30. BADEN-MARATHON KARLSRUHE, 23. September 2012
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AUFBAUKÄMPFE
Stierstädter Halbmarathon, 8.7.12
Hausener Halbmarathon, 29.7.12
Karbener Halbmarathon, 12.8.12
Mühlheimer Halbmarathon, 2.9.12
STRECKE ¤ VORBEREITUNG ¤ MARATHON ¤ STATISTIK ¤ BILDER
Große Schleife um den Fächer 2 - Im Auftrag der Ehre
 
 
Mit der schlimmsten Verletzung meiner Karriere - einem Muskelriß im Oberschenkel vier Tage vorm Hamburg-Marathon Ende April - hatte eine vernichtende Abwärtsspirale begonnen. Nach neun Wochen war die Wunde immer noch nicht verheilt. Nach monatelanger Zeit im »Schonlauf« war der Schritt versaut. Eine maßlose Lebensweise hatte obendreich auch noch zu vergifteten Organen und acht Kilo über Kampfgewicht geführt. Kurzum: Ich war nicht mehr der Alte, fühlte mich physisch und psychisch ausgeknockt. Schluß damit für immer? Das wäre ein Neuanfang - oder der Untergang. Denn nur in einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist! Außerdem: Mit den beiden Debakeln in Kandel und Hamburg wollte ich nicht abtreten. Immerhin war ich seit diesem Sommer ganz amtlich in Rente und alle Sorgen los. Von jetzt ab war ich losgelassen zu neuen Ufern - wie einem Zielstrich nach 42
,195 Kilometern...
 
Warum in die Ferne reisen, wenn sich ganz in der Nähe durchaus Großartiges anbietet? Nur eine ICE-Stunde von Frankfurt entfernt, liegt Karlsruhe. Der Baden-Marathon wird seit 1983 ununterbrochen ausgetragen, 2012 zum 30. Mal. Damit ist man die Nummer drei in Deutschland! Die Erinnerungen waren noch sehr frisch: Im Vorjahr salutierten am Rande 42 bebilderte Kilometerschilder, 40 Tanzstationen und die legendären Karlsruher Klangstrahlen. Die Gesamtteilnehmerzahl war auf 10
 000 festgesetzt.
 
.:: DIE STRECKE ::.
Gelaufen wurden die gleichen Teile aus Stadt und Land wie 2011. Da wurde der Marathon auf zwei unterschiedlichen Runden ausgetragen, die eine 8 ergaben. Start und Ziel befanden sich bei der Europahalle im Südwesten. Von dort aus führte die Ostschleife durch die Karlsruher Oststadt nach Durlach. In Durlach bog die Route über den Oberwald ab und führte durch Rüppurr, Bulach und Beiertheim zum Europa-Sportpark. Bis dort war es asphaltiert und schnell. Auf der Westschleife waren zunächst sechs Kilometer auf dem Uferweg der Alb zu laufen. Über die Nordweststadt ging es zurück in die Innenstadt, wobei die Strecke durch die Schloßanlage und über die strahlenförmig vom Schloß ausgehenden Straßen des »Fächers« zum Ziel im Beiertheimer Leichtathletikstadion führte. Wegen einigen Brücken und Naturwegen ist die zweite Hälfte schwieriger als die erste, weshalb Karlsruhe nicht zu den ganz schnellen Marathons zählt. Amtierende Streckenrekordler waren Kenias Joel Kiptoo Kipkemboi mit 2:09:07 Stunden (2009) und Irene Cherop Loritareng mit 2:35:53 Stunden (2008).
 
Strecke in Google Earth:
>> Google Earth
GPS-Strecke:
>> GPSies
 
.:: DIE VORBEREITUNG ::.
Wie im alten Jahr, sollte Karlsruhe für Peanut und mich nur das Vorgeplänkel für den fünf Wochen später steigenden Marathon in FRANKURT sein. Während P. nur noch Fitnessziele verfolgt, ging es für mich zuerst mal um die Ehre. Ob sich unsere vorjährige, äthiopische Mitstreiterin Haimanot noch mal zu einem Marathontraining aufraffen könnte, stand in den Sternen.
 
Die bestrittenen AUFBAUKÄMPFE:
 
28. STIERSTÄDTER KERBELAUF, 8.7.12
(Halbmarathon)
Sturmwalze über Stierstadt
 
Zwei verhinderte Frauen, ich selber ohne Saft und Kraft, dazu Bestrafung von oben: Das konnte nichts werden. Haimanot hatte ihr lästiges Bauchweh, und Peanut konnte nicht teilnehmen, da sie am Vortag gestürzt war, und sich Prellungen am Knie und Schrammen am Kinn eingefangen hatte. P. entwickelte sich zu einer Bruchpilotin, war aber als Fotografin mit nach Oberursel-Stierstadt gefahren. Nach wochenlanger Hitze sollten die Werte heute im Keller bleiben. Der Ort mit dem Stierdenkmal hatte Blau-Weiß-Rot gehißt, der Himmel trug Feldgrau. Pünktlich zum Wettkampf öffneten sich über Stierstadt sämtliche Schleusen. Im Handumdrehenh hatte sich die Aschenbahn, auf der traditionell der Start erfolgte, in Morast verwandelt. Dazu kam Wind auf, später blies Sturm übers Land. Ganze Bäume bewegten sich; die Wirtschaftswege rund um den Pferdestall »Sonnenhof« und kreuz und quer über die Äcker unterhalb des Feldbergs standen unter Wasser. Ferner hatte der Kerbelauf 2012 auch was von Ponyhof fürs Laufgesindel. Der Alan, der Michael, die quietschfidele Verwelkte in Spiridonblau, die Sportskanone aus dem Taunus, Schlaufrau Schmitt: Es waren die üblichen Verdächtigen. Mehr als 200 verlustierten sich im Regen. Auch das lange untergetauchte Lauftier Rauschenberger.
 
Ich mußte die gesamten 21,1 Kilometer unter Schmerzen bestreiten. Bereits nach der halben Runde auf roter Asche zu Beginn zog es im Schenkel. Dazu schleppte ich deutlich Übergewicht (fast einen Kasten Bier!) über die Achterbahn zwischen Frankfurt und dem Taunus. Mein letzter zu Ende gebrachter Wettkampf lag ein Vierteljahr zurück. Nach der Verletzung unmittelbar vorm Hamburg-Marathon war ich zwei Monate lang im Tempo eines trottenden Esels unterwegs. »Trainiert« hatte ich eigentlich nur in der Woche des Kerbelaufs. Wunderdinge waren also nicht zu erwarten. Vielmehr konnte es für mich nur um die Beantwortung folgender Fragen gehen:
 
1. Will der Kopf noch? Besteht überhaupt Kampfbereitschaft?
2. Macht die Pumpe das mit?
3. Halten die Muskeln?
4. Schaffe ich noch 21 Rennkilometer?
 
Die Beine haben mich ins Ziel getragen. Von dort wollte ich so schnell wie möglich weg. Der große Kerbefrühschoppen am Montag danach hätte mir wenigstens Freude bereitet.
 
In Memoriam
2012 war der letzte Kerbelauf. Die TV begrub die Veranstaltung »aus organisatorischen Gründen«.
 
 

ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
Regen, 17ºC, lebhafter Wind aus Südwest
 
Teilnehmer im Ziel:
256 (HM, 10 km, 5 km, 2,5 km)
Halbmarathonläufer im Ziel: 134
 
Männer
1. Christian Spaich (TSG Oberursel) 1:20:34
2. Benjamin Puissant (Bad Camberg) 1:21:00
3. Matthias Holitzer (SC Oberursel) 1:23:57
24. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:35:50 (4. M50, 26. Gesamt)
 
Frauen
1. Prisca Lepper-Schwarzer (RFC Oberstedten) 1:34:04
2. Tatjana Petry (TuS Mosella Schweich) 1:35:01
3. Kirsten Aalling (Bio Runner Rhein-Main) 1:39:56
 
Ergebnisse

TV Stierstadt 1891
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Ein Trainingsbeispiel - die 3. Woche vom 16. bis 22. Juli 2012
 
Mo.: 15-km-Tempodauerlauf mit 2 km Ein- und Auslaufen
Di.: VM: 6 km Auflockerung,
Di.: NM: Bahntraining auf der Anlage Sachsenhausen als Wiedereinstieg bei Spiridon Frankfurt:
Di.: 30 Min. Erwärmung und Koordination,
Di.: danach 2 x 300-500-700-500-300 m und 1 x 200 m,
Di.: anschließend 15 km Rad
Mi.: 14 km Wiederherstellung
Do.: 20 km mit 3 x 3000 m,
Fr.: 6 km Auflockerung
Sa.: 35-km-
Ausdauer-Lauf bei Wind und Regen mit der Äthiopierin Haile
So.: 17 km Wiederherstellung, dazu 18 km Rad
Täglich:
Kraft und Beweglichkeit
Im Übungsgelände an der Nidda in Frankfurt-Praunheim
 
36. HAUSENER VOLKS-WALDLAUF, 29.7.12
(Halbmarathon)
Ultimatum Obertshausen?
 
Dieser Halbmarathon sollte für mich alles entscheiden: Weitermachen bis Karlsruhe, oder Schluß damit? Nachlassende Schmerzen, sinkendes Gewicht, ein ruhigeres Herz und Fortschritte beim Üben mit Spiridon hatten mir neue Hoffnung gegeben. Heute sollte es klappen, zumindest unter 1:30 Stunde wollte ich kommen. Doch bereits die Anreise sollte fast alles zerstören. 4 Uhr hatte der Wecker geklingelt, um pünktlich 8.30 Uhr am Start zu stehen. Beim Verlassen der Wohnung begann es zu regnen. Bauarbeiten im Frankfurter Schnellbahntunnel zwangen uns zu einem Umstieg von der S- in die U-Bahn. Mit leichter Verspätung rollte die S1 schließlich am frühen Sonntagmorgen in Obertshausen ein. Auf der Fahrt hatten drei Läuferinnen aus Japan neben uns gesessen: eine in Frankfurt wohnend, die anderen Gäste aus London. Zu fünft wollten wir per Anruf-Sammel-Taxi weiter zum Startort fahren. Aber nichts bewegte sich in Obertshausen: das Taxi hatte nicht gewartet. Damit mußten wir den Rest zu Fuß zurücklegen. Nach einem Gepäckmarsch von vier Kilometern unter strömendem Regen (ein Kilometer in Frankfurt, drei in Obertshausen), war um 8 Uhr der Sportplatz in Hausen erreicht. Nach Nummernabholung und Umkleiden standen wir mit dem Peng auf der Bahn (ich selber konnte mir gerade noch einen Pferdeschwanz binden).
 
Wegen den Witterungsverhältnissen hatten von 700 Online-Anmeldern 250 gekniffen. Ohne Nebenkämpfe waren um die 280 Halbmarathonis von der Stadionrunde auf die Doppelschleife im Mühlheimer Wald entschwunden. Monsunartiger Regen hatte zu einer Überflutung der Strecke am 7. und 17. Kilometer geführt. Nach einem niederschmetternden Auftakt mit Kilometern um 4:25 Min., überschritten der 6. und 7. Kilometer bereits die 4:30-Minuten-Marke, und als dann der 8. und 9. Kilometer jenseits von 4:40 Min. lagen, konnte es nur zwei Möglichkeiten geben: Aufgabe (und damit Ende mit der Lauferei), oder auf Peanut warten (um sie unter 2:00 Stunden zu führen). Hinz und Kunz grüßten und klatschten mich ab, während ich mich aus dem Vorderfeld zurückfielen ließ. Der 10. Kilometer währte 12:10 Min. für mich, der 11. 9:36 Minunten. Ab dem 12. Kilometer lief ich mit P. zusammen. Mit Stoppuhr, viel Rechnerei und Kilometern in 5:32 bis 5:51 Min., hatten wir unter den Augen zahlreicher Zuschauer die beiden Schlußrunden auf der Asche von Hausen gedreht, und die Zwei-Stunden-Marke war um wenige Sekunden geknackt. Maßarbeit! Eine größere Schmach konnte es für mich kaum geben.
 
Hinterm Strich traf ich aus meiner Trainingsgruppe den ehemaligen Sieger des Koberstadt-Marathons, Saatweber, der nach einem Fußbruch, Adduktorenproblemen und einem Halbmarathon in 1:30 Stunde auch wieder ganz unten anfangen muß. Ebenfalls baden gegangen waren die drei Geishas aus Fernost, die nach 1:50 Std. (Nagano), 2:04 Std. (Nomura) und 2:16 Std. (Kuromi) das Ziel erreichten. Die eigene Enttäuschung habe ich mit zwei Römer-Pils (auch »Röpi« genannt) an der Trinkalle am Bhf. Obertshausen bewältigt.
 
 

ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
regnerisch, Temperaturen um 18ºC, nur ein leichter Luftzug
 
Teilnehmer gemeldet:
933 (HM, 10 km, 5000 m, 1000 m, 400 m, 200 m)
Teilnehmer im Ziel:
692
Halbmarathonläufer im Ziel:
253 (M: 184 / W: 69)
 
Männer
1. Steffen Kothe (Bio Runner Rhein-Main) 1:14:06
2. Lorenz Köhl (TGM SV Jügesheim) 1:15:37
3. Raphael Grotti (TV Schriesheim) 1:17:05
147. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:59:28 (15. M50, 183. Gesamt)
 
Frauen
1. Judith Lotz (Göttingen) 1:31:27
1. Ute Steffek (Laufziel Aschaffenburg) 1:35:54
3. Theresia Gehlert (LuT Aschaffenburg) 1:36:20
36. Peanut (Spiridon Frankfurt) 1:59:25 (5. W45, 182. Gesamt)
 
Ergebnisse

Team Endzeit
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23. KARBENER STADTLAUF, 12.8.12
(Halbmarathon)
Am Tag als Uganda Olympia-Gold im Marathon holte
 
Heute stand ich in der Pflicht. Eine schwarze Serie aus zwei ruinierten Marathons und zwei unsagbaren Halbmarathons mußte beendet werden. Als Ziel schwebte mir so was wie eine »1:30« vor. Peinlich genug! Aber ich war seit vier Monaten verletzt! Peanut hatte am Vortag einen 36-Kilometer-Ausdauerlauf absolviert und bestritt heute als Training nur den 10-Kilometer-Lauf. Dank einer Fahrgemeinschaft mit unserem Bekannten Reinhardt waren wir in einer halben Stunde in der Wetteraustadt Karben angekommen. Dort entwickelte sich die Veranstaltung dynamisch weiter: neuer Start- und Zielpunkt, neue Streckenführung, neuer Hauptsponsor, neues Zeitmeßsystem, Ordnunungspersonal bereits auf dem Parkplatz, Verlegung des Anmeldezentrums vom Klubheim in Zelte... - aber nicht alles bringt die Sache nach vorn. An der Startgebühr von 10 Euro änderte sich ebenso nichts wie am Höhenprofil. Scharfrichter war die 200 Meter lange, vierprozentige Steigung zum Rathaus am Ende jeder der vier Runden. Dazwischen ging es nicht mehr durchs zwar graue aber asphaltierte Gewerbegebiet von Karben, sondern über den Niddauferweg durch paar giftige Brückenunterführungen, und vorbei an Rapp´s Apfelweinkelterei in ein Plattenviertel am Ortsrand. Eingeläutet wurden die Rennen von der deutschen N a t i o n a l h y m n e!
 
Bei wonnigem Wetter mit Sonnenschein und frischer Luft ertönte um 9 Uhr der Schuß für etwa 200 Halbmarathonis. Mein Plan, die 21 Kilometer mit Karin Schenk von Spiridon zu machen, hatte sich nach der ersten Runde (5 Kilometer) erledigt. Die Eisenfrau aus meiner Trainingsgruppe sollte mit 4:10 Min. pro Kilometer maschinengleich, unaufhaltsam davonziehen, ihre ärgste »Rivalin« im Ziel um acht Minuten düpieren, und zugleich einen neuen Streckenrekord aufstellen. Drohendes Unheil auf den restlichen drei Schleifen konnte für mich nur dank fremder Hilfe abgewendet werden, wobei mir auf den Schlußrunden ein Läufer vom MT Rasei Kronberg half. Ohne seelischen Halt und Windschatten wäre mir die Leistung völlig unmöglich gewesen. Der bereits vorm Start hochgelobte Hoffmann gewann bei den Männern ebenfalls mit Streckenrekord (1:12 Std.) und acht Minuten Vorsprung auf den Rest. Damit relativierte sich auch meine Grottenzeit auf dem 13. Rang. - Um 9.10 Uhr war Peanut in ihren schnellen »Zehner« gegangen. Jenen dominierte der gleichfalls in meinem Verein übende Äthiopier Gammachu Ararsa. P. kam nach ihrem langen Lauf tags zuvor in ausgezeichneten 54 Minuten ins Ziel auf dem Reutzel-Sportfeld. Damit holte sie den S i e g in ihrer Altersklasse! Die Ersten ihrer Kategorie erhielten eine weiße Tasse vom Ausrichterverein KSV. Biorunner Reinhardt brauchte für den Halbmarathon 1:39 Std.
 
12 Uhr Frankfurter Zeit (11.00 GMT) wurde der Marathon von London 2012 gestartet. Dank Mitnahme im Auto konnten wir den Kampf ab Kilometer 5 in Echtzeit im Fernsehen verfolgen. Er endete mit einem historischen Triumph: Ein Nobody aus Uganda zwang sowohl die sieggewohnte Armada aus Kenia und Äthiopien wie auch die Geheimfavoriten aus USA nieder. Nach 2:08:01 Std. lief Stephen Kiprotich als Olympionik vor Kirui und Kipsang über die Prachtstraße The Mall.
 
 

ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
sonnig, Höchstwerte um 21ºC, leichter bis mäßiger Wind
 
Teilnehmer im Ziel:
502 (HM, 10 km, 5,3 km, 3000 m, 1500 m, 300 m)
Halbmarathonläufer im Ziel: 177 (M: 145 / W: 32)
10-km-Läufer im Ziel: 180 (M: 140 / W: 40)
 
Männer
1. Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain) 1:12:48 (SR)
2. Jan-Hendrik Hans (TSV Krofdorf-Gleiberg) 1:20:40
3. Christian Smolka (Friedberg) 1:22:42
13. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:31:01 (2. M50, 14. Gesamt)
 
Frauen
1. Karin Schenk (Spiridon Frankfurt) 1:28:25 (SR)
1. Nicole Lang (Frankfurt) 1:36:06
3. Eva Skalsky (LuT Aschaffenburg) 1:40:50
 
Peanut (Spiridon Frankfurt) - 10 km - 0:54:37 (1. W50)
 
Ergebnisse

Sportident
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39. Int. VOLKSLAUF MÜHLHEIM, 2.9.12
(Halbmarathon)
Die letzte Rennschlacht über 21 Kilometer für immer?!
 
... mit dieser Dauerfehde im Kopf ging es nach Mühlheim-Dietesheim. Zuletzt hatte ich nach jedem Halbmarathon gedacht, daß kein weiterer folgen würde. Da sich die Saison dem Ende neigte, traf es diesmal allerdings zu. Ganz im Gegensatz zum Vorjahr, als die Veranstaltung einem Sturm zum Opfer fiel, wurde der vorerst letzte Halbmarathon in unserem Läuferleben zu einem aus dem Bilderbuch. Unser neuer Nachbar hatte uns wieder als Mitfahrer zur Kampfstätte hinter Offenbach gekarrt, und dort herrschten traumhafte Bedingungen zum Laufen. Der Marathon in Darmstadt hatte Konkurrenz abgezogen, damit ging die Vorbereitung völlig entspannt über die Bühne. Dazu brachte eine nach Herbst riechende Luft die ersten Gefühle von Marathon. Zwar schien die Sonne, aber es bewegte sich kein Blättchen, und im Wald war es erquickend frisch. Seit einer Ewigkeit ging es mir heute auch körperlich richtig gut. Die Kraft kam zurück, ich fühlte mich leicht wie eine Feder, und nach der letzten Bahneinheit mit Spiridon war die Form regelrecht explodiert. Richtig ausgeheilt war mein Bein noch nicht - der Muskel, ein Nerv, oder doch das Gelenk? -, doch es hielt und gab auch die frühere Geschwindigkeit her.
 
An der Strecke hatte sich nach unsrem letzten Auftritt 2008 nichts verändert. Nach zwei Bahnen auf dem Sportplatz Dietesheim ging es wie gewohnt auf die längste Halbmarathon-Strecke, die Hessen zu bieten hat: eine Runde durch den Busch von 20 Kilometern über den Gallenberg vorbei an Lämmerspiel und Hausen bis zur Schänke »Zur Kreuzung« am Tannenmühlkreis, und über Waldwege, Brückchen, Seen und ehemalige Steinbrüche zurück nach Dietesheim. Eine Bahn auf Asche komplettierte die Distanz. Die ersten fünf Kilometer hatte ich in 20:09 Min. zurückgelegt (wobei drei sogar unter vier Minuten lagen)... die nächsten fünf Kilometer durfte ich mich im Schatten dreier Unbekannter ausruhen... es folgten fünf als versprengter Wolf zwischen Bäumen, Bäumen, Bäumen... bis im Schlußspurt noch drei Läufer vorbeizogen. Zu stark war der Schmerz im rechten Beuger, und am Ende kam es sogar zu einem Kontrollverlust auf der rechten Seite. Im Ziel standen eine für nicht mehr machbar gehaltene Halbmarathonzeit von 1:26 Std., der 16. Rang unter 327 Ankommern (mittlerweile eine Traumplatzierung), und eine Frage: »Neuanfang oder Abgesang?«. Mühlheim war der erste M u t m a c h e r in einem bitteren Jahr für mich! - Wacker schlug sich Peanut. Meine Partnerin war mit leichtem Schnupfen ins Rennen gegangen. Sie lief im Mittelteil lange in einem Quartett mit Jost Wiebelhaus, dem Chef des Frankfurter Laufshops. Im Ziel wurde sie von Selbigem abgeklatscht und durfte sich auch über eine persönliche Jahresbestleistung freuen. Mit selbstgestoppten 1:56:57 Std. lag sie nur fünf Minuten hinter Biorunnerpropagandaminister Trippel. Manch anderer hatte sämtliche Regeln und Lehren in den Wind geschlagen und sieben Tage nach einem Marathon schon wieder einen zügigen Halbmarathon abgeliefert, wie etwa der qualmende Vielstarter Alan Lee. Das Duell um die Führung im Main-Lauf-Cup zwischen dem Brandenburger Kothe und Lokalmatador Grub entschied Letzter für sich.
 
Zum Aufbruch konnten wir unsere Rucksäcke mit Freibier vollstopfen: Vor der Turnhalle der TGD standen mutterseelenallein mehrere Kästen mit Ploppflaschen von »Faust« herum. »Das ist ja fast wie unter Alkis«, prustete es angesichts der klappernden Pullen aus Peanut heraus. Das Ärgernis: Faust macht nichts vergessen...
 
 

ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
freundlich mit viel Sonne, Höchstwerte 19 bis 24ºC, schwach windig
 
Teilnehmer am Start:
ca. 800 (HM, 10 km, 5000 m, 1000 m, 600 m)
Teilnehmer im Ziel:
758
Halbmarathonläufer im Ziel:
327 (M: 250 / W: 77)
 
Männer
1. Timo Grub (TV Hergershausen) 1:10:54
2. Steffen Kothe (Bio Runner Rhein-Main) 1:12:59
3. Rolf Ciesielski (Teutonia Hausen) 1:19:11
16. Kampfläufer Vitus (Frankfurt) 1:26:39 (4. M50, 16. Gesamt)
 
Frauen
1. Petra Hartmann (TV Hergershausen) 1:31:02
2. Sarah Giebl (LG Neu-Isenburg) 1:31:50
3. Sigrid Grygosch (LuT Aschaffenburg) 1:32:17
41. Peanut (Frankfurt) 1:57:15 (8. W50, 236. Gesamt)
 
Ergebnisse

Team Endzeit
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Unsere KILOMETERLEISTUNGEN vom 2. Juli bis 23. September 2012:
 
01. Wo. (Halbmarathon): V.: 1:35:50, Training: 111 km / P.: na, Training: 34 km
02. Wo. (Training): Vitus 126 km / Peanut 44 km
03. Wo. (Training): Vitus 123 km / Peanut 71 km
04. Wo. (Halbmarathon): V.: 1:59:28, Training: 102 km / P.: 1:59:25, Training: 55 km
05. Wo. (Training): Vitus 130 km / Peanut 84 km
06. Wo. (Halbmarathon / 10 km): V.: 1:31:01, Training: 104 km / P.: 54:37, T.: 77 km
07. Wo. (Training): Vitus 126 km / Peanut 84 km
08. Wo. (Training): Vitus 141 km / Peanut 82 km
09. Wo. (Halbmarathon): V.: 1:26:39, Training: 107 km / P.: 1:57:15, T.: 59 km
10. Wo. (Training): Vitus 143 km / Peanut 87 km
11. Wo. (Direkte Wettkampfvorbereitung): Vitus 120 km / Peanut 74 km
12. Wo. (Halbmarathon / Marathon): V.: 1:29:28, T.: 81 km / P.: 4:13:57, T.: 77 km
Gesamt: Vitus 1414 km / Peanut 828 km
 
.:: DAS RENNEN ::.
 
30. Fiducia BADEN-MARATHON KARLSRUHE, 23.9.12
Freitag, 21. September
 
So märchenhaft wie es 2011 lief (fünf Marathons unter drei Stunden und ein 30. Platz in Mainz), so scheiße lief es 2012. Seit ich mir im April den hinteren Schenkel riß, pflasterten schlechte Zeiten und Aufgaben meinen Weg. Karlsruhe sollte da ins Bild passen. Dabei hatte ich nach dem Halben Anfang September neue Hoffnung geschöpft. Aber was kommen mußte, kam! Haimanot hatte von vornherein keine Lust auf ein weiteres Abenteuer über die Langstrecke. Die Verlockung, mit Hilfsarbeiten einen schnellen Euro für die Verwandtschaft in Äthiopien zu machen, war größer. Da half auch der von Mitorganisatorin Hedwig reservierte Freistart mit der Startnummer 18 nichts. Ebenso wenig die Aussicht, durch einen Platz auf dem Treppchen mit einem Schlag so viel zu verdienen, wie mit einem Knochenjob im ganzen Jahr. Peanut und ich traten die Fahrt nach Karlsruhe diesmal allein an. Extra einen Tag früher, um ausreichend Erholung zu bekommen. Im Badischen war alles wie vor zwölf Monaten: Erneut diente das »Ibis Karlsruhe City« als offizielles Athletenhotel, mit Zimmer 251 bekamen wir dasselbe wie im alten Jahr, logierten wieder auf einem Flur mit den Assen aus Afrika, sogar der türkische Laden um die Ecke war derselbe.
 
Sonnabend, 22. September
 
Unsere Startnummern hatten wir gleich nach Öffnung der Europahalle um 13 Uhr abgeholt. Im Anschließend mußten wir nur noch die Stände des Marathon-Markts abklappern, uns mit Verpflegung eindecken und durch ein leichtes Läufchen im Oberwald auflockern. Um elf kam der Sandmann.
Grab des Stadtgründers Karl-Wilhelm
(© Vitus)
Sonntag, 23. September
 
Punkt 5.15 Uhr meldete sich unser »Paulchen Panther«-Klingelton.
BADEN-MARATHON! Käffchen, ein erster Gang aufs Häuschen, zur Einstimmung auf den Kampf eine Runde um den Block (Fahnen knatterten im Wind, aber es war mild und trocken), Morgenfutter, zweiter Gang aufs Häuschen, Brausen, Zähneputzen und auf zum Eventle. Die Straßenbahn fiel aus, doch ein Läufer aus Oberursel spendierte uns ein Taxi. Wer früh kam, brauchte sich auch nicht vor einem der drei bereitgestellten Chemieklos die Beine in den Bauch stehen. Drei Latrinen an der Euckenschule und noch ein paar vor der Europahalle für 8500 Teilnehmer... Apropo: Trotz mehrmaliger Erleichterung kam ich mir heute schwer wie ein Panzer vor.
 
Die Aufstellung im Block war von Wichtigkeit. Eigentlich wollte ich mich nie wieder von einem Zugläufer durchschleppen lassen. Nach einer ewig langen Verletzungsgeschichte sollte mich heute aber der Zugläuferservice auf den Weg zurück in die Erfolgsspur bringen. Mein Plan sah so aus: Einige Reihen hinter dem Leitwolf für »2:59 Stunden« aufstellen, nach dem Start eine kontrollierte Aufholjagd beginnen, dadurch beim Zusammenschluß ein Polster auf das Zeitziel zu besitzen, und im Schatten des Pacers ankommen. Nichts leichter als das...
 
Kilometer 0 bis 10:
Von der Europahalle durch die Südstadt und den Osten nach Durlach
 
9.00 Uhr fiel der Schuß. START zur 30. Auflage des drittältesten deutschen Stadtmarathons. Alles war wie gestern: Von Beiertheim ging´s auf der schnellen Brauerstraße erst nach Norden, und dann auf der Kriegsstraße durch die Südweststadt und die Südstadt in die Oststadt. Ich hatte einen schwarzen Tag erwischt. Vom ersten Meter an mußte ich um den Anschluß zum Ballon mit der »2:59« kämpfen. Früh meldete sich der nicht ausgeheilte Körper, dazu drückte deutscher Nervkram auf den Kopf: Rechnungen, Anwälte, Behörden, die lästigen Hundsäffchen von nebenan... Nach drei Kilometern entdeckte ich endlich ein Kilometerschild. Der Mittelwert ergab 4:07 Minuten für jeden Kilometer. Das waren acht Sekunden unter dem Richtwert für 2:59 Std. Ausgangs von Durlach hatte ich mich zum Zugläufer vorgearbeitet. Doch der sollte mehr Feind als Freund sein... Mit knapp 42 Minuten waren die ersten zehn Kilometer ungefähr so wie 1999, als ich mit Marathonlauf begann...
 
Kilometer 11 bis 20:
Vom Oberwald durch Rüppurr und Bulach nach Beiertheim
 
Das Schutzgebiet Oberwald wurde von West nach Ost durchquert. Nachdem der Pacer zwischenzeitlich runterschaltete, hinter mir verschwand, ich mich absichtlich zurückfallen ließ, und wir die steile Überführung Am Rüppurrer Schloß wieder Schulter an Schulter genommen hatten, verkrampfte ich dann völlig. In den Gassen zwischen Dammerstock und Rüppurr nahm Sportfreund Flörchinger Fahrt auf, wurde immer schneller und mißbrauchte den Baden-Marathon als »Fartlek«-Übung mit Tempospielen über die volle Distanz, Pinkelpause inbegriffen. »Der loift sein´ Schdiefl«, befand es ein Triathlet neben mir. Ich hätte wie früher mein eigenes Ding mit gleichmäßiger Geschwindigkeit machen sollen. Aber dafür war es nun zu spät. Nach zwei Kilometern in 4:22 Min., und nachdem der gelbe Ballon immer weiter nach vorn wegschwebte, wollte ich von der Strecke gehen. 14 Kilometer, den Rest kannte ich allzu gut, und von Rüppurr waren es nur zweitausend Meterchen zum Hotel. Andererseits wäre auch die 18 eine schöne Zahl zum Abschied gewesen. Manchmal gibt´s auch gütige Wendungen... In der Walachei vor Weiherfeld war ich mit meiner Entscheidung ein weiteres Mal der einsamste Mensch auf Erden... bis in Bulach einer der behenden jungen Afrikaner aufschloß. Weiß der Geier, woher der kam. Den 19. und 20. Kilometer liefen wir in 4:09 Minuten. Jetzt hatte ich zumindest einen Wettkampf beendet. Nach dem Tunnel am zwanzigsten Kilometer bin ich r e c h t s r a u s!
 
Kilometer 21 bis 30:
An der Alb lang über Daxlanden und Mühlburg in die Nordweststadt
 
Hinter der Europahalle warteten eine im Marathontempo erzielte Halbmarathonzeit von 1:29:28 Stunden, eine alte Frau, die mir eine silberne Blechplakette um den Hals hing (Marathonis erhielten sie in Gold), und der Karslruher »Runner´s Heaven« voller gesunder Flüssigkeiten, Obst, Eintopf, Laugengebäck, Räucherwurst und Käsewürfel. 13 Minuten vor mir war Dampfplauderer Dieter Baumann über den Strich gerannt. Die sechs Kilometer über das Ufer der Alb erlebte ich genauso wenig wie die Kreuzung Willy-Brandt-Allee/Moltkestraße mit dem Gedenkstein zur Ermordung Bubacks 1977 durch die RAF. Der Schloßgarten wurde nicht von mir betreten, nicht der 35. Kilometer, in dessen Nähe, im Wildparkstadion, tags zuvor der KSC seine Drittligapartie gegen Wacker Burghausen verlor, nicht der 36. Kilometer, an dem Maswei seine letzten beiden Gegner stehen ließ, und auch nicht die innerstädtischen Attraktionen des »Fächers«.
 
Kilometer 31 bis 40:
Von der Nordstadt durch den Schloßgarten in die Innenstadt und den Süden
 
Peanut trug unser Fähnlein allein weiter. Auf ihrer zweiten Marathonhälfte hatte sie es mit den 11.30 Uhr losgelassenen Rahmenwettstreite zu tun. Neben zwei Hundertschaften des 2. Halbmarathon-Wettkampfs war sie mit den frischen Kräften der Firmen-Staffetten konfrontiert, dazu kamen auch noch die Nordischen Sportwanderer. Einen Schub brachten ihr dagegen die diesmal zahlreichen Menschen am Rande. Neben deutlich mehr Zuschauern sorgten auf dem interessanteren zweiten Teil der Strecke auch 1600 Tänzer und Musiker für Rambazamba. Trotzdem - und das sagt jeder, der einmal in Karlsruhe lief - fiel ihr die zweite Runde mit ihren Brücken, Bordsteinen und unebenen Wegen wesentlich schwerer. Mit 1:57 Stunde zur Halbzeit noch auf Kurs unter vier Stunden unterwegs, machte der Rest alles kaputt.
 
Kilometer 41 bis 42,195:
Finale im Europa-Sportpark
 
Peanut kam unter strahlender Sonne und herrlicher Herbstluft zum ZIEL auf der Beiertheimer Kampfbahn. Sie war in guter körperlicher Verfassung und mit 4:13 Stunden genauso schnell wie im Frühling auf dem flinken Asphalt von Hamburg. Damit wurde sie Elfte in der Klassenwertung des Marathons. Aber nicht erst seit Karlsruhe ist Peanut sowieso meine H e l d i n!
 
Die Weißen stellten kein Problem für die Ostafrikaner dar. Am Ende zierte der Lorbeerkranz für den Ersten das Haupt eines Kenianers. Samwel Maswai, Matador von 2011, triumphierte aus einem 35 Kilometer lang zusammen arbeitenden Trio heraus. 2:11:46 Stunden bedeuteten zugleich die zweitschnellste Zeit in der Geschichte des Baden-Marathons. Auf den Plätzen folgten drei seiner Landsmänner und zwei Äthiopier. Bei den Frauen lagen am Ende zwei Zwergenwüchsige aus Kenia vor drei Vertreterinnen Äthiopiens. Dabei gelang der weitgehend allein laufenden Joyce Kandie mit 2:34:38 Stunden ein souveräner Sieg mit neuem Kursrekord. Irgendwo, irgendwann im Hotel hatte jeder der Läufer vom schwarzen Kontinent unseren Weg gekreuzt. Der Fünftplatzierte (Chelanga-Kenia) war nach einem Marathon in 2:15:43 Std. die drei Straßenbahnhaltestellen vom Ziel zum Hotel mit der Urkunde in der Hand zurückgelaufen, und zusammen mit Peanut und mir im Aufzug aufs Zimmer gefahren.
Der Kampf in einer BILDERTAFEL... anklicken............
FAZIT
 
Das Eventle schmückte sich mit Etiketten wie »Ausgewählter Ort im Land der Ideen« und »Symbadischer Marathon«. Man kann aber auch spöttisch sagen, daß die Ausstrahlung zwar charmant, die Strecke jedoch ziemlich anstrengend war. Die Organisation war erneut einwandfrei. Zum runden Geburtstag ließen die Macher für jeden Teilnehmer einen Schulterrucksack springen. Dazu konnte man eins der limitierten Jubiläumstrikots erwerben. Neben Aufnahmen vom fahrenden Krad war eine sogenannte Drohne im Einsatz: eine Flugscheibe, die mit einer Kamera bestückt Luftaufnahmen lieferte. Für die Materialinteressierten: Peanut trug die alten, schweren Schlachtschiffe Asics Gel-3010, Vitus die leichten Kreuzer Adidas adiZero Boston 2.
Schloß Karlsruhe
EHRUNG UND SCHLUSSFEIER
 
Nach einer Brause und den ersten Hopfenhaltigen auf dem Hotelzimmer, bin ich noch mal zum Zielgelände gegondelt und habe Peanut bei ihrer Ankunft am 42. Kilometer erlebt. Zusammen sind wir bei den Siegerehrungen in der Europahalle gewesen. Dort bot sich das gleiche Schauspiel wie vor einem Jahr. - Die Suche nach einer angemessenen eigenen Sause am Abend blieb ohne Erfolg. Karlsruhe bot nur die Wahl zwischen Snobkasten und Spelunke. Final landeten wir im sterilen »Ibis«.
 
Montag, 24. September
 

Nach Ausschwitzen am Morgen und frischem Weizen im »Fellows«, haben wir Karlsruhe »Ade« gesagt. In Frankfurt lauerte wie gewohnt die Pest - und der baldige Start in einen neuen Morgen!
 
Worte des Dankes
gehen an Marathona Peanut.
 
Für mich selbst ist mit dem Verlust der Kraft der Anreiz fürs Marathonlaufen v e r l o r e n.
 
 
Volksläufer Vitus, 29. September 2012
 
.:: ZAHLEN UND ZEITEN ::.
Wetter: bedeckt, bis 19ºC, mäßiger bis frischer Wind
 
Gesamtteilnehmer
Am Start:
ca. 8500
Im Ziel:
8385 (Marathon: 1459, Halbmarathon: 5412, Sportgeher: 77, Firmen-Staffeln: 1437)
 
Marathonläufer
Im Ziel:
1459 (M: 1211 / W: 248)
 
Männer
1. Samwel Maswai (Kenia) 2:11:46
2. Silas Toek (Kenia) 2:12:36
3. Nashashon Kimaiyo (Kenia) 2:12:52
4. Gosa Girma Tefera (Äthiopien) 2:13:59
5. Abraham Kipgosgei Chelanga (Kenia) 2:15:43
6. Werkuneh Seyoum Aboye (Äthiopien) 2:15:49
 
Frauen
1. Joyce Kandie (Kenia) 2:34:38 (SR)
2. Lydia Rutto Jerotich (Kenia) 2:39:08
4. Rahel Kebede Shiferaw (Äthiopien) 2:41:19
5. Bizuwork Getahun Kasaye (Äthiopien) 2:47:49
3. Simegn Girma Tefera (Äthiopien) 2:51:27
6. Svenja Mann (Deutschland) 2:56:03
 
Peanut (Deutschland)
Startnummer:
M1515
Zeit: 4:13:57
Platz:
118 von 248 bei den Frauen
Platz: 11 in Klasse W50
Zwischenzeiten:
00-10 km: 0:54:50
10-20 km: 0:56:37
20-30 km: 1:00:24
30-40 km: 1:06:48
1. Hälfte: 1:57:44
2. Hälfte: 2:16:13

 
Kampfläufer Vitus (Deutschland) - Halbmarathon
Startnummer:
M39
Zeit: 1:29:28
Platz:
270 von 3694 bei den Männern
Platz: 20 in Klasse M50
Zwischenzeiten:
00-10 km: 41:49
10-20 km: 43:17
 
Medizinische Bilanz
Wegen Kreislaufkollaps wurden 94 Einsätze fällig. Ein Läufer brach sich einen Knochen. Ein 68jähriger brach direkt nach dem Start zusammen und mußte wiederbelebt werden.
 
Ergebnisse, Galerien und Emotionen

Baden-Marathon