sich SUCHT nach F eingestellt!
 
 
Salutionen und Dankesworte
Haimanot Haile
Die Spiridonhorde
Das Phantom von der Mainzer Landstraße, der Alten Brücke, der Niddabrücke und noch mal der Mainzer Landstraße: der »Reddelumer Bub« Stefan R.
Die weiteren Anfeuerer Heiner, Rita, Uli und Kurt
Das Frankfurter Publikum sowieso
Der schreibende Ex-Marathoni Gerd
Unsere größten Anhänger: die Kasselaner Helmut und Iris (für 4 ½ Stunden Interesse an der Direkt-Schalte im Hessenfernsehen)
Julia von der Marathon-Kommandantur (für die Ausdauer beim Buchversand)
Peanut (Ich wünsch´ Dir neue Kraft nach einer Pause. Die Zeit ist völlig egal, der Ruhm bleibt ewig.)
 
 

Kampfläufer Vitus, 9. November 2011
WAS IM SOG DER EREIGNISSE GESCHAH
 
Post Marathon Infektion
 
Eine Woche nach dem Kampf lagen Peanut und ich mit einem Magen-Darm-Bazillus mit Schwindel, Übelkeit und Schüttelfrost flach.
 
Invasion der Ostafrikaner, 15. November
 
Zwei Wochen nach dem Marathon lernte ich auf meinen Morgenläufen am Frankfurter Flüßchen Nidda den eritreischen Rekordmann Yared Asmerom kennen. Asmerom hatte drei Wochen zuvor beim Chuncheon-Marathon in Korea in 2:07 Stunden den 2. Platz gemacht - nebenbei 20
 000 Dollar verdient - und bereitete sich an der Nidda auf den Barcelona-Halbmarathon vor, gefolgt von einem Start in London oder Boston. Wir sind uns mehrmals an der Nidda begegnet. Statt von seinem 8. Platz bei Olympia und dem 4. bei den Weltmeisterschaften zu erzählen, freute der Afrikaner sich mit mir über den Frankfurt-Marathon. 2 : 0 7 Stunden! Das hat kein Deutscher bisher geschafft. Und so einer rennt allein an der Nidda rum. Bei blankem Nachttau und null Grad ohne Mütze und Handschuhe. Die vielen Berührungen mit Marathonläufern aus Äthiopien und Eritrea haben eine tiefe DEMUT in mir hinterlassen.
 
Unter einem Dach mit dem Olympiakandidaten, 23. November
 
Drei Wochen nach dem Marathon führte mich der Zufall mit Sören Kah zusammen, der den Marathon in 2:17 Stunden beendete und der damit neben Cierpinski, Fitschen und Pollmächer zum DLV-Kader 2012 zählt. Der Paktezusteller hatte mich gefragt, ob ich für Kah eine Sendung annehmen könnte... Sören war im April von Diez in eine Vierer-Wohngemeinschaft in meinem Frankfurter Hochhaus eingezogen, und wir sind uns die ganze Zeit nie begegnet... Ein Höhentrainingslager in Iten (Kenia) soll den 29jährigen Senkrechtstarter beim Hamburg-Marathon zu einer Zeit unter 2:15 Stunden führen.
 
Nachricht von Fortuna, 9. Februar 2012
 
»Beim letztjährigen Frankfurt Marathon veranstaltete die Firma ASICS ein Gewinnspiel. Wir freuen uns Ihnen heute mitteilen zu können, daß Sie unter den Gewinnern sind. Als Preis erhalten Sie einen GEL-EXCEL 33 aus unserer neuen ASICS-Natural-Running Kollektion. Der Schuh wird Ihnen umgehend zugesendet.« (Wert der Schuhe: 150 Euro, d. Verf.)
Pressemitteilung PM 34/2011, 23. November
 
BMW Frankfurt Marathon: Alle Dopingkontrollen negativ
 
Sämtliche Dopingkontrollen, die beim BMW Frankfurt Marathon am 30. Oktober 2011 vorgenommen wurden, haben ein negatives Ergebnis. Dies teilte der Leichtathletik-Weltverband dem Frankfurter Renndirektor Jo Schindler mit. Untersucht im Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln wurden Urin- und Blutproben von zwölf Topläufer/innen. »Über dieses Ergebnis bin ich natürlich hoch erfreut. Jetzt können wir beginnen, die vereinbarten Preisgelder auszuzahlen«, sagt Schindler.
 
Die Preisgeldprämien sind in Frankfurt - wie bei allen internationalen Leichtathletik-roßveranstaltungen - an negative Kontrollen geknüpft. Der diesjährige Sieger und Streckenrekordhalter Wilson Kipsang (2:03:42 Stunden) hat beim BMW Frankfurt Marathon 95000 Euro verdient. Bekanntlich verpaßte der 29jährige Kipsang den Weltrekord nur um vier Sekunden. Im Erfolgsfall hätte er noch die erstmals ausgelobte Weltrekordprämie von 50000 Euro eingestrichen. Hinter dem Kenianer waren 13 weitere Läufer unter 2:10 Stunden geblieben - ein weltweit zuvor unerreichtes Ergebnis in der Geschichte der Marathonwettbewerbe.
 
Im Frauenrennen stellte Mamitu Daska aus Äthiopien mit 2:21:59 Stunden ebenfalls eine neue Kursbestleistung auf, lief auf Platz sechs der Weltjahresbestenliste und verdiente 95000 Euro. Zwölf weibliche Topstars blieben bei idealen Bedingungen letztlich unter 2:30 Stunden. Weitere Rekorde lieferte die Jubiläumsveranstaltung am Main bei der Zahl der Marathon-Finisher (12436) sowie bei den insgesamt abgegebenen Meldungen (mehr als 25000).
 
Im Jahr 2012 findet der BMW Frankfurt Marathon am 28. Oktober statt.
 

www.bmw-frankfurt-marathon.com
 
.:: ZAHLEN UND ZEITEN ::.
Wetter: bedeckt, 12 bis 14ºC, leiser Luftzug aus Südwest
Zuschauer: ca. 350
 000 (offiziell) - ca. 500 000 (eigene Schätzung)
 
Gesamtteilnehmer
(Marathon, Staffeln, Minimarathon)
Gemeldet: 26
 438
Am Start:
23
 498
Im Ziel: 22
 868
 
Marathonläufer
Gemeldet:
15
 210 (87 Nationen)
Am Start:
12
 968 (M: 10 489 / W: 2479)
Im Ziel:
12
 436 (M: 10 052 / W: 2384)
 
Männer
1. Wilson Kipsang (Kenia) 2:03:42 (SR)
2. Levy Matebo (Kenia) 2:05:16
3. Albert Matebor (Kenia) 2:05:25
4. Philip Sanga (Kenia) 2:06:07
5. Robert Kiprono Cheruiyot (Kenia) 2:06:29
6. Peter Kirui (Kenia) 2:06:31
 
Frauen
1. Mamitu Daska (Äthiopien) 2:21:59 (SR)
2. Agnes Kiprop (Kenia) 2:23:54
3. Flomena Chepchirchir (Kenia) 2:24:21
4. Merima Mohammed (Äthiopien) 2:24:32
5. Rita Jeptoo Busienei (Kenia) 2:25:44
6. Nadia Ejaffini (Italien) 2:26:15
 
Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt)
Startnummer:
6897
Nation: Deutschland
Zeit: 2:54:27
Platz:
450 von 10
 489 bei den Männern
Platz: 15 in Klasse M50
Platz: 491 von 12
 968 Gesamt
Zwischenzeiten
05 km: 0:20:10 (20:10)
10 km: 0:40:32 (20:22)
15 km: 1:00:44 (20:12)
20 km: 1:21:20 (20:36)
21,1 km: 1:25:50
25 km: 1:41:46 (15:56)
30 km: 2:02:04 (20:18)
35 km: 2:23:02 (20:58)
40 km: 2:44:50 (21:48)
Halb 1: 1:25:50
Halb 2: 1:28:37
 
Peanut (Spiridon Frankfurt)
Startnummer:
F1275
Nation: Deutschland
Zeit: 4:10:01
Platz:
1112 von 2384 bei den Frauen
Platz: 224 in Klasse W45
Platz: 8201 von 12
 968 Gesamt
Zwischenzeiten
05 km: 0:27:29 (27:29)
10 km: 0:55:24 (27:55)
15 km: 1:22:37 (27:13)
20 km: 1:50:48 (28:11)
21,1 km: 1:57:11
25 km: 2:19:09 (21:58)
30 km: 2:48:32 (29:23)
35 km: 3:20:11 (31:39)
40 km: 3:55:31 (35:20)
Halb 1: 1:57:11
Halb 2: 2:12:50
 
Preisgeld
(lt. Hessenfernsehen)
Weltrekord unter 2:03:38 ... 50 000 Euro
1. Platz unter 2:04:59 ........ 75 000 Euro
1. Platz unter 2:06:30 ........ 40 000 Euro
1.-2. Platz unter 2:07:30 .... 20 000 Euro
1.-3. Platz unter 2:08:00 .... 10 000 Euro
1.-4. Platz unter 2:09:00 ....... 5000 Euro
 
Ergebnisse

Frankfurt-Marathon