40. BERLIN-MARATHON, 29. September 2013
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AUFBAUKÄMPFE
Sonnenwendlauf Bonames (10 km), 26.6.13
Marburger Halbmarathon, 5.7.13
Obertshausener Halbmarathon, 28.7.13
Karbener Halbmarathon, 11.8.13
Koberstädter Wald-Marathon, 25.8.13
Quellenhalbmarathon Vilbel (10 km), 15.9.13
STRECKE ¤ VORBEREITUNG ¤ MARATHON ¤ STATISTIK ¤ BILDER
Berlin Vol. IV - Nichts mehr wie vorher
 
 
Wie die Zeiten sich ändern... Konnte man bei unserem ersten Ausflug nach Osten 2006 noch vier Monate vorm Marathon einen Startplatz haben - zwischen Mitte Mai und Anfang Juli konnte Spree-Athen ausgebucht sein, um sicher dabei zu sein, sollten wir uns bis Anfang Mai entscheiden - war die Teilnehmergrenze fünf Jahre später innerhalb von sechs Wochen erreicht. Was für 2012 sechs Wochen brauchte, brauchte fürs Jubiläum nur Stunden. Nach 3 ½ Stunden (!) waren die 40
 000 Plätze für den 40. Berlin-Marathon vergriffen. Dabei gingen 10 000 Anmeldungen in den ersten zwei Minuten (!) nach Öffnung der Online-Registrierung ein. Weitere 4000 waren zu diesem Zeitpunkt bereits in einer elektronischen Warteschlange für die zweite Meldephase. Nach einer Stunde war die Hälfte aller Plätze vergeben, und am 25. Oktober 2012, 15.31 Uhr MESZ, war der elf Monate später steigende Marathon ausgebucht (die 3. Meldephase kostete 110 Euro).
 
Mal hü, mal hott, und dann doch, bei Marathona Peanut und mir. Nach einem friedlichen Marathon durch ROM und einem etwas ernsteren Versuch in HAMBURG sah es Anfang Mai so aus, als ob es noch mal was mit einem schnellen Major werden könnte. Aber da war BERLIN schon lange dicht. Die 31
 000 Plätze im freien Verkauf waren weg, über Auktionen kein Rankommen (die Startplätze in Berlin sind personenbezogen und nicht übertragbar!), und auch die 1000 Plätze der Hilfsorganisationen gingen weg wie blöd. Damit blieb nur die Hoffnung, zwei von den weltweit 8000 an renommierte Reiseveranstalter vergebenen Plätze zu ergattern (welche die Startnummer zusammen mit Flug und Hotel zu einem freien Preis - bis 170 Euro (!) die Nummer - weiterverkauften). Auch dieses Kontingent war rasch erschöpft. Trotzdem wollten wir im Herbst noch mal die Faszination der Königsklasse erleben. Und nu? Ein Reisebüro in Kopenhagen hatte noch zwei Arrangements. Wir hatten die Kröte bereits geschluckt, und wären um ein Haar mit den Dänen von »Albatros« und dem früheren Spitzenmann Henrik Jörgensen nach Berlin gefahren - bis sich die angestammten Interairler aus Pohlheim bei uns meldeten. Für 150 Euro pro Nummer waren wir als Nachrücker ins Feld von Berlin gerutscht. 2013 war unsere vierte Teilnahme nach 2006, 2007 und 2008, die Sehenswürdigkeiten kannten wir, und 2008 knackte ich mit Berliner Luft im Rücken zum ersten Mal die magische Grenze: 2:55:17 Stunden...
 
Der Bär sollte allerdings weiter vorn steppen. Kenias Patrick Makau, der seinen vor zwei Jahren in Berlin aufgestellten Weltrekord (2:03:38 Std.) angreifen wollte, mußte zwar wegen einer Entzündung im Knie kurzfristig absagen. Aber mit dem zweitschnellsten Läufer der Geschichte, Wilson Kipsang (2:03:42 Std.), und den afrikanischen Landsmännern Eliud Kipchoge (2:05:30 Std.) sowie Geoffrey Kipsang (2:06:12 Std.) konnten weitere Hochkaräter in die Bresche springen!
 
.:: DIE STRECKE ::.
Die Strecke ist seit 2008 gleich geblieben. Damals lag der Start westlich vom Brandenburger Tor in der Lunge der Millionenstadt, dem Großen Tiergarten. Auf flachen und ausladenden Asphaltchausseen führte die Route durch die Ortsteile Tiergarten und Moabit, dann durch Mitte und Friedrichshain nach Kreuzberg, weiter über Schöneberg und Friedenau bis nach Schmargendorf, und schließlich über Wilmersdorf und Charlottenburg wieder bis Mitte. Zurück in Tiergarten fand der Kampf nach dem Durchlauf unter der Victoria sein grandioses Finale. Neben den verschiedenen Gesichtern der Stadt wurden unterwegs die Wahrzeichen Siegessäule, Reichstag, Fernsehturm, Kurfürstendamm, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Gendarmenmarkt, Dom und Unter den Linden gestreift. Es herrscht Hochbetrieb am Straßenrand: Eine geschätzte anderthalb Million trägt die Läufer jedes Jahr ins Ziel. Die Schleife durch Berlin ist aber nicht nur ansehnlich und voller Stimmung, sondern mit nur 60 Steigungsmetern auch äußerst schnell. In 40 Jahren wurden hier neun Weltbestzeiten und Weltrekorde aufgestellt:
 
1977 - Christa Vahlensieck (Deutschland) 2:34:48
1998 - Ronaldo da Costa (Brasilien) 2:06:05 (erster Mensch über 20 km/h)
1999 - Tegla Loroupe (Kenia) 2:20:43
2001 - Naoko Takahashi (Japan) 2:19:46
2003 - Paul Tergat (Kenia) 2:04:55 (erster Mensch unter 2:05 Std.)
2007 - Haile Gebrselassie (Äthiopien) 2:04:26
2008 - Haile Gebrselassie (Äthiopien) 2:03:59 (erster Mensch unter 2:04 Std.)
2011 - Patrick Makau (Kenia) 2:03:38
und...
2013 - Wilson Kipsang (Kenia) 2:03:23
 
Interaktive Strecken-Skizze
Morgenpost
 
.:: DIE VORBEREITUNG ::.
Mit Rekorden hatte ich schon zigmal abgeschlossen. Doch manchmal phantasiert man noch w a h n s i n n i g e Träume von den guten alten Zeiten, von den Marathons mit einer »2« vorm Doppelpunkt. Kampfinstinkt liegt einem so oder so im Blut. Peanut hingegen ist in Sachen Berlin ein gebranntes Kind. Bei allen bisherigen Starts scheiterte sie deutlich an ihrer Traumgrenze »3:59«. Da war was auszumerzen. Außerdem mußten die gültigen Bestzeiten für eventuelle weitere Meldungen erneuert werden. Ende des Jahres drohte das Nichts! World-Major-Geschichte sollte sich wiederholen...
 
Leider mußten wir uns gleich zu Beginn mit hartnäckigen Reizuständen in den Fersen (Sehnenansatz) rumschlagen. Bei mir hatten sie vor zwei Monaten (Mitte April) angefangen, bei Peanut nach der ersten von 16 Vorbereitungswochen auf Berlin (Mitte Juni). Schwerer wog allerdings, daß alle Leidenschaft fürs Laufen verloren war. Man war sich fremd geworden, wir lebten in der Wetterau, wo die Uhren langsamer ticken. Aus dem Frühling kehrte ich mit der schlechtesten Verfassung aller Zeiten zurück. Nie war ich mit der Form so am Boden wie zu Beginn der Vorbereitung. Ich hatte 82 Kilo auf den Rippen: 13 zuviel! In 16 Wochen wollten wir die notwendige Form aufbauen. Die erste Woche kam ich mir vor wie eine Schnecke, ab der zweiten fehlte jedes Motiv, jeder Kilometer wurde zur Qual. Im Grunde gab´s nur den Versuch, sich von Vereinstraining zu Vereinstraining zu robben, und den Torturen der Volksläufe auszusetzen. Nachfolgend Berichte von unseren AUFBAUKÄMPFEN:
 
9. SONNENWENDLAUF UM DEN ALTEN FLUGPLATZ FRANKFURT-BONAMES, 26.6.13
(10-Kilometer-Lauf)
Alles, alles geht vorbei...
 
Der Sonnenwendlauf in Frankfurt war die erste Bewährungsprobe. Es war ganz bewegend, nach über einem halben Jahr sein Ex-Übungsgelände im Norden Frankfurts wiederzusehen. Nicht hunderte, tausende Male war ich in meinen 14 Frankfurter Läuferjahren auf dem Niddaufer zwischen den Stadtteilen Eschersheim und Bonames unterwegs. Hier kenn´ ich jeden Stein. Aus teils verwucherten Erdwegen wurden mit der Fitness-Welle ab der Jahrtausendwende Asphaltpisten für die laufende und radelnde Masse. Rechts der Nidda ging´s heute schneller denn je daher. Allerdings warteten auf dem linken Ufer vier noch immer wilde Kilometer durch Gras und auf dem Deich lang, dazu ging´s viermal unter der Autobahn durch, zweimal war eine Holztreppe über den Kalbach zu überwinden.
 
Rund zweihundert Nasen hatten sich an diesem grauen Abend im Juni auf dem ausgedienten Armeeflugplatz in Bonames über fünf und zehn Kilometer eingefunden. Das Signal zum Start ertönte zu einer unüblichen Zeit: an einem Mittwoch um 19.30 Uhr - und mit einer Woche Verspätung auf die namensgebende Sonnenwende. Den 10-Kilometer-Lauf entschied ein Unbekannter aus dem Vordertaunus in beachtlichen 33 Minuten für sich. P., die bis eine Stunde vorm Start noch hinterm Schreibtisch saß, brauchte für diese Strecke 54 Minuten, ich schrammte knapp an den ersten Zehn vorbei, gewann nach einer knüppelharten Anstrengung aber die Altersklasse.
 
Die Ehrungen brachten schlechte Aussichten. Im Vorjahr noch von Hessens Innenminister Rhein hofiert, droht der Veranstaltung das Aus. »Wir wissen nicht, ob es einen zehnten Sonnenwendlauf geben wird«, sagte Organisator Hellmeier. Viele waren in der Dämmerung schon über alle Berge. Damit blieb Hellmeier auf vielen Preisen sitzen. Peanuts und meine geplante Heimfahrt mit den Rädern von Frankfurt entlang der Nidda nach Wöllscht scheiterte an Energielosigkeit und der Dunkelheit. In Berkersheim haben wir uns in die Bahn gesetzt.
 
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter: stark bewölkt, 17ºC, leichter Nordwestwind
 
Teilnehmer im Ziel: 216 (10 km, 5 km, NW)
10-km-Läufer im Ziel: 144 (M: 111 / W: 33)
 
Männer
1. Stanislaw Kubik (Kronberg) 33:00
2. Thomas Thyssen (BSG DER-Touristik) 33:39
3. Antonio Alves Dos Santos (Oberursel) 35:48
11. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 41:20 (1. M50, 12. Gesamt)
 
Frauen
1. Natascha Schmitt (LG Eintracht Frankfurt) 37:54
2. Prisca Lepper-Schwarzer (RFC Oberstedten) 42:32
3. Sabine Pappert (TV Salmünster) 43:18
17. Peanut (Spiridon Frankfurt) 54:35 (4. W50, 107. Gesamt)
 
Ergebnisse
Team Echtzeit
 
16. MARBURGER NACHTMARATHON, 5.7.13
(Halbmarathon)
Mißgriff in Marburg, Ort der Vielfalt (Ruiniert durch Idioten)
 
Am Ende der vierten Trainingswoche war meine Form gefühlt schon wieder ganz gut, und ein Halbmarathon unter 1:30 Stunde ein Muß. Dem gegenüber standen eine strapaziöse Fahrt ins Marburger Bergland, ein Freitag im Juli mit Werten in der Sonne über 30 Grad, und eine ungewohnte, schwere Probe zu vorgerückter Stunde. Vorm Peng wartete heute auch noch ein Marsch vom Veranstaltungszentrum Universitätsstadion zum Start auf dem Marburger Markt, der es in sich hatte. Es war kein Scherz, als unser Spiridonkumpel Lee - nach dem Weg befragt -, auf das Schloß knapp unterm Gewölk zeigte. »Ca. 750 Meter« sollte der Fußweg offiziell betragen. Aber was waren das für 750 Meter?! Ein Knüttel aus Pflaster, der letzte halbe Kilometer zum Start eine wahre Himmelsleiter. Viele hatten sich bereits eine halbe Stunde vor der Angst auf die Socken gemacht. Die Oberstadt erreicht, wartete dort eine düstere, mittelalterliche Fachwerkatmosphäre, die sich auf den Läufer in einer Mischung aus Erhabenheit und Beklemmung niederschlug.
 
19 Uhr fiel der Schuß. Vom steil abhängenden Marktplatz ging es zuerst durch schmale Gassen und mit den Ellbogen haarscharf an Tischkanten, Stuhllehnen und Bierkrügen vorbei, durch Schänken und Kneipen hindurch, in Marburgs Innenstadt. Nach zwei Kilometern Gefälle verlief der Kurs ohne nennenswerte Steigungen längs zur Lahn weiter in Richtung Norden. Aus Pflastersteinen wurde nun Asphalt, aus Enge Weite, aus prächtiger Stimmung gähnende Leere. Im Zipfel der Nordschleife (Wehrda) wechselte die Route auf die rechte Seite der Lahn und führte durch deren Auen zurück in die Altstadt, und mit weiteren Flußquerungen auf der Südschleife bis in Marburgs südlichsten Stadtteil (Cappel). Von dort führte das Niemandsland hinter Gisselberg auf den erlösenden Tartan an der Jahnstraße. Neben dem Dampf im Marburger Kessel bereiteten die rumpeligen Brückenstege sowie Hunde, Autos und Radler auf den nicht abgesperrten Abschnitten einige Schwierigkeiten (ein Penner hätte mich fast umgefahren). Nach einem Auftakt knapp überm Vierer-Tempo, kam es nach sieben Kilometern zu einem unerklärlichen Einbruch. Obwohl ich mich so schnell wie lange nicht fühlte, stiegen die Kilometer über 4:20 Minuten an - und kurz dachte ich über Abbruch nach. Aber wie ins Ziel kommen? Das hatte sich auch Lee gefragt, der zur Hälfte des Marathons im Stadion ausstieg. Dieses hatte ich zwanzig Minuten hinter dem für »Team Interair« startenden Äthiopier Oddee in abgrundschwachen 1:32 Std. erreicht. Und das richtig böse Ende kam noch...
 
Denn das zum »Ort der Vielfalt« ernannte Marburg stand dem Gesindel offen. Während des Laufs waren im Unistadion Diebe am Werk. Wie man sich so fühlt, nach der Schinderei seinen Rucksack aufgebrochen vorzufinden, was einem da so durch den Kopf geht... Langfinger hatten gezielt Wertsachen entwendet. Neben Portmonee mit Bargeld war auch meine Kamera und ein Beutel mit Laufutensilien weg. Leider schiß der Ultra Sport Club Marburg auf so was wie eine Fürsorgepflicht des Veranstalters gegenüber den Teilnehmern. Die Organisatoren zeigten kein Interesse an dem Delikt und ließen mich wie einen dummen Jungen stehen. Nur der Sprecher erlaubte mir eine kurze Durchsage, ich durfte dem »ehrlichen Finder« die Hälfte als Finderlohn anbieten. Daß ich nicht völlig mittellos dastand, war meiner Begleiterin zu danken. P. hatte ebenfalls den Halbmarathon bestritten, sich auf der letzten Speiche unter die Zwei-Stunden-Marke gerettet, und wurde nicht bestohlen. Mit dem zuvor gelösten Hessenticket kamen wir schließlich zur Mitternacht zuhause in der Wetterau an. Was von Marburg blieb, waren verheerende Wut und das Wissen, nie wieder beim Nachtmarathon zu sein (der bei 1277 Ankommern auf der Halbdistanz, aber nur 187 im Marathon, seinem Namen sowieso spottete).
 
 
ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter: sonnig, 26ºC, leichter Wind
 
Teilnehmer gemeldet: 2076
Teilnehmer am Start: 1882 (Marathon: 187, HM: 1279, Staffeln: 104)
Teilnehmer im Ziel: 1876
Halbmarathonläufer im Ziel: 1277 (M: 920 / W: 357)
 
Männer
1. Gutu Abdata Oddee (MTV 1846 Gießen) 1:11:19
2. Philipp Müller (TSV Krofdorf-Gleiberg) 1:15:09
3. Necut Basak (Biedenkopf) 1:15:22
67. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:32:37 (3. M50, 69. Gesamt)
 
Frauen
1. Franziska Rachowski (TSV Krofdorf-Gleiberg) 1:27:53
2. Anja Meixner (Marburg) 1:29:41
3. Simone Burel (MTG Mannheim) 1:32:51
92. Peanut (Spiridon Frankfurt) 1:59:51 (9. W50, 635. Gesamt)
 
Ergebnisse
Team Echtzeit
 
37. HAUSENER VOLKS-WALDLAUF, 28.7.13
(Halbmarathon)
Heiße Luft aus Afrika
 
... sorgte seit Wochen für Alarm in Deutschland. Ausgerechnet für den letzten Sonntag im Juli war der Hitze-Rekord 2013 angesagt. Nahe 40 Grad sollte es werden. Berlin entzog der traditionsreichen Vattenfall-City-Nacht im Sinne der Sicherheit den Wettkampfstatus... Nachdem am Vortag in Hessen 37 Grad herrschten, verhinderten Wolken den für heute angesagten Rekordwert. Bei mulmigen, aber noch gesunden 26 Grad entschlossen sich mehr als zweihundert Menschen kurzfristig zum Laufen: statt 659 in der Voranmeldung gingen 874 an den Start. Dennoch war es, als wollte Obertshausen unter einer Dunstschicht ersticken. Von 362 Halbmarathonläufern sollten 58 aufgeben, auch ein Sankra wurde im Zielbereich verortet... Verantwortlich für Peanuts und meinen Start war Spiridonkollege Till. Denn der Nahverkehr RMV hätte uns die Anreise mit Bahnen nur im Stundentakt und 50 Minuten Aufenthalt in Frankfurt glatt vermasselt. Dank Till fuhren wir ab Sachsenhausen im Kfz. zum Sportplatz am Rande der Stadt. - Aus Ernährungssicht hatte ich heute experimentiert und morgens neben Wasser nur zwei Pullen R a u m f a h r t s k o s t (hochkalorische, zur vollständigen Ernährung geeignete Trinknahrung, 200 Milliliter sind 300 Kilokalorien) geschluckt.
 
Wider Erwarten sollte es ein ausgesprochen schöner Tag werden. Das begann schon mit dem stimmungsvollen Rahmen: Auf Schritt und Tritt traf man Freunde und Bekannte, auf Spiridonis und Biorunner, dazu die marathonverrückten Japanerinnen Kimura und Nomura. Nach dem Lauf konnte man unter einem Sonnendach mit selbstgebackenem Kuchen, Würstchen und frischgezapften Bier seinen Spaß haben. Beim Rennen standen Wasser, Obst, Schwämme und Faustbier bereit. Neben hochwertigen Ledertaschen für die ersten Drei wurden ans Volk Preise aus einer Tombola verlost.
 
Dazwischen fiel Punkt 8.30 Uhr der ohrenbetäubende Peng zum Halbmarathon. Wie wir das seit Jahren gewohnt waren, führte die Strecke von der Sportanlage Hausen über zwei 10-Kilometer-Runden durch den Wald vor Offenbach. Dabei wurde ich nach vier Kilometern von den weiblichen Klubkollegen Bohn und Holljesiefken eingeholt. Ausgangs der ersten Runde zogen die Laufgerippe und späteren Siegerinnen unaufhaltsam davon und nahmen mir bis ins Ziel fast drei Minuten ab. Mit der eigenen Leistung war nicht nur die Zielsetzung (1:26 Std.) weit verfehlt, sondern auch ein Berlin-Marathon unter drei Stunden ins Reich der Utopie gerückt. Seit Wochen von der Bullenhitze demoralisiert, schrammte Peanut an der für sie magischen Zahl (2:00 Std.) ebenso vorbei, wie die Japanerinnen. Aber irgendwie war das heute alles schnurzpiepe. Eine Menge Schweiß ist heute geflossen... Kimura war nach 2:17 Std. so kaputt, daß sie noch nicht mal ins Taxi steigen konnte und sich erst am Klubheim erholen mußte. Gar nicht erst angetreten war unsere Äthiopierin Haimanot, die ihre Anschlußfahrt in Offenbach verpaßte und als Zuschauerin kam. Der jüngst aus Ostafrika eingetroffene 2:11-Std.-Marathoni Alamo Damy Sambatu wurde Zweiter im 10-Kilometer-Lauf. Den Frauensieg über 21 Kilometer machten zwei Spiridonas unter sich aus. Dabei wollte Bohn Holljesiefken mit einem Stehversuch auf der Außenbahn den Vortritt lassen, doch diese begnügte sich mit einer Sekunde Abstand mit dem zweiten Platz. Das Männertreppchen bestiegen drei oftmalige Volkslaufsieger.
 
Danke!
Bemerkenswert bleibt die Tatsache, daß das Startgeld von sieben Euro nicht nur eine gute Verpflegung, sondern auch die Bewachung der eigenen Habseligkeiten beinhaltete. Tod den Langfingern! Selten war ein Volkslauf in Hessen so fröhlich wie der in der Hitze von O´hausen.
 
 

ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
Sonne und Wolken, bis 28ºC, mäßiger Westwind
 
Teilnehmer am Start:
874 (21,1 km, 10 km, 5 km, 1 km, 400 m, 200 m)
Teilnehmer im Ziel:
794
Halbmarathonläufer am Start: 362
Halbmarathonläufer im Ziel:
304 (M: 220 / W: 84)
 
Männer
1. Timo Grub (TV Hergershausen) 1:16:12
2. Steffen Kothe (Bio Runner Rhein-Main) 1:16:28
3. Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) 1:18:40
19. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:30:40 (1. M50, 22. Gesamt)
 
Frauen
1. Birgitt Bohn (Spiridon Frankfurt) 1:27:50
2. Anke Holljesiefken (Spiridon Frankfurt) 1:27:51
3. Veronika Ulrich (LG Neu-Isenburg) 1:28:28
45. Peanut (Spiridon Frankfurt) 2:03:39 (8. W50, 220. Gesamt)
 
Ergebnisse

Team Echtzeit
 
24. KARBENER STADTLAUF, 11.8.13
(Halbmarathon)
Karben baute ... und versank im Gewittersturm
 
Höhere Gewalt, Wegfall der Laufserie, kurzfristig zu ändernde Strecken: Die Macher des KSV waren nicht zu beneiden. Wegen einer Großbaustelle im stetig wachsenden Karben war der 2012 eingeweihte Rundkurs diesjahr schon wieder gesperrt. Die Organisation mußte auf die alte und nicht mehr amtlich neu vermessene Runde von 2011 zurückgreifen, die weniger durch die Natur (am Fluß Nidda), sondern mehr durch die Stadt (die Industriehallen und die neue Mitte von Groß-Karben, sowie durchs neue und alte Klein-Karben) führte. Dazu hatte dienstagnachmittag Sturmtief »Franz« eine Spur der Verwüstung durch die Wetterau geschlagen, und Karben war das Epizentrum. Bäume wurden entwurzelt, Straßen und Gehwege abrupt mit Ästen übersät, Ziegel waren von den Dächern geflogen. Direkt an der Rennstrecke war ein Baum am Bahnhofsplatz auf ein Auto samt Insassen gestürzt, ein Kanal neben der Bahnhofstraße wurde überschwemmt, ein Dach in der Rathausstraße abgehoben. Erst zwei Tage vorm Wettkampf erhielt Chefin Birkmeyer die Freigabe durch die Polizei. Der DAK-Laufcup, zu dem Karben mal zählte, existierte sowieso nicht mehr. Man mußte einen gewaltigen Aderlaß verkraften. Von einst fast 800 Läufern kam nur noch die Hälfte. Gönner hatten sich zurückgezogen, nicht ein Standbetreiber war vor Ort. Nur die Nummernausgabe und ein Massagezelt ließen so was wie Rennfgefühl aufkommen. Drohte der nächste Volkslauf in der Versenkung zu verschwinden?
 
Nachdem Peanut und ich durch die mauen bis miesen Zeiten der letzten Monate in Sorge geraten waren, und wir uns mit der Fortführung des Unternehmens »Berlin-Marathon« lange schwertaten, sollte ausgerechnet das gebeutelte Karben ein Ausrufezeichen setzen! Nach fünf »Auswärtsspielen« (2006, 2007, 2009, 2010 und 2012) war Karben diesmal unser Heimspiel. Wir wohnten nur elf Kilometer von Start und Ziel entfernt...
 
Schlag neun erfolgte am Reutzel-Sportfeld der Start. Der Himmel spielte mit, und ich lief die gesamten 21,1 Kilometer in Sicht zum kleinen Wirbelwind Haimanot Haile her. Gewisse atmosphärische Störungen verhinderten die direkte Zusammenarbeit mit der ersten Frau im Rennen. Dafür klappte es mit der ersehnten Endzeit von 1:26 Stunde. Damit war ich neunter Mann und Sieger meiner Altersklasse. Peanut verbesserte sich gar um acht Minuten gegenüber Obertshausen vor zwei Wochen und machte mit 1:55 Std. den dritten Platz in ihrer Kategorie. Wäre das nicht passiert, hätten wir uns für den Rest des Sommers 2013 lockergemacht. So änderten sich die Ziele für Berlin: Ich hatte noch mal Blut geleckt, Peanut ganz sicher auch. Wir durften alle aufs Treppchen krabbeln: die Äthiopier Haimanot und Belete aufs obere und mittlere über 21 und 5 Kilometer, Peanut und ich aufs untere und obere über 21 Kilometer. Mit porzellanen KSV-Tassen als Ausbeute, haben wir uns am frühen Nachmittag auf die Räder heimwärts geschwungen. Vielleicht geht ja doch noch was...
 
 

ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
wechselnd wolkig, um 20ºC, leichter bis mäßiger Westwind
 
Teilnehmer im Ziel:
415 (HM, 10 km, 5,3 km, 3 km, 1,5 km, 300 m)
Halbmarathonläufer im Ziel: 156 (M: 125 / W: 31)
 
Männer
1. Simon Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) 1:19:21
2. Thomas Olt (SV Fun-Ball Dortelweil) 1:20:05
3. Ralf Deckenbach (LT Hanau-Bruchköbel) 1:22:17
9. Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt) 1:26:44 (1. M50)
 
Frauen
1. Haimanot Haile (Spiridon Frankfurt) 1:26:13
2. Sevim Haaß (-) 1:34:49
3. Kim Mess (TV Gladenbach) 1:35:23
11. Peanut (Spiridon Frankfurt) 1:55:09 (3. W50)
 
Ergebnisse

Sportident
Virtuelle Strecken-Skizze
GPSies
Der AUFBAU-MARATHON
(Klick aufs Emblem öffnet separaten Bericht)
 
35. KOBERSTÄDTER WALD-MARATHON,
25.8.13
 
6. QUELLENHALBMARATHON BAD VILBEL, 15.9.13
(10-Kilometer-Lauf)
Im Flow am Fluß
 
Der Quellenlauf in Vilbel war ein doppeltes Heimrennen für uns. Vom eigenen Wohnsitz waren´s nur zehn Bahnminuten bis zum Start am südlichen Rand der Wetterau. Dazu gab es auf der Rennstrecke Berührungen mit dem Übungsgelände aus Frankfurter Zeiten. Zwischen Start und Ziel an den Überresten der Wasserburg führte die Route hin und zurück je zwei Kilometer auf dem Niddaradweg vorbei an Kurpark und Sportfeld in Richtung Harheim. Ein Abstecher über die Felder parallel zum Erlenbach nach Massenheim komplettierte den 10-Kilometer-Lauf. Zwei Drittel verliefen über Erdwege, der Rest auf Asphalt. Vilbel war unser sechster und letzter Einsatz vor Berlin. Wir hätten auch einen weiteren Halbmarathon machen können. Um uns die letzte Tempohärte zu holen, entschieden wir uns aber für einen spritzigen Zehner 14 Tage vorm Marathon, statt für den üblichen Halbmarathon drei Wochen vorm Marathon.
 
Um 11.00 Uhr fiel vor der Burg der Peng. Die Bedingungen waren günstig, Vorboten des Herbstes hatten Einzug gehalten, und die Wege lagen weitgehend abgetrocknet da. Eine Umleitung am Kurhaus, ein Hakler hier, eine Pfütze da, dazu ein Brückenanstieg, fielen nicht weiter ins Gewicht. Und trotzdem stand - obwohl ich acht Kilometer in 3:43 Min. bis 4:03 Min. zurückgelgt hatte - nach zehn Kilometern eine Zeit über 40 Minuten. Wie konnte das sein? Der 9. Kilometer war von mir mit 2:56 Min. gestoppt, der letzte aber in 6:09 Min! Es gab nur zwei Möglichkeiten: entweder waren die letzten beiden Kilometer falsch beschildert oder die gesamte Strecke falsch kilometriert. Einen 3. P l a t z unter 133 im Ziel (Sieg bei den rostigen Nägeln) nimmt man natürlich gerne mit, aber eine »39« vorm Doppelpunkt wäre für den Kopf besser gewesen. Peanut kam nach 53 Minuten als 5. Frau und Zweite ihrer Kategorie ins Ziel. Unsere Leistungen viermal aneinandergereiht, ergäben theoretisch Marathonzeiten von 2:48 Std. und 3:45 Stunden. Es dürfte etwas enger werden...

Die Ehrungen ab 13.30 Uhr auf der Bühne in der Wasserburg haben wir nicht mehr erlebt. Zu der Zeit waren wir bereits zum Auslaufen ein Stück die Nidda flußaufwärts. Wir waren »im F l o w« nach Berlin, tief im Suchtstrudel. Nach langer Zeit erkannte Peanut auch wieder die Adern unter meiner Haut. In den letzten vier Monaten hatte ich zehn Kilo abgespeckt!
 
Vielen Dank an die ausrichtende Sport- und Rehaorganisation MPZ-Sport Bad Vilbel: 1. für die Bereitstellung der noch unbefleckten, lichten Hallen der Physiotherapie »Netzwerk Körper« zum Umziehen und Einlagern der Taschen. Und 2. für die hochwertige Verpflegung im Ziel mit Isogetränken, Bananen, Äpfeln, Keksen sowie Körner- und Eiweißriegeln!
 
 

ZAHLEN UND ZEITEN
 
Wetter:
aufgelockert, 18ºC, leichter bis mäßiger Südwest
 
Teilnehmer im Ziel:
403 (HM, 10 km, 5 km)
10-Kilometer-Läufer im Ziel: 133 (M: 93 / W: 40)
 
Männer
1. Antonio Alves Dos Santos (Frankfurt) 37:22
2. Marcel Seip (Tria-Team Bruchköbel) 40:24
3. Mario Voland (Spiridon Frankfurt) 40:24 (1. M50)
 
Frauen
1. Sevim Haaß (-) 45:53
2. Diana Ottman (-) 49:10
3. Cordula Schnorr (Mainz) 52:28
5. Peanut (Spiridon Frankfurt) 53:34 (2. W50)
 
Ergebnisse

Team Echtzeit
Virtuelle Strecken-Skizze 10-km-Lauf
GPSies
Unsere KILOMETER vom 10. Juni bis 29. September 2013:
 
01. Wo. (Training): Vitus 100 km / Peanut 44 km
02. Wo. (Training): Vitus 124 km / Peanut 95 km
03. Wo. (10-km-Lauf): V.: 44:20, Training: 127 km / P.: 54:34, T.: 65 km
04. Wo. (Halbmarathon): V.: 1:32:27, Training: 78 km / P.: 1:59:51, T.: 54 km
05. Wo. (Training): Vitus 133 km / Peanut 73 km
06. Wo. (Training): Vitus 124 km / Peanut 66 km
07. Wo. (Halbmarathon): V.: 1:30:40, Training: 105 km / P.: 2:03:39, T.: 43 km
08. Wo. (Training): Vitus 132 km / Peanut 82 km
09. Wo. (Halbmarathon): V.: 1:26:44, Training: 102 km / P.: 1:55:09, T.: 52 km
10. Wo. (Training): Vitus 120 km / Peanut 46 km
11. Wo. (KOBERSTADT-Marathon): V.: 3:17:05, T.: 94 km / P.: 4:21:33, T.: 73 km
12. Wo. (Wiederherstellung u. Training): Vitus 110 km / Peanut 65 km
13. Wo. (Training): Vitus 142 km / Peanut 64 km
14. Wo. (10-km-Lauf): V.: 40:24, Training: 123 km / P.: 53:34, T.: 78 km
15. Wo. (Direkte Wettkampfvorbereitung): Vitus 112 km / Peanut 57 km
16. Wo. (BERLIN-Marathon): V.: 3:14:50, Training: 88 km / P.: 4:14:51, T.: 64 km
Gesamt: Vitus 1814 km / Peanut 1021 km
 
.:: DAS RENNEN ::.
 
40. BMW BERLIN-MARATHON, 29. September 2013
Donnerstag, 26. September
 
Aus guten Gründen sehr früh sind wir nach Berlin gefahren: Ein Dammbruch aufgrund des Elbehochwasser in Magdeburg-Anhalt hatte die Bahnstrecke Hannover-Berlin unterbrochen, und die Bahn zu abenteuerlichen Umwegen übers Land gezwungen. Seit Mitte Juni führte nur eine schmale Brücke im Bördeland nach Osten. Nach etlichen Aufenthalten und sechs Stunden auf Rädern, waren wir am Nachmittag vor unserem Quartier in Berlin angekommen. Wir wohnten im siebenten Stock in der Kronenstraße direkt über der U-Bahn-Halte Stadtmitte, zu DDR-Zeiten auch »Mäusetunnel« genannt. Und zwar Wand an Wand mit den Lasoggas. Wer bei dem Namen an den Hertha-Profi denkt, liegt richtig. Aber viel wichtiger noch: Das Studio befand sich nur wenige Gehminuten vom Checkpoint Charlie und dem Brandenburger Tor entfernt. Das hieß: ein ruhiger Weg zum Start. Mit der Anreise am Donnerstag hatten wir fünf volle Tage in der Hauptstadt.
 
Freitag, 27. September
 
Heute stand die Abholung der Startunterlagen an. Ausgabeort war diesmal der für Olympia 1936 eröffnete Flughafen Tempelhof. Erstmals konnten die Startnummern nur persönlich abgeholt werden. Denn nach dem Anschlag in Boston hatten auch in Berlin verschärfte Sicherheitsvorkehrungen Einzug gehalten. Neben der Anmeldebestätigung mußten ein Ausweis und der registrierte Zeitmeßtransponder vorgelegt werden. Im Gegenzug gab es einen Umschlag mit der Nummer sowie ein blaues Armband, welches bis nach Zielschluß getragen werden mußte. Waffen jeder Art, Sprühdosen, Glas, sperrige Gegenstände, Pyrotechnik, Fahnen, Papierrollen, mechanische Lärminstrumente und Laser-Pointer waren auf dem Marathongelände verboten. Mit Öffnung der »Berlin Vital« herrschte in Tempelhof ein Gewimmel wie in einem Bienenstock. Lange Schlangen, Pflichtbesuche und Verzettelung an den Ständen von Oberelbe-Marathon und Interair, das gewohnte Bombardement mit Informationen und Verlockungen, dazu die Wege in dem kilometerlangen Kolossalbau kosteten zu viel Energie. Dazu bot Deutschlands größte Sportmesse außer Leitungswasser keine Erfrischung an! Als wir nach fünf Stunden in unser Quartier zurückkehrten, waren wir aufgerieben bis auf die Knochen. Nach einem Lauf ins Abendrot lag alle Zuversicht ziemlich am Boden. Ich bekam Nasenbluten. Hoffentlich geht das gut...
 
Sonnabend, 28. September
 
Sammeln und Erholen war heute das oberste Gebot. Nach einem Regenerationslauf zum Brandenburger Tor und durch das seitliche Steinlabyrinth haben wir den Tag konsequent horizontal verbracht. Von unserer Terrasse konnten wir auf die Rennstrecke mit dem Streckenkilometer 39,5 (Leipziger Straße) blicken. Zum Auftkat des Marathonwochenendes fand der Wettkampf der Kufenroller statt. Dieser wurde von einem Todesfall überschattet. Ein 71jähriger war nach 15 Kilometern in Kreuzberg zusammengesunken und gestorben. Es konnte nur besser werden. Morgen kam UNSER TAG! Die Nacht war kurz aber ohne Störung.
Flughafen Tempelhof (© Vitus)
Sonntag, 29. September
 
Der
BERLIN-MARATHON ist auch in Sachen Wetter immer eine Wundertüte. Nach Hitze und Regen gab es diesmal ein Bilderbuchwetter aus Frühling und Winter. Zwar strahlte die Sonne aus allen Rohren, aber im Schatten war´s fast sibirisch kalt. Mein Frühstück bestand aus vier Pullen Kosmonautenkost, Geschmacksrichtung Aprikose-Pfirsisch. Dazu hatte ich eine Salz- und Mineralstoffkapsel geschluckt und mit einem Liter isotonischen und einem halben Liter elektolytrischen Sportgetränk runtergespült. Der Leib verarbeitete das Ganze zu einer Art Kräuterlikör (zumindest rochen die Bäuerchen danach). Peanut frühstückte Weißbrot »Ofenfritz« mit Honig »Hauptstadtlinde«. Um 7 haben wir uns zu Fuß zum Brandenburger Tor aufgemacht, halb 8 waren wir drüben im Westen an den Zugängen zum Startgebiet, 8.15 Uhr hatten wir uns neben der grünen Reichstagswiese die Rennkluft übergestreift (dort bin ich auch meinen Durchfall losgeworden), und Punkt 8.40 Uhr (fünf Minuten vor der Angst) standen wir in den Blöcken. Im selben Augenblick frug ein Sprecher Haile Gebrselassie, warum er diesjahr nicht in Berlin starte. Der satte und überalterte Dominator von 2006 bis 2009 antwortete, daß er seine »Schuhe vergessen« habe.
 
Kilometer 0 bis 10:
Tiergarten, Moabit und Mitte
 
Punkt 8.45 Uhr feuerte Haile die Pistole zu Europas bedeutendstem Marathonlauf ab. START! Unter dem gewohnt großen Brimborium aus aufsteigenden Luftballons, hinausposaunten Wünschen und ewiglichen Melodien setzten sich 37 256 Langstreckenläufer in Bewegung. Der Start erfolgte in drei Wellen. Während ich im C-Block anlief, mußte Peanut im G-Block zehn Minuten bis zum zweiten Startsignal abwarten. Weitere zehn Minuten brauchte sie für den Weg bis zur Zeitmaschine. Wir waren beide viel zu weit hinten eingereiht. Die roten Ballone unserer maßgeblichen Tempoläufer für 2:59 und 3:59 Stunden waren schon in der Aufstellung unerreichbar weit weg, und gleich mit dem Schuß kaum noch zu sehen. Das blieb auch so. Selbst Berlins sechsspurige Ost-West-Achse war derart überflutet, daß der Weg durch den Tiergarten bis zur Siegessäule einem Slalomlauf ähnelte. Es war kein Vergnügen, ich konnte keinen Kilometer unter 4:00 Minuten laufen. Die nächsten Kilometer beruhigten die Lage nicht gerade. Mit Haken und Ösen ging es voran, einige Engpässe brachen den Gleichschritt, zwei verengte Stellen in Moabit zwangen mich fast zum Gehen. Nach dem verschleppten Start hatte ich an der 5-Kilometer-Kontrolle zwei Minuten Rückstand auf den Berlin-Marathon 2008. Der zog sich wie ein roter Faden bis zum Halbmarathon. Die Reiseleitung von »Interair«, der wir unseren Start zu danken hatten, schoß im Spreebogen Bilder von ihrer Gruppe. Eine schöne Unterstützung. Aber selbst das Gefälle hinab zum Friedrichstadtpalast verlief für mich heute wie in Zeitlupe. Ausgangs der kerzengeraden Torstraße war die 10-Kilometer-Marke erreicht.
 
Kilometer 11 bis 20:
Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln
 
Ja, es lief schon mal besser. Doch noch war nichts verloren, oft fummelt man sich nach dem ersten Viertel erst so richtig in einen Marathon hinein. Die von aufgemotzten Plattenbauten gesäumte Mollstraße führte tiefer in den Osten hinein. Vorbei am sich 365 Meter zum Himmel reckenden »Telespargel« war der Marathon nun mitten in Berlin, und für ein paar Blöcke gewährte mir ein langes Leiden aus Dänemark Windschatten. Aber das Danish Dynamite war rasch verbraucht, und dann war ich wieder ohne Bezugspunkt. Mit drei Kilometern im Schnitt von 4:19 Min. war nach 13 Kilometern erstmals richtig Not am Mann. 4:14 Min. waren maximal erlaubt - und dabei fühlten sich meine Beine schon jetzt dick und schlecht an. Und noch immer drückte der Jägermeister des Morgens auf die Organkraft. Mit dem Südufer der Spree betrat die Strecke das autonome Kreuzberg, passierte den ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heinrich-Straße, und führte über den Landwehrkanal ins bunt vermischte Neukölln. Der Volkspark Hasenheide ist einer der beschaulichsten Abschnitte in Berlin. Aber für das Geschehen am Rand hatte ich heute weder Ohr noch Auge. Denn ich war in einer eigenen Welt, tief im Tunnel, in derber Enttäuschung und Dunkelheit! Berlin 2013 hatte nichts mit damals zu tun. Null!
 
Kilometer 21 bis 30:
Schöneberg, Steglitz und Zehlendorf
 
Wider Erwarten war meine Zeit unterm Halbmarathon-Banner mit 1:29 Stunde immer noch auf Kurs. Aber immer mehr machten sich nun Erschöpfung und Anfälle von Energielosigkeit bemerkbar. Ob das an den Legionellen lag, die man im Leitungswasser von Mitte fand? Nach dem Kilometer 24 in 4:30 Min. und dem Kilometer 25 in 4:49 Min. ging auch im Kopf nichts mehr. Am Innsbrucker Platz in Schöneberg streckte ich die Waffen und zog in Schleichfahrt auf der dreitausendsten Stelle weiter in Richtung Wilder Eber. Wie immer liefen die Marathonis dort in den reinsten Hexenkessel. Für mich war der kleine Platz in Schmargendorf heute frei von Emotionen. Jene bordeten unterdessen 14 Kilometer weiter vorne, im Tiergarten über... Der Mann mit der Nummer 2, der frühere Handlungsreisende und späte Senkrechtstarter Wilson Kipsang Kiprotich, entschied den prognostizierten Dreikampf für sich und stellte mit 2:03:23 Stunden einen neuen MARATHON-WELTREKORD auf. Zwei Jahre zuvor fehlten dem Kenianer in Frankfurt nur vier Sekunden zur Bestmarke. Damals versprach Kipsang, daß er an den Main zurückkehren werde. Dazu kam es aber nicht: 2012 rief Olympia nach London, 2013 die Pinkepinke von Berlin. Dummerweise wurde ihm der Ruhm in Spree-Athen getrübt: Fünfzig Meter vorm Ziel war ein Flitzer mit F-Nummer über den Zaun geklettert, hatte Werbung für sich und eine Pornoseite gemacht, und als Störer das Zielband jubelnd vor dem neuen Weltrekordmann zerrissen. Auf dem zweiten bis fünften Platz folgten noch vier Kenianer, Sechster wurde der ehemalige Neu-York-Sieger Dos Santos aus Brasilien. Sachsens André Pollmächer wurde nach 2:13:05 Std. als 14. schnellster Deutscher.
 
Kilometer 31 bis 40:
Charlottenburg, Schöneberg und Mitte
 
Voller innerer Zerwerfungen klatschte ich auf dem Hohenzollerndamm zwei, drei Kinderhände ab. Wenig später - in Wilmersdorf und Charlottenburg - waren Bekannte von uns auf den Bordsteinen unterwegs. Auf der Höhe vom 33. Kilometer entdeckte ich Herbert Steffny, der meinen Gruß mit einem »Hi!« beantwortete. Und nicht viel weiter standen die aus Nordhessen angereisten Eltern von Peanut in der Menge. Rudi und Erika waren ihrer Tochter mit der U-Bahn vom Hermannplatz (Kilometer 17) zum Kurfürstendamm (Kilometer 35) gefolgt. Zum Ku´damm... Da, wo der Endkampf beginnt, und einen Zehntausende anstacheln. Das Zentrum von West-Berlin, wo ich 2008 einen Sturmlauf zu meinem ersten Marathon unter drei Stunden startete. Heute lief ich dort mit Tränen in den Augen. Im weiten Bogen von der Potsdamer Straße über den Potsdamer Platz in die Leipziger Straße, wo Feindfliger vor siebzig Jahren alles zertrümmerten und Jahrezehnte lang nur Mauer und Einöde war, erlebte ich die Hölle. Auf der »Potse« ist immer Wind. Heute wehte die Berliner Luft aber nicht im Rücken, sondern auf die Brust. Und das nicht zu knapp. 2007 hatte er Gebrselassie den Weltrekord verblasen. »The last 5k hurt«, gestand der Äthiopier damals. Und genau so fühlten sich die letzten fünf Kilometer an. Auch auf der Leipziger Straße gab´s von der Seitenlinie die Peitsche. Auch das war mal anders. Denn während ich vor fünf Jahren nach 2:55 Stunden ins Ziel lief, waren heute noch fast vier Kilometer unter den Augen der Menge zurückzulegen. Ich hätte auch rausgehen können, unsere Wohnung lag nur ein Karree entfernt...
 
Kilometer 41 bis 42,195:
Mitte und Tiergarten
 
Wegen Baustellen wurde der Prachtboulevard Unter den Linden fast über die volle Länge ausgespart. Nach dem Gendarmenmakt führte ein Abstecher vorbei an den Ministergebäuden und mündete über die Glinkastraße erst ziemlich am Ende auf die berühmte Flaniermeile der Stadt. Damit rückte auch das Brandenburger Tor sehr spät in den Blick. Ihr seid alle Helden!, verkündete der Torbogen der »Morgenpost« kurz vor der Quadriga. Nein, nicht jeder war heute ein Held! Vorbei am »Adlon«, mitten durch die Grenze von Ost und West, und dann war´s überstanden: Zehn Sekunden vor High Noon (zwölf Uhr mittags) ging ich über die rostroten Matten ins ZIEL. Mit der von einer »3« angeführten Endzeit war für mich nicht nur der Nimbus von Berlin versaut. Nein, das Monument Berlin war lächerliche drei Minuten schneller als der Wald-Marathon in der Koberstadt. Damit ging die Tauchfahrt nach langer Verletzung weiter - mit Luft nach unten.....
Der Kampf in einer BILDERTAFEL... anklicken............
Im Ziel stolperte ich über Frau Parsiegla, die mit 2:58 Stunden Zweite ihrer Altersklasse wurde. Peanut schloß die 42,195 Kilometer genau eine Stunde nach mir ab. Ihr Rennen war fast ein Abziehbild von meinem. Auch meinem Mädel hatte heute die Frische und der Mumm gefehlt. Obwohl wir in den letzten beiden Wochen mit Gebrechen zu kämpfen hatten - Peanut mit Schwindelanfällen, ich mit Verschleiß im linken Knie und chronisch entzündeten Fersen - hatte alles bis zum Ziel durchgehalten. Allein das glich einem Wunder. Mit 4:14 Stunden war Berlin auch für P. kaum schneller als die Koberstadt. Damit war ihr im vierten Anlauf in Berlin erneut keine Zeit unter vier Stunden vergönnt. Immerhin wurden uns auf historisch getrimmte Medaillen mit der Siegessäule und der darüber schwebenden »Goldelse« umgehängt. Hinterm Reichstag wurden auf Wunsch Name und Zeit in die Metal-Plättchen eingeritzt. Der Trubel war so groß, daß wir nach der Gravur in Windeseile vom Veranstaltungsgelände flohen. Nach einem Fußmarsch vorbei an versprengten Läufern in der Glinkastraße waren wir um drei Uhr nachmittags daheim.
 
In den 16-Uhr-Nachrichten vermeldete Hit-Radio »104.6RTL«, daß der letzte Läufer das Ziel erreichte habe und nun saubergemacht wird. 17 Uhr folgte die »gute Nachricht«, daß der »Marathon vorbei und die Innenstadt wieder weitgehend befahrbar« sei.
 
 
FAZIT
 
Nichts hat in Berlin Bestand. Auch diesjahr waren aufgrund von Großbaustellen Änderungen an der Strecke vonnöten. Dank des Frankfurt-Verräters Kipsang besitzt Berlin weiterhin die schnellste der Welt. Wenig Nettigkeiten kamen von der Organisation. Neben allerlei Maßregelungen von der Startunterlagenausgabe bis zum Ziel, herrschten in Berlin 2013 völlig überzogene Sicherheitsmaßnahmen (die im Ernstfall versagen). Dazu geizten die Macher zum Jubiläum - trotz des millionenschweren Autobauers aus München dahinter - wie nie zuvor. Neben einem inhaltsleeren Starterbeutel gab´s im Ziel einen ebenso inhaltsleeren Verpflegungsbeutel. Die unterbesetzte und heillos überforderte Helferabteilung tat das Ihre. Und schlimmer noch: Durch eine falsche Berechnung und Betrüger im Ziel fehlten 1399 Medaillen. Die letzten 700 Läufer mußten ohne Metall heimgehen. Wirkung: Berlin ist zur Ware Marathon verkommen. Weil der Teufel immer auf den größten Haufen macht, gleicht mittlerweile ein Major-Rennen dem anderen. Ob Messe, Marathon oder Party - alle Massenveranstaltungen sind seelenlos und aalglatt arrangiert. Für den Ersten regnete es Scheine (120
 000 Euro), für den Rest (55 746 Teilnehmer) Wasser, Äpfel, Bananen, Salzstangen und ein angeberisches Finisher-Hemd. Das hätte nicht passieren dürfen! Vier Monate hatten wir dem Marathon geopfert. In den letzten acht Wochen hatte ich jegliche Freude verschmäht, wie ein Mönch gelebt geradezu. Nicht gerade wenig Geld hatten wir in das Unternehmen gesteckt, von der Zeit und Energie gar nicht zu reden. Und dann war Berlin in drei, vier Stunden ohne tiefere Erinnerung überrannt... Für die am Material Interessierten: Frau trug völlig zerlaufene Asics Gel-3010, Mann nigelnagelneue Mizuno Wave Elixir 8.
SCHLUSSFEIER & KULTUR
 
Der Abend war nur ohne Läufer und mit viel Alkohol zu ertragen. Die ab 20 Uhr steigende Marathon-Party mit Film und Trank im Ostberliner KOSMOS ging damit ohne uns über die Bühne. Stattdessen zog es uns zu Buletten, Haxe und Bier vom Faß fernab vom Schuß in die Kneipe »Maximilian´s« auf der Straßenseite gegenüber. Aber auch dort war´s rammelvoll mit Marathonis aus Deutschland, Frankreich und Japan. Während wir als Not und Elend auf hohen Barhockern thronen durften, betranken sich drei Mexikaner und ein Indianer draußen im Lichthof. Damit nicht genug, offenbarte sich das Schankweib als Sächsin aus der Sächsischen Schweiz. Eine Landsfrau......
 
Montag und Dienstag, 30. September und 1. Oktober
 
Die erste Hälfte des Montags haben wir in Mitte verbracht. Vom zentralen Ortsteil sind nur ein paar Häuser - darunter außer der neuen Reichskanzlei die unzerstörbaren Ministergebäude - übrig geblieben. Der Rest wurde enttrümmert oder mußte verschwinden. Wir haben der Staatsgrenze der DDR gedacht, am Alliiertenübergang Checkpoint Charlie den amerikanischen Sektor betreten, waren im Mauermuseum, haben den amerikanischen Sektor wieder verlassen, und sind in der Zimmerstraße einen Teil des 155 Kilometer langen Rings um Berlin abgelaufen. Der Abend spielte sich im Szenekiez Friedrichshain ab. Wir haben dort zwei Krachkapellen im Klub »Cassiopeia« beehrt. Der Rapport findet sich hier:
...... Black Tusk, Fight Amp
 
Es gäbe noch so viel in Berlin zu entdecken, im Grunde wird man dort auf Schritt und Tritt mit Symbolen und Orten voller Geschichte konfrontiert. Aber am Dienstag mußten wir Abschied nehmen. Ruhmlos! Nach 2013 standen die Zeichen auf Abschied für immer, zumindest vom Berlin-Marathon!
 
 
Danke für die Unterstützung
Marathona Peanut
Uli, Keith, Till, Haimanot und die restliche Horde von Spiridon Frankfurt
Dirk und LT Florstadt
Interair
die Anfeuerer Rudi und Erika
 
 

Kampfläufer Vitus, 7. Oktober 2013 (64. Nationalfeiertag der DDR)
 
.:: ZAHLEN UND ZEITEN ::.
Wetter: sonnig, 8 bis 14ºC, leichter Ostwind
Zuschauer: ca. 1
 000 000
 
Gesamtsumme
Gemeldet:
47
 625 (Läufer: 41 120, Kufenroller: 6298, Handradfaher: 178, Rollis: 29);
sowie Mini-Marathon: 8132, Bambini: 1061, Roller-Kinder: 111, Frühstückslauf: ca. 10
 000
 
Marathonläufer
Gemeldet:
41
 120 (M: 30 584 / W: 10 536 / 119 Nationen)
Am Start: 37
 256 (M: 28 070 / W: 9186)
Im Ziel:
36
 527 (M: 27 547 / W: 8980)
 
Männer
1. Wilson Kipsang (Kenia) 2:03:23 (
WR)
2. Eliud Kipchoge (Kenia) 2:04:05
3. Geoffrey Kipsang (Kenia) 2:06:26
4. Stephen Kwelio Chemlany (Kenia) 2:07:44
5. Maswai Kiptanui (Kenia) 2:08:52
6. Marilson dos Santos (Brasilien) 2:09:24
 
Frauen
1. Florence Kiplagat (Kenia) 2:21:13
2. Sharon Cherop (Kenia) 2:22:28
3. Irina Mikitenko (Deutschland) 2:24:58
4. Helah Kiprop (Kenia) 2:28:02
5. Desiree Davila (USA) 2:29:15
6. Vianey de la Rosa (Mexiko) 2:32:35
 
Kampfläufer Vitus (Spiridon Frankfurt)
Startnummer:
36494
Nation: Deutschland
Zeit: 3:14:50
Platz: 3378 von 27
 547 bei den Männern
Platz: 3534 von 36
 527 Gesamt
Platz: 274 von 3821 in Klasse M50
Zwischenzeiten
05 km: 0:21:13
10 km: 0:42:28
15 km: 1:03:43
20 km: 1:25:11
25 km: 1:47:21
30 km: 2:11:53
35 km: 2:37:15
40 km: 3:03:22
Halb-1: 1:29:55
Halb-2: 1:44:55
 
Peanut (Spiridon Frankfurt)
Startnummer:
F11873
Nation: Deutschland
Zeit: 4:14:51
Platz: 3771 von 8980 bei den Frauen
Platz: 22
 973 von 36 527 Gesamt
Platz: 440 von 1219 in Klasse W50
Zwischenzeiten
05 km: 0:28:30
10 km: 0:57:13
15 km: 1:26:15
20 km: 1:55:07
25 km: 2:24:50
30 km: 2:56:05
35 km: 3:28:33
40 km: 4:01:00
Halb-1: 2:01:28
Halb-2: 2:13:23
 
Materialschlacht

1 000 000 Trinkbecher
272 000 Sicherheitsnadeln
240 000 Liter Wasser
145 000 Bananen
80 000 Kekse
45 000 Äpfel
40 000 Schwämme
10 000 Trinkjoghurts
2780 Kilo Medaillen
250 Liter Massageöl

 
Menschen

5900 Helfer
760 Mediziner
 
Preisgeld
1. Platz: 40 000 Euro
1. Platz unter 2:04:30 (M): 70 000 Euro
1. Platz unter 2:20:00 (W): 70 000 Euro
Prämie für Weltrekord: 50 000 Euro
 
Ergebnisse

Championchip